Wie eine gesperrte Brücke eine ganze Region lahmlegte | Am Montag eröffnet die neue Rahmedetalbrücke [an der A45], nachdem ihr Vorgänger vor vier Jahren gesprengt wurde. Daten zeigen, welches Chaos die Sperrung in Lüdenscheid auslöste, und was anderen Regionen mit maroden Brücken droht.

    https://www.spiegel.de/auto/rahmedetalbruecke-wie-eine-gesperrte-bruecke-eine-ganze-region-lahmlegte-a-788db7fb-e934-49bc-990f-967ff704f8a1?sara_ref=re-so-app-sh

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    5 Kommentare

    1. ThereYouGoreg on

      >Vier Jahre lang war Lüdenscheid ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn der Staat seine Infrastruktur vernachlässigt.

      Sebastian Dullien hat den Schiefstand die Tage mal zum Ausdruck gebracht:

      >Aus politischer Sicht ist es einfacher bei der Infrastruktur zu sparen als bei allen anderen Dingen, denn wenn sie jetzt keine neue Brücke bauen oder auch die Brücken nicht mehr warten, dann dauert es einige Jahre bis das die Wähler und Wählerinnen merken. Wenn Sie dagegen die Rente kürzen oder die Mehrwertsteuer erhöhen, dann merkt man das sofort. Darum ist es für Politiker und Politikerinnen einfacher den Rotstift bei der Infrastruktur anzusetzen. Wenn Sie diese Kombination von Faktoren haben und dann auch noch feststellen, dass wenn man die Sanierung der Infrastruktur aufschiebt, das wahrscheinlich die Wähler und Wählerinnen erst merken, wenn die Brücken einstürzen, dann kann man erklären, warum das so gekommen ist. – Sebastian Dullien [[Deutschlands Infrastruktur – Schlaglöcher statt Straßenbau; 8:40](https://www.youtube.com/watch?v=pLBKPfQTf9I#t=8m40s)]

      Die Rahmedetalbrücke ist erst dann ein Erfolg, wenn wir in Deutschland mehr in die Infrastruktur investieren als abgeschrieben wird. Ansonsten können auch die fleißigsten Bauingenieure und Handwerker die Brücken, Tunnel und Straßen im Land sanieren, während für jede sanierte Brücke zwei Bestands-Brücken marode werden. Wenn der Bauingenieur dann irgendwann merkt, dass schlicht und ergreifend zu wenig im Land investiert wird, dann fühlt er sich wie ein Frosch im Kochtopf. Trotz größter Anstrengung ist die Infrastruktur marode, obwohl der Bauingenieur im Alltag feststellt, dass er gute Projekte abliefert.

      >Deutschland leidet darunter, dass Jahrzehnte zu wenig in die Infratruktur investiert worden ist. Seit den späten 90’er-Jahren hat die öffentliche Hand in Deutschland eigentlich weniger in Infrastruktur investiert als man gebraucht hätte um einfach nur den Status Quo zu erhalten. Also wir haben einen Verfall der Infrastruktur erlebt, weil zu wenig Geld ausgegeben wurde. – Sebastian Dullien [[Deutschlands Infrastruktur – Schlaglöcher statt Straßenbau; 8:03](https://www.youtube.com/watch?v=pLBKPfQTf9I#t=8m03s)]

    2. Ist leider Paywall, aber „Region“ tut dem Ganzen zu wenig.

      Die A45 ist der direkte Weg vom Ruhrgebiet (Deutschlands größte Metropolregion) gen Frankfurt und Süden, das tut richtig weh dann mindestens eine Stunde oder mehr in Stau + Tempo 30-Strecke zu verbringen.

    3. Apfelstudel-1220 on

      Wenn alle brücken wieder neu gebaut werden sind wir endlich wieder zurück in den 80ern. Ab dann können wir sprechen über 40 jahre stillstand.

    4. Bin in diesen 4 Jahren weit über 100 mal durch Lüdenscheid gefahren und auch über dutzende „innovative“ Google-Maps-Umleitungen. Am Anfang war es besonders schlimm, zuletzt floss der Verkehr zumindest recht gut durch die Stadt. Aber 30 Minuten brauchte man immer mindestens länger.

      Wenn man von Südwestfalen oder Mittelhessen ins Ruhrgebiet will, gibt es halt leider kaum andere Optionen als die A45. Wie katastrophal die Bahnverbindung bspw. zwischen Gießen und dem Ruhrgebiet ist, ist nochmal eine ganz andere Geschichte.

    5. Wichtig ist, dass Merz und Wüst morgen die Brücke eröffnen. Wüst ist einer der Hauptverantwortlichen für diese Katastrophe.

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