Die laut ORF.AT wichtigste Meldung des heutigen Tages ist der Weihnachtskekse-Schwarzmarkt im Netz.

    Leo Jindrak, Konditor und Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe in der Wirtschaftskammer (WKO), sieht den angeblichen "Schwarzmarkt für Kekse" und dass "im Netz Hunderte Kilo Weihnachtskekse zu Schleuderpreisen angeboten werden" als Riesenproblem.

    Ich sehe das Problem eher woanders:

    Dass in Österreich selbst Weihnachtskekse backen und online verkaufen ein reguliertes Gewerbe sein soll. Ich selbst traue Online-Verkaufsplattformen, bei der Kunden Bewertungen abgeben können und so Feedback über die Qualität geben können, eher als einer x-beliebigen Bäckerei, in der die Ware zum Teil industriell produziert wird.

    Was hier an Aufwand betrieben wird (Einschaltung des Marktamts, Aushebung von Telekommunikationsdaten – "da haben wir schon unsere Mittel und Wege"), um harmloses privates Unternehmertum zu kriminalisieren, und ein Kartell zu schützen, ist einfach absurd.

    Wie seht ihr das? Und wer weiß, wo ich online die besten Weihnachtskekse bestellen kann?

    Weihnachtskekse-Schwarzmarkt
    byu/p5y inAustria



    Von p5y

    Share.

    6 Kommentare

    1. Das Problem ist doch eher das die österreichischen Unternehmen trotz Skalierung, industriellen Prozessen etc. es nicht schaffen wettbewerbsfähige Kekse zu backen. Und jetzt schreien nach mehr Regulierung weils nicht gegen Tante Hanna und ihren Backofen ankommen – und in der ganzen Abgehobenheit sehens nichtmal wie peinlich das eigentlich ist.

    2. Bei 50€ oder mehr für industrielle Weihnachtskekserl darfs sich der Herr Innungsmeister nicht wunder. Da kauf ich auch lieber für die Hälfte (was auch noch a Ansage ist) lieber die handgemachten von Tante X.

      Es wiederholt sich doch eh immer wieder. Also Netflix / spotify /apple music die ersten „guten“ Angebote hatten ist Film / Musik -„Paraterie“ defacto auf 0 gefallen. Die Angebote für Filme / Serien werden immer schlechter und „Sicherheitskopien“ kommen wieder auf.
      Wannst deinen Kunden kein angemessenes Angebot machen kannst, gehen die halt andere Wege. Qualität mach ich mir auch keine Sorgen, ein privater „Pfuscher“ lebt von guter Mundpropagande, schlechte „Nachrede“ kann sich keine von denen leisten.

    3. Die WKO hat absolut nichts gegen deine Online-Platformen mit Bewertung. Die fallen ja auch nicht unter den Schwarzmarkt, weil fast alle davon schön irgendwelche Bezahlplatformen wie PayPal, ApplePay oder Google Play verwenden und damit alles vom FA verfolgt werden kann. Was der Herr von der WKO meint, sind die Verkäufe über willhaben und da kannst du deinen Verkäufer nicht bewerten. Du hast absolut kein Schimmer wie gut oder wie oasch die Kekse sind, die du bekommst.

    4. Wer bitte kauft die Kekserl aus dem Supermarkt? Oo hat mich schon immer gewundert. Bei uns backt jeder selber und dann wird getauscht. Und wenn ich welche kauf, dann vom Standerl am Weihnachtsmarkt von der Mizi-Tant, weil die ordentlich backt. Schwarzmarkt? Pah! Eher kapitalisierung von Tradition durch Konzerne.

    Leave A Reply