Schon öfters mitbekommen wie Soldaten in der Öffentlichkeit beleidigt und provoziert werden, was soll sowas?
Theredrin on
Ah joa, bei Kritik am Militarismus bin ich immer voll dabei, aber eine einzelne Person auf Instagram als SS Offizier darstellen ist keine Kritik am System.
Ist jetzt imho kein großer Aufreger und 15 Stunden gemeinnützige Arbeit ist jetzt auch kein Unding.
emanon_noname on
> (…) das andere legte nahe, der Offizier würde gleich einen Anruf von „SS-Siggi“ entgegennehmen. Auf dem Foto steht die fiktive Aussage des Offiziers: „Oh, da muss ich kurz rangehen“.
> (…)
> Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit Namen erkennbar war.
> (…)
> Er bestreitet weiterhin, dem Offizier im Meme eine Verbindung zur SS zu unterstellen.
> (…)
> In seinem Schlusswort spricht er von einem repressiven Gerichtsverfahren und einer Drohkulisse.
Aha … na dann …
Charmadin on
So wie es im Artikel geschildert wird finde ich die Verurteilung richtig. Wenn man mir mit Namen und Bild auch eine Nähe zum SS andichten würde, dann wäre ich auch beleidigt. Da hilft es auch nicht, wenn der Schuldige, laut eigener Aussage, gar nicht die Absicht hatte.
DigitalNomadsEllada on
Habe das damals in meinem Umfeld oft beobachtet, dass gerade die Kommilitonen aus reichen Elternhaus und die was geerbt haben, sich über die Bundeswehr beschweren.
Ich möchte diesen Job nicht machen und bin dankbar für jeden der unser Vaterland im Kriegsfall verteidigt.
FuehrerStoleMyBike on
Denke es ist vor allem problematisch, dass Klarname und Bild verwendet werden. Die Kritik hätte man auch rüber bringen können ohne da einen Bezug zu einer Person herzustellen.
Impressive-Tip-1689 on
*Nun ist der junge Mann am Amtsgericht Freiburg nach Jugendstrafrecht zu 15 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, weil er nach Ansicht des Gerichts einen Bundeswehroffizier beleidigt hat.*
*Er hatte ein Foto, das den Offizier bei einer Schulveranstaltung zeigt, bearbeitet und veröffentlicht. [Der Soldat war unverpixelt und mit Namen erkennbar.] Der 19-Jährige räumt ein, dass er […] zwei nachbearbeitete Fotos des Bundeswehroffiziers auf Instagram gepostet hat. […] das [gerügte Meme] legte nahe, der Offizier würde gleich einen Anruf von „SS-Siggi“ entgegennehmen. Auf dem Foto steht die fiktive Aussage des Offiziers: „Oh, da muss ich kurz rangehen“.*
*Das Gericht entscheidet: zumindest das eine Meme rücke den Offizier persönlich in die Nähe der SS. Außerdem unterstelle es dem Soldaten, er hätte selbst eine „menschenverachtende Gesinnung“. Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit Namen erkennbar war.*
*Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.*
Sure_Place8782 on
Absolut nachvollziehbar, wenn er eine reale Person mit erkennbaren Klarnamen genutzt. Hätte er das Motiv sich von einer generativen AI erstellen lassen, hätte er keine Problem gehabt.
Pretend-Landscape214 on
Also für die Sache mit SS-Siggi wäre alles andere auch nur falsch gewesen
East_Tomatillo3528 on
Finde es aber auch fragwürdig das die Bundeswehr in Rahmen des Unterrichts an Schulen kommt. Wo häufig für nicht volljährige geworben wird. Hätte er Tucholskys ‚Der bewachte Kriegsschauplatz‘ zitiert wäre ihm aktuell nichts passiert.
Tavi2k on
Ist das nicht eigentlich schon im Bereich Üble Nachrede? Er unterstellt dem Offiziert hier ein Nazi zu sein bzw. Sympathien für Nazis zu haben. Das ist für mich schon etwas mehr als eine einfache Beleidigung.
Das wird zwar Downvotes geben, aber ich finde das Strafmaß gerechtfertigt.
Player_una on
Nur mal für context weil das viele anscheinend nicht wissen SS-Siggi ist kein SS-Mann sondern der mitlerweile verstorbende Neo-Nazi Siegfried Borchardt der dann als SS-Siggi unteranderem durch Spiegel Reportagen bekannt wurde
Coalboal on
„Wir MUSSEN gegen den Wehrpflicht liebende Boomers, CDU, und militärisch industriell komplex demonstrieren!“
Aber, nicht zu unhöfflich. Wie ist das anders von der Eltern, die ähnliche symbole in Proteste in 1968 verwendet haben und viele leute im Netz gegen Trump auch, aber für unsere aktuelle und deshalb perfekte Welt ist das zu viel? Ich kann mir vorstellen dass er nicht genug „öffentliche Person“ ist aber wie öffentlich muss man sein? Vergiss nicht Pimmelgate, *zu* öffentlich
Playful-Painting-527 on
Kuscheljustiz für rechts, die volle härte des Staats für links!
