Mehr Platz für Nagelstudios, Dönershops, Mobilfunkläden in deutschen Innenstädten! Yay.
Parking_Virus_9855 on
Man sieht auch kaum noch Pferdemetzger im Vergleich zu früher… Sind Städte nicht mit jeder technischen Entwicklung auch im Wandel?
Markus_zockt on
Bin jetzt in dem Bereich echt kein Experte, aber ich finde da ist der Einzelhandel *(in meinem Beispiel mal die Modebranche)* eben auch **mit** selbst dran schuld. Es ist jetzt nicht die Schuld vom Onlinehandel das **meiner Meinung nach** die Zeit im Einzelhandel schon länger stehen geblieben ist. Zumindest in meiner Wahrnehmung gibt es keinen signifikanten Unterschied zum Einkauf im Einzelhandel heute oder vor 20 Jahren.
Heute sind die verkleideten abgehängten Decken lediglich offen und die unter der Decke befindlichen Rohre und Kabel schwarz besprüht, damit das ganze nach einem „coolen“ Industrielook aussieht. Und statt Britney Spears läuft Taylor Swift. Ansonsten wüsste ich nicht wo der Einzelhandel sich groß neu erfunden hat.
Vielleicht muss man als Einzelhandel dann auch mal wieder kreativ werden. Gerade den Unterschied, dass man den ganzen Krempel vor Ort hat, muss man doch irgendwie als Vorteil ausspielen können.
Beispiel Modekette: Wie cool wäre es denn z.B. wenn man bei Esprit in seinem Kundenportal seine persönlichen Körpermaß hinterlegen kann (Größe, Gewicht, Beinlänge, Bauchumfang, BH-Größe, what ever) und man sich dann z.B. in der Umkleidekabine an einem digitalen Spiegel anmeldet. Mit Hilfe der Körperdaten und des digitalen Spiegels kann man dann in der Umkleidekabine ganz schnell Outfits zusammen stellen. Hin und her wechseln und empfohlene Kombinationen simulieren ohne diese in Wirklichkeit stundenlang selbst anzuprobieren. Wenn einem dann etwas gefällt bekommt man die Klamotten per Knopfdruck und auf Grundlage seiner hinterlegen Daten direkt in den perfekten Größen in die Kabine gebracht (ob nun maschinell oder persönlich). Alleine die erzielte Kundenbindung wäre doch enorm, weil ich dann z.B. auch auf Grundlage meiner vorherigen Bestellungen bessere Outfit-Empfehlungen bekommen würde.
Denn gerade das ist doch auch etwas, was zumindest mich, extrem nervt. Das selbst der Kauf einer Jeans im Modegeschäft einfach nervig und unnötig lange dauert. Selbst wenn man seine Größe der bisherigen Jeans weiß heißt das noch lange nicht, dass auch die neue Jeans mit der gleichen Größe passt. Dann fallen die Größen unterschiedlich aus oder es gibt die ich haben möchte zwar in der richtigen Bundweite, aber nicht in der richtigen Länge. Und in den ewiglangen Regalen voller blauer Jeans muss man dann auch erst mal eine Jeans finden die einem optisch gefällt. Schließlich sieht man in den Regalen ja fast nichts von der Jeans selbst.
Es hieß früher mal „Einkaufs**erlebnis**“. Ich für mein Teil empfinde den Einkauf im Einzelhandel allerdings schon lange nicht mehr als Erlebnis.
Meretneith on
Also mit den genannten Markennamen verbinde ich eher langweilige 0815-Designs, sackige Schnitte und vergleichsweise teure Preise für eine Qualität, die auch nicht besser als C&A und co. ist.
Ich kaufe gerne im Laden ein (alleine um Dinge anprobieren zu können), aber dann muss eben auch das Sortiment interessant sein. Und ich will idealerweise vorher online nachschauen können, ob mir etwas gefällt und das gewünschte Kleidungsstück auch in meiner Größe und Farbe in der Filiale vorrätig ist. Mit einem modernen Lagerhaltungssystem müsste das eigentlich relativ einfach zu tracken sein, aber trotzdem machen es viele nicht.
Vielleicht müssen verschiedene Ketten und Händler auch einfach mal anfangen zusammen zu arbeiten. Ich habe vor kurzem ein bestimmtes Schuhmodell einer bekannten Marke kaufen wollen. Da ich noch keine Schuhe von der Marke habe, war ich mir nicht sicher, wie sie ausfallen und welche Größe ich brauche, Wie cool wäre es jetzt, wenn ich in einer ladenübergreifenden Suchmaschine eingeben könnte, welches Modell ich in welcher Größe suche, und mir angezeigt wird, in welchen Schuhläden im Umkreis das Modell auf Lager ist. Gibt’s halt nicht. Und auf gut Glück 5-10 Schuhläden abzuklappern macht auch keinen Spaß. Also hab ich eben online bestellt.
