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    23 Kommentare

    1. >Nein. Die Beiträge sind ja nicht weg, sondern nur woanders. Nämlich bei den Rentnern, die sie sofort wieder ausgeben und damit die Nachfrage ankurbeln. Die Nachfrage verlagert sich also nur.

      Na zum Glück. Wenn ich mir meine Miete nicht mehr leisten kann, dann wenigstens in dem guten Wissen, dass ein Rentner danke MwSt-Senkung in der Gastro, dass 5. Mal die Woche zum Mittagessen ausgeht.

      >Nein. Die einzige sinnvolle Umverteilung ist von Reich zu Arm. Aber es gibt bei den „Boomern“, wie in jeder Generation, reiche und arme Menschen.

      Stimme ich zu. Deswegen bin ich für eine Umverteilung von reichen Rentnern zu armen Rentnern, bevor wir an den Beitragssätzen rumschrauben.

      Aber dass ein Rentner auf seine Kreuzfahrt verzichten muss, damit der andere Rentner keine Flaschen sammeln muss, ist wohl zu viel verlangt.

    2. ChrisStoneGermany on

      Die Beiträge werden umgehend auf die Konten der derzeitigen Rentenempfänger gebucht

      Zusätzlich fließen noch jährlich 125 Milliarden Euro aus Steuermitteln des Bundeshaushalts auf die Rentnerkonten

      Der Rentenbeitragszahler bekommt einen Gutschein, den er in einigen Jahrzehnten in bis dahin deutlich wertlosere Zukunftseuros einlösen kann, falls es dann noch ein Rentensystem gibt.

      Wo da der Sinn und Stabilität für junge Beitragszahler bei ständig kleiner werdenden Geburtenraten herkommen sollen, entzieht sich mir.

    3. JealousEntrepreneur on

      Einfach nur Geldflüsse gleichzusetzen ist Blödsinn. Renter haben ja einen ganz anderen Warenkorb an Bedürfnissen als junge Menschen. Die Wirtschaft kann ja nicht an niedrig Margen leben und expandieren. Also nur weil man Lebensmittel kauft oder mehr ins Restaurant geht, wächst die Wirtschaft nur marginal, da nicht genügend Gewinn bei rumkommt um dadurch mehr Leute anzustellen oder zu expandieren. Vor allem weil die niedrig Margen Produkte mehr im Ausland hergestellt werden und nicht lokal.
      Junge Menschen erzeugen einfach ein ganz anderes Nachfrage Profil, gerade junge Familien, als ein Rentnerehepaar.

    4. modsuwakusoyarou on

      Der Typ stolpert da ziemlich über seine eigenen Worte, traurig, dass der mal Staatssekretär im Finanzministerium war.

      Einerseits sagt er, dass wir die Renten nicht kürzen dürfen, da sonst der Konsum durch Rentner fallen würde und somit auch die innerdeutsche Wirtschaft.

      Auf die Frage, ob der Konsum nicht sinkt, wenn man es den Arbeitern vorher weg nimmt sagt er, dass das Geld ja nicht weg ist, sondern wo anders.

      Ergo würde auch der Konsum nicht sinken, wenn Rentner weniger Geld bekommen würden.

      Das Geld ist ja bei den Rentnern nicht weg sondern nur wo anders.

      Auf den Gedankensprung kommt aber weder er noch der Reporter 

    5. >Beiträge sind nicht weg, nur woanders

      Achso, na dann ist das ja beruhigend.

      Wenn ich Verluste am Aktienmarkt mache, dann ist das Geld auch nicht weg – es hat nur jemand anders

    6. Damit hat er durchaus recht. Die Rente gefährdet nicht die Wirtschaft im großen und ganzen. Es ist hauptsächlich eine Gerechtigkeits und Verteilungsfrage.

    7. FirstAtEridu on

      Reichensteuern wären ja auch nicht weg, sondern nur wo anders. Aber ich glaub der schluckt eher Glasscherben bevor er das so sagt.

    8. >Diese Boomer-Debatte ist einfach grober Unfug. Man kann eine Generation nicht kollektiv für alles verantwortlich machen, was in ihrer Lebenszeit schiefgelaufen ist.

      Im Fall der Rente kann man das. Die hatten 45 Jahre Zeit ihre Angelegenheiten zu regeln. 45 Jahre – eine ganze Generation – kollektives Nichtstun. Wahnsinn.

      >Die Rentner geben das Geld, das an sie gezahlt wird, aber auch wieder aus und schaffen so wirtschaftliche Nachfrage.