Achim-August on
Die 15 stunden gemeinnützige Arbeit hat man auch aufgebrummt bekommen, wenn man als 15 jähriger seine Mofa frisiert hatte. Hoffe das reicht als Denkzettel und der formuliert seinen Unmut anders.
Shadow_NX on
„Si vis pacem para bellum“ hat man sogar schon im alten Rom gewusst.
Frieden funktioniert nur wenn man den potenziellen Gegner abschrecken kann, hätte man der Ukraine nicht geholfen wären die jetzt das neuste Addon in Vladimirs Zarenreich inklusive massiver verstärkung der Russsichen Streitkräfte mit Mensch und Material, wer ernsthaft glaubt das dann Schluss wäre ist wirklich sehr Blauäugig.
BennyL2P on
> Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit **Namen**
erkennbar war.
> Öffentlich möchte der 19-Jährige nur seinen Vornamen, Bentik, machen.
Bis hierhin hätte ich noch gesagt, dass man dafür doch wirklich nicht das Strafrecht bemühen muss, aber bei der Menge an Doppelmoral ziehe ich diesen Einwand zurück.
Intelligent-Yak-4271 on
In meinem Heimatland (Griechenland) gibt’s die Wehrpflicht für 8,85€/Monat.
Ich durfte für 1.500€/Monat in Deutschland dienen.
Ich bin mittlerweile als Elektroingenieur tätig und zahle meine Steuern in Deutschland.
Wenn mich jemand als Nazi bezeichnen würde, würde es für ihn sehr ungemütlich werden + Anzeige.
Ich habe mit Stolz die Uniform getragen und kenne einen Teil der Leute heute noch.
BluebirdSure2265 on
„Das Gericht entscheidet: zumindest das eine Meme rücke den Offizier persönlich in die Nähe der SS.“ Digga was hat der richter geraucht wo ist da eine verbindung zur SS?
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21 Kommentare
Schon öfters mitbekommen wie Soldaten in der Öffentlichkeit beleidigt und provoziert werden, was soll sowas?
Ah joa, bei Kritik am Militarismus bin ich immer voll dabei, aber eine einzelne Person auf Instagram als SS Offizier darstellen ist keine Kritik am System.
Ist jetzt imho kein großer Aufreger und 15 Stunden gemeinnützige Arbeit ist jetzt auch kein Unding.
> (…) das andere legte nahe, der Offizier würde gleich einen Anruf von „SS-Siggi“ entgegennehmen. Auf dem Foto steht die fiktive Aussage des Offiziers: „Oh, da muss ich kurz rangehen“.
> (…)
> Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit Namen erkennbar war.
> (…)
> Er bestreitet weiterhin, dem Offizier im Meme eine Verbindung zur SS zu unterstellen.
> (…)
> In seinem Schlusswort spricht er von einem repressiven Gerichtsverfahren und einer Drohkulisse.
Aha … na dann …
So wie es im Artikel geschildert wird finde ich die Verurteilung richtig. Wenn man mir mit Namen und Bild auch eine Nähe zum SS andichten würde, dann wäre ich auch beleidigt. Da hilft es auch nicht, wenn der Schuldige, laut eigener Aussage, gar nicht die Absicht hatte.
Habe das damals in meinem Umfeld oft beobachtet, dass gerade die Kommilitonen aus reichen Elternhaus und die was geerbt haben, sich über die Bundeswehr beschweren.
Ich möchte diesen Job nicht machen und bin dankbar für jeden der unser Vaterland im Kriegsfall verteidigt.
Denke es ist vor allem problematisch, dass Klarname und Bild verwendet werden. Die Kritik hätte man auch rüber bringen können ohne da einen Bezug zu einer Person herzustellen.