Background-Cod-7693 on
Sind keine News, ist seit mindestens 15 Jahren klar dass das passieren würde.
🤷
Schlecht für die Kommunen auf jeden Fall.
spiringTankmonger on
Keine Ahnung, aber wenn sich Unternehmen nicht rechnen, haben sie im Kapitalismus keine Berechtigung. Wenn sie dann auch nicht „genügend“ Mehrwert für die Allgemeinheit schaffen, wer soll sich dann noch um ihr Bestehen scheren?
Das Problem ist eher, wenn etwaige hohen Mieten für Ladenlokale auch neue dynamische Unternehmen ersticken, besonders da stetig steigende Immobilienpreise das Problem immer schlimmer und nicht selbst korrigierend machen.
Horndachs on
Na endlich
Sacknahtbeutlin on
Tja Mensch, die werden wir sicher schwer vermissen, schätz ich?
WolfImWolfspelz on
Das Kapitalismusspiel spielt man halt bis zum Ende, auch wenn man dann nicht mehr zu den Gewinnern gehört. Kein Mitleid meinerseits, auch wenn durch die Wortwahl „sterben“ hier suggeriert wird, dass Läden und Menschen im Kapitalismus auf gleiche Art verlieren.
hrsN1337 on
gut die scheise braucht niemand
justgalsbeingpals on
Die Folgen des Kapitalismus, wer hätte es erwartet. Moment mal, jeder? Das kann doch nicht sein :O
Captain4verage on
Tja. Selbst Schuld. Egal in welcher Stadt man durch die Fußgängerzone latscht, man sieht überall 36 mal den selben Laden, hängen nur 36 unterschiedliche Namen dran. Egal wie die Bude heißt, sie verhökern alle den gleichen minderwertigen, von Kinderhänden in Bangladesch zusammengenähten, Dreck zu Premiumpreisen.
Der einzige Unterschied zwischen den ganzen Billigfetzen ist der Preis des Namens der drauf steht.
Damit dass man seine Kundschaft nach Strich und Faden verarscht hat wurden Jahrzehnte lang fette Gewinne eingefahren. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Professional_Gene_63 on
Esprit hat einfach unglaublich verkackt. Ich denke, es war meine ‚medium-budget‘ to-go marke zwischen 2012-2017. Danach war alles irgendwie nur noch langweilig und in Pastellfarben, usw. Ich kann verstehen das sie nicht ein zweiter Urban Outfitters, Weekday sein wollten aber es war einfach inspirationslos geworden. So be it.
FeelingSurprise on
Also gerade Gery Weber hat die eigene Expansion massiv überdehnt. Die haben sich da zum Teil in C und D-Lagen eingemietet, einfach um zu wachsen. Die sind seit knapp 20 Jahren dabei, ihre Fehler von Anfang der 2000er auszubügeln.
Fandango_Jones on
Ganz normal in einer Marktwirtschaft.
elementfortyseven on
Der Markt regelt.
Ich ordere meine Klamotten größtenteils online, für Hemden und Anzüge gehe ich in den Fachhandel.
Gerade die oben genannten Marken sind absolute Mittelmäßigkeit, und diese kriegt man deutlich billiger und mit Rückgaberecht im Versandhandel.
amnous on
Ich habe letztens eine Jacke in einem Geschäft gesucht, die dort laut deren Internetseite verfügbar sein sollte. Das war sie offenbar auch, aber für 30 Euro mehr und der freundliche Mitarbeiterin teilte mir mit, er könnte mir den Online-Preis nicht anbieten. Also habe ich die Jacke in zwei Größen bestellt, zu Hause anprobiert und eine davon wieder zurückgegeben – in dem Laden. Wenn Läden sterben, dann tragen sie selbst die Schuld daran, wenn der Onlinehandel in beinahe jeder Hinsicht besser ist.
CookieScholar on
Oh nein, nicht die generischen Ketten
Kooky_Operation9784 on
Sorry, aber unsere Innenstadt besteht zu rd. 70 – 80 % aus Klamottengeschäfte (und kurioserweise haben wir gut 10 Optiker). Ich habe mich schon seit Jahren gefragt wie diese Masse an Textilhändler sich halten kann. Oftmals kommt man dann sogar in deren Online Shops günstiger an die Waren ran oder sie haben schlicht keine Auswahl für die eigene Größe, weil diese fehlt oder gar nicht erst angeboten wird.