      Klasse. Das gilt auch für Arbeitslose. Kurbeln die die Wirtschaft auch an? Und welche wirtschaftliche Nachfrage schaffen Renter denn so? Für Rollatoren und Stützstrümpfe? Mal darüber nachgedacht, dass wir nicht nur Renter zu vorsorgen haben. Wir haben auch noch Kinder – und uns.

      >Nein. Die Beiträge sind ja nicht weg, sondern nur woanders. Nämlich bei den Rentnern, die sie sofort wieder ausgeben und damit die Nachfrage ankurbeln. Die Nachfrage verlagert sich also nur.

      Genau. Das Ding ist nur Herr Ökonom: ICH würde diese Nachfrage gerne mit MEINEM Geld schaffen, denn es ist MEIN Geld, dass ICH verdient habe.

    9. > Die einzige sinnvolle Umverteilung ist von Reich zu Arm. Aber es gibt bei den „Boomern“, wie in jeder Generation, reiche und arme Menschen

      Nur halt viel, viel mehr Reiche Menschen und viel weniger arme Menschen als in jeder anderen Altersgruppe. Was ist das denn für ein Argument, ich kann immer eine Gruppe bilden, wo es Arme gibt und dann sagen „Ja, es gibt doch Arme, also soll man allen Geld geben“.

      Es ging bei den Rentenpaketen nie um Armut. Das ist immer das Argument, diesen wird aber explizit nicht geholfen. Hingegen unterstützt man der mit Abstand wohlhabendsten Gruppe.

      > den Rentnern, die sie sofort wieder ausgeben und damit die Nachfrage ankurbeln. Die Nachfrage verlagert sich also nur.

      Und richtig lustig wird es, wenn man Schulden aufnimmt bzw. Steuergelder dafür nutzt, weil Konsum eines der schlechtesten Investitionen ist.
      Wozu braucht Deutschland auch so unnötige Dinge wie Bildung. Die Deppen in diesen Einrichtungen können nicht mal wählen und sind in der Minderheit, sie verdienen eh nichts. ^(/s von mir, kein /s von der SPD)

    10. > Die einzige sinnvolle Umverteilung ist von Reich zu Arm. Aber es gibt bei den „Boomern“, wie in jeder Generation, reiche und arme Menschen

      Dass er das Äquivalenzprinzip nicht in Frage stellt, finde ich interessant. Gerade das ist für untere Einkommensgruppen problematisch. Hätte beispielsweise kein Problem damit, dass ich für jeden eingezahlten Euro weniger Rentenansprüche erhalte als jemand im unteren oder mittleren Einkommensbereich. Wenn man die Rente in Anlehnung an die Niederlande oder Dänemark gestaltet bzgl. 1. Säule, wäre man schon einen großen Schritt weiter.

      Setzt natürlich eine systematische Reform voraus und mag verfassungsrechtlich herausfordernd bzw. begrenzt sein. Dennoch sollte man sich auch solche Schritte überlegen. Das geht auch sehr klar in Richtung obiger Aussage.

      Dass die Beiträge tendenziell konsumiert werden (bei sehr hohen Renten bezweifle ich das), mag zwar volkswirtschaftlich betrachtet nett sein. Wenn die Lasten für die arbeitenden Menschen jedoch zunehmend ansteigen, haben gerade die Personengruppe, die tendenziell viel investieren, weniger Investitionsmöglichkeiten, da die Lasten eben immer weiter ansteigen.

    11. Gebt mir das Geld und ich verspreche, ich kann konsumieren wie mindestens zwei Rentner!

    12. GermanMilkBoy on

      >Es gibt „die Boomer“ nicht! Alles, was die Mitglieder einer Generation gemeinsam haben, sind ihre Geburtsjahre. Wenn Sie jemandem die Schuld geben wollen, dann den Politikern und anderen mächtigen Menschen, die damals das Sagen hatten.

      Diese Nummer zieht in einer Demokratie nicht!

      Wer hat diese Politiker nochmal gewählt?

      Ach ja, die Boomer!

      >Die Rentner geben das Geld, das an sie gezahlt wird, aber auch wieder aus und schaffen so wirtschaftliche Nachfrage.

      >Die Beiträge sind ja nicht weg, sondern nur woanders. Nämlich bei den Rentnern, die sie sofort wieder ausgeben und damit die Nachfrage ankurbeln. Die Nachfrage verlagert sich also nur.

      Was ein Bullshit!

      Wenn A Geld an B zahlt, damit B davon etwas bei A kaufen kann, ist das finanziell gesehen ein Nullsummenspiel.