*Nun ist der junge Mann am Amtsgericht Freiburg nach Jugendstrafrecht zu 15 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, weil er nach Ansicht des Gerichts einen Bundeswehroffizier beleidigt hat.*
*Er hatte ein Foto, das den Offizier bei einer Schulveranstaltung zeigt, bearbeitet und veröffentlicht. [Der Soldat war unverpixelt und mit Namen erkennbar.] Der 19-Jährige räumt ein, dass er […] zwei nachbearbeitete Fotos des Bundeswehroffiziers auf Instagram gepostet hat. […] das [gerügte Meme] legte nahe, der Offizier würde gleich einen Anruf von „SS-Siggi“ entgegennehmen. Auf dem Foto steht die fiktive Aussage des Offiziers: „Oh, da muss ich kurz rangehen“.*
*Das Gericht entscheidet: zumindest das eine Meme rücke den Offizier persönlich in die Nähe der SS. Außerdem unterstelle es dem Soldaten, er hätte selbst eine „menschenverachtende Gesinnung“. Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit Namen erkennbar war.*
*Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.*
Absolut nachvollziehbar, wenn er eine reale Person mit erkennbaren Klarnamen genutzt. Hätte er das Motiv sich von einer generativen AI erstellen lassen, hätte er keine Problem gehabt.
Also für die Sache mit SS-Siggi wäre alles andere auch nur falsch gewesen
Finde es aber auch fragwürdig das die Bundeswehr in Rahmen des Unterrichts an Schulen kommt. Wo häufig für nicht volljährige geworben wird. Hätte er Tucholskys ‚Der bewachte Kriegsschauplatz‘ zitiert wäre ihm aktuell nichts passiert.
Ist das nicht eigentlich schon im Bereich Üble Nachrede? Er unterstellt dem Offiziert hier ein Nazi zu sein bzw. Sympathien für Nazis zu haben. Das ist für mich schon etwas mehr als eine einfache Beleidigung.
War das Meme zu viel? Mit Sicherheit. Aber insgesamt ist das ziemlich dünnhäutig für eine Institution, die „[auch dafür kämpft, dass Du gegen uns sein kannst.](https://taz.de/Netzkampagne-gegen-die-Bundeswehr/!5254884/)“.
Das wird zwar Downvotes geben, aber ich finde das Strafmaß gerechtfertigt.
Nur mal für context weil das viele anscheinend nicht wissen SS-Siggi ist kein SS-Mann sondern der mitlerweile verstorbende Neo-Nazi Siegfried Borchardt der dann als SS-Siggi unteranderem durch Spiegel Reportagen bekannt wurde
„Wir MUSSEN gegen den Wehrpflicht liebende Boomers, CDU, und militärisch industriell komplex demonstrieren!“
Aber, nicht zu unhöfflich. Wie ist das anders von der Eltern, die ähnliche symbole in Proteste in 1968 verwendet haben und viele leute im Netz gegen Trump auch, aber für unsere aktuelle und deshalb perfekte Welt ist das zu viel? Ich kann mir vorstellen dass er nicht genug „öffentliche Person“ ist aber wie öffentlich muss man sein? Vergiss nicht Pimmelgate, *zu* öffentlich
Kuscheljustiz für rechts, die volle härte des Staats für links!
Die 15 stunden gemeinnützige Arbeit hat man auch aufgebrummt bekommen, wenn man als 15 jähriger seine Mofa frisiert hatte. Hoffe das reicht als Denkzettel und der formuliert seinen Unmut anders.
„Si vis pacem para bellum“ hat man sogar schon im alten Rom gewusst.
Frieden funktioniert nur wenn man den potenziellen Gegner abschrecken kann, hätte man der Ukraine nicht geholfen wären die jetzt das neuste Addon in Vladimirs Zarenreich inklusive massiver verstärkung der Russsichen Streitkräfte mit Mensch und Material, wer ernsthaft glaubt das dann Schluss wäre ist wirklich sehr Blauäugig.
> Das müsse der auch im Rahmen von Satire nicht hinnehmen, zumal er unverpixelt und mit **Namen**
erkennbar war.
> Öffentlich möchte der 19-Jährige nur seinen Vornamen, Bentik, machen.
Bis hierhin hätte ich noch gesagt, dass man dafür doch wirklich nicht das Strafrecht bemühen muss, aber bei der Menge an Doppelmoral ziehe ich diesen Einwand zurück.
In meinem Heimatland (Griechenland) gibt’s die Wehrpflicht für 8,85€/Monat.
Ich durfte für 1.500€/Monat in Deutschland dienen.
https://griechenland.diplo.de/gr-de/service/2223712-2223712
Ich bin mittlerweile als Elektroingenieur tätig und zahle meine Steuern in Deutschland.
Wenn mich jemand als Nazi bezeichnen würde, würde es für ihn sehr ungemütlich werden + Anzeige.
Ich habe mit Stolz die Uniform getragen und kenne einen Teil der Leute heute noch.
„Das Gericht entscheidet: zumindest das eine Meme rücke den Offizier persönlich in die Nähe der SS.“ Digga was hat der richter geraucht wo ist da eine verbindung zur SS?