Mit der Veteilung ist es dann auch schwer Leute in dier Städte zu locken. Nicht jeder ist ein Kleider Junkie, ich sehe daher gar keinen Anreiz, öfter als 1 – 2 Mal im Jahr die Innenstadt zu besuchen. Früher bin ich noch in Läden wie Weltbild oder verzweifelterweise in Deko Läden gegangen, was zu Weihnachten noch ganz unterhaltsam war und ab und an was praktisches anbot, oder in einen kleinen Schokladen Laden etc.. Das gibt es aber auch nicht mehr. Kein Spielwarengeschäft, nur einen einzigen winzigen Buchladen, kein Merch, keine Deko, nichts besonderes einfach nichts was nicht Klamotten sind.
So kann ich mir den Weg schenken. Optiker brauche ich nicht, Klamotten will ich nicht und für den Bäcker oder den Buchladen muss ich mich auch nicht erst dort hin mühen. Und wie will ein Einzelhandel was verkaufen, wenn man nicht mal Motivation findet dort hin zu fahren?
Ich mag altbacken klingen, aber ICH vermisse die Kaufhäuser, davon hatten wir auch ein riesiges in der Innenstadt was einen zum Innenstadt Besuch lockte. Als Kind konnte ich dort Stunden verbringen weil es gefühlt alles gab was man sich vorstellen konnte und es ein riesen Abenteuer war alles zu erkunen und es so viele tolle exklusive Artikel gab. Damals war z. B. gerade Pokemon im Kommen, was habe ich für Tonnen an Merch aus diesem Kaufhaus getragen. Das hätte ich wirklich gerne wieder, aber das wird ein Traum bleiben.
Danach sind wir dann oft noch lecker essen gegangen in der Stadt oder haben noch in anderen Läden gestöbert, da hat ein „Stadtbummel“ noch Spaß gemacht.
Und mich könnte man noch heute locken. Medien wie BluRay, Vinyl etc., Merch, Bücher usw. vieles was nicht Klamotten sind durchstöber ich noch heute gerne und lass auch Geld da.
Leave A Reply
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
20 Kommentare
Who cares?
Mehr Platz für Nagelstudios, Dönershops, Mobilfunkläden in deutschen Innenstädten! Yay.
Man sieht auch kaum noch Pferdemetzger im Vergleich zu früher… Sind Städte nicht mit jeder technischen Entwicklung auch im Wandel?
Bin jetzt in dem Bereich echt kein Experte, aber ich finde da ist der Einzelhandel *(in meinem Beispiel mal die Modebranche)* eben auch **mit** selbst dran schuld. Es ist jetzt nicht die Schuld vom Onlinehandel das **meiner Meinung nach** die Zeit im Einzelhandel schon länger stehen geblieben ist. Zumindest in meiner Wahrnehmung gibt es keinen signifikanten Unterschied zum Einkauf im Einzelhandel heute oder vor 20 Jahren.
Heute sind die verkleideten abgehängten Decken lediglich offen und die unter der Decke befindlichen Rohre und Kabel schwarz besprüht, damit das ganze nach einem „coolen“ Industrielook aussieht. Und statt Britney Spears läuft Taylor Swift. Ansonsten wüsste ich nicht wo der Einzelhandel sich groß neu erfunden hat.
Vielleicht muss man als Einzelhandel dann auch mal wieder kreativ werden. Gerade den Unterschied, dass man den ganzen Krempel vor Ort hat, muss man doch irgendwie als Vorteil ausspielen können.
Beispiel Modekette: Wie cool wäre es denn z.B. wenn man bei Esprit in seinem Kundenportal seine persönlichen Körpermaß hinterlegen kann (Größe, Gewicht, Beinlänge, Bauchumfang, BH-Größe, what ever) und man sich dann z.B. in der Umkleidekabine an einem digitalen Spiegel anmeldet. Mit Hilfe der Körperdaten und des digitalen Spiegels kann man dann in der Umkleidekabine ganz schnell Outfits zusammen stellen. Hin und her wechseln und empfohlene Kombinationen simulieren ohne diese in Wirklichkeit stundenlang selbst anzuprobieren. Wenn einem dann etwas gefällt bekommt man die Klamotten per Knopfdruck und auf Grundlage seiner hinterlegen Daten direkt in den perfekten Größen in die Kabine gebracht (ob nun maschinell oder persönlich). Alleine die erzielte Kundenbindung wäre doch enorm, weil ich dann z.B. auch auf Grundlage meiner vorherigen Bestellungen bessere Outfit-Empfehlungen bekommen würde.
Denn gerade das ist doch auch etwas, was zumindest mich, extrem nervt. Das selbst der Kauf einer Jeans im Modegeschäft einfach nervig und unnötig lange dauert. Selbst wenn man seine Größe der bisherigen Jeans weiß heißt das noch lange nicht, dass auch die neue Jeans mit der gleichen Größe passt. Dann fallen die Größen unterschiedlich aus oder es gibt die ich haben möchte zwar in der richtigen Bundweite, aber nicht in der richtigen Länge. Und in den ewiglangen Regalen voller blauer Jeans muss man dann auch erst mal eine Jeans finden die einem optisch