      Nur dass A für dieses Nullsummenspiel seine Arbeitszeit aufwenden muss, während B nichts tun muss.

      Für A ist es also ein Verlust.
      Er verschenkt de facto seine Arbeitszeit an B.

      >Nein. Die einzige sinnvolle Umverteilung ist von Reich zu Arm. Aber es gibt bei den „Boomern“, wie in jeder Generation, reiche und arme Menschen.

      Weshalb natürlich auf keinen Fall innerhalb der Boomer umverteilt werden darf, sondern nur per Gießkanne zu den Boomern./S

    13. Also ich glaube es geht ihm weniger um die Rentenbeiträge als die Aussage, dass der Stadt jetzt ordentlich Schulden machen muss um die Wirtschaft am laufen zu halten. Wie genau diese Schulden verteilt werden ist für ihm zweitrangig, solange das Geld irgendwie in die Wirtschaft fließt.

      Und an dem Punkt, dass Schulden auf internationaler Ebene völlig anders sind als Schulden auf der privaten Ebene, hat er auch Recht.

      Nur, ihn möge die Verteilung egal sein. Aber als Mann mit Frau und Kind ist es mir nicht egal. Und als junger Erwachsener der momentan keine Aussichten auf Eigenheim oder Staatsrente hat, wäre es mir auch nicht egal. Erst recht nicht, wenn man sieht wie viel Geld gerade an den obersten 5% fließt.

    14. >Nein. Die Beiträge sind ja nicht weg, sondern nur woanders. Nämlich bei den Rentnern, die sie sofort wieder ausgeben und damit die Nachfrage ankurbeln. Die Nachfrage verlagert sich also nur.

      Wenn das so gut für die Wirtschaft ist kann es ja auch bei den Beitragszahlern bleiben. Denn nicht umverteiltes Geld würde auch die Nachfrage ankurbeln. Sogar in einem höheren Maße denn ein größerer Anteil bleibt weil nichts durch den Verwaltungsapparat muss.

    15. aAdramahlihk on

      „Das Geld ist nicht weg, euch geht es nur viel schlechter, während es anderen davon besser geht.“

      Achso na dann, dann kann ich ruhigen Gewissens schlafen, dass die Renter ein gutes Leben haben, während wir fast einen halben Monat umsonst arbeiten und dann noch nicht mal die Miete bezahlt haben. Die Entscheidung Kinder zu bekommen und ein Eigenheim zu besitzen stellt sich ja dann auch nicht mehr, Gott sei Dank, ein Leben!

      Jetzt mal im Ernst, verkaufen wir wirklich die jungen Generationen für Stimmen und Superreiche, ist das wirklich der Plan?!

    16. > Die Beiträge sind ja nicht weg, sondern nur woanders

      Mir gefällt der Ansatz, das lässt sich so schön auf alles mögliche anwenden. Bei Banküberfällen wird gar kein Geld geklaut. Das ist ja nicht weg, sondern nur wo anders.

      Alternativ könnten wir auch Teile unseres Einkommens als „Rentenversicherungsabgaben“ betiteln und uns verpflichten diese komplett selber auszugehen. Damit ist die Rentenzahlung ja nicht weg, sondern nur woanders. Und nebenbei ist das auch viel effizienter weil wir den Mittelamann „Rentner“ auslassen und das Geld direkt in die Wirtschaft fließt.

    17. Dann soll er das doch bitte einfach selber bezahlen. Es ist ha nicht weg, nur woanders.

    18. DerRechteMann on

      Der Verteilungskampf nimmt immer absurdere Züge an. Erst Asyldebatte (Arm gegen sehr arm), dann die Bürgergelddebatte (Mittelschicht gegen Arme) und jetzt Rentendebatte (Jung gegen Alt). Wer wird wohl als nächstes gegeneinander ausgespielt? ÖD gegen Angestellte? Studierende gegen Auszubildende? Familien gegen Singles? Währenddessen lachen sich die Multimillionäre und Milliardäre einen Ast ab und kaum einer merkt es. Traurig.

    19. Plenty_You_2209 on

      Leute, wenn ihr euch über die Überschrift aufregt, verwechselt ihr eine makroökonomische Frage mit eurem persönlichen Geldbeutel. Natürlich hat er Recht damit, das Geld ist erstmal einfach nur woanders und kann daher immer noch die Nachfrage anregen. 

    20. Ahhhh, reicher weißer Mann der bis ans Lebensende ausgesorgt hat. Bitte teile noch mehr von deiner Weisheit mit mir, ich kanns kaum abwarten.

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