Hier der vorläufige Bericht auf der Website des Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights (der vollständige Bericht wird 2026 veröffentlicht werden):
    https://www.ohchr.org/sites/default/files/statements/20251209-eom-stm-austria-sr-contemporary-forms-racism-en.pdf

    Umso wichtiger, dass die kritischen Österreich:innen, die es ja auch gibt, nicht locker lassen. Der Aufstieg des Rechtsextremismus kann gestoppt werden – aber es braucht unser aller Engagement und Haltung.

    Ashwini K.P. hat in Österreich tief verwurzeltes und weitverbreitetes rassistisches Überlegenheitsdenken festgestellt. Die Uno-Sonderberichterstatterin empfiehlt dem Land umfassende Gegenmaßnahmen.

    Zudem äußerte sie sich überrascht über eine »Akzeptanz ethnisch-nationalistischer Vorstellungen, laut denen die österreichische Identität grundsätzlich mit weißer Hautfarbe verbunden ist […]«.

    Auch die Haltung, Rassismus und seine Folgen für die Betroffenen nicht anzuerkennen, ist laut Ashwani in Österreich verbreitet. Das treffe Personen afrikanischer, arabischer oder asiatischer Herkunft, außerdem Juden, Muslime und Roma. Als Formen struktureller Ausgrenzung nannte sie Hassreden, Hassverbrechen, Racial Profiling und Diskriminierung in den Bereichen Bildung, Wohnen und Beschäftigung.

    https://www.spiegel.de/ausland/oesterreich-rassismus-laut-uno-sonderberichterstatterin-tief-verwurzelt-a-62571538-cec2-4f16-9b45-cd7bdc42c168?sara_ref=re-xx-cp-sh

    Von proxxi1917

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    11 Kommentare

    1. austrian_expat on

      >Zudem äußerte sie sich überrascht über eine »Akzeptanz ethnisch-nationalistischer Vorstellungen, laut denen die österreichische Identität grundsätzlich mit weißer Hautfarbe verbunden ist […]«.

      Laut Betroffenen die ich in Österreich kenne gibts diese Vorstellungen übrigens sowohl von rechter als von linker Seite. Die rechte Meinung kennt man eh, von linker Seite heisst es dann (rein aufgrund der Hautfarbe) sowas wie: „armer Flüchtling wie kann ich dir helfen“ (obwohl die betroffene Person hochqualifiziert ist und gehaltsmässig vermutlich unter den Top 1% ist).

    2. CasualStockbroker on

      Das vom Spiegel gewählte Stockphoto ist auch etwas manipulativ. Eine verhüllte Muslima mit zwei Buben, die natürlich nicht verhüllt sind, womit wiederum bekannte Vorurteile bedient werden.

      Außerdem frage ich mich, welches Land über kein Rassismusproblem verfügt. Vielleicht Irland (dort gibt es Rassismus gegen Irish Travellers und vielleicht gegen Protestanten?) oder Norwegen (geht es den Samen jetzt wirklich so gut?)?

    3. Dazu müssten die Keyboard Warriors und Hauptstadtakademiker halt auch mal raus aus ihren Bubbles und Haltung zeigen.

      Es reicht halt nicht wenn man der eigenen Blase erklärt wie anti rassistisch und liberal man ist.

      Wenn Leute rassistischen Müll reden, dann klar ansprechen dass das Bullshit ist und man für so eine Meinung normalerweise eine gstreckte kassiert.

    4. velvetymoon on

      Wundert mich gebau gar nicht. Vor allem der teil dass sie die folgen für betroffene einfach gar nicht anerkennen. Ich weiß dass ich jetzt auch downvotes bekommen werde, aber wie oft wurde mir meine rassismuserfahrung schon abgesprochen mit „du stellst dich nur in die opferrolle“ und ähnlichem.

      Ich weiß es gibt tolle leute hier, wegen denen lohnt es sich für mich ja auch hier zu leben, aber es gibt einfach immer mehr rassisten und das kann man nicht leugnen.

    5. Stimmt. Und doch, immer, wenn man das hier sagt, wird man beschimpft. Deswegen ist das hier immens wichtig und ein kollektiver Effort gegen Rassismus unabdingbar.

    6. Habe heute erst mitbekommen, dass jmd bei einem Gespräch, wo es um Vor- und Nachteile von Arbeit ging, „scherzhaft“ den Spruch „Arbeit macht frei“ rausgehauen hat. Insofern überrascht mich die Feststellung, dass Österreich ein Rassismusproblem habe, nicht.

    7. Stimmt auch so. Ich hab eine Rumänin geheiratet, man hörts halt an der Aussprache. Manche Erlebnisse waren…. augenöffnend für mich.

    8. longusmaximus420 on

      Ich würde nicht sagen grundsätzlich hellhäutig aber hauptsächlich.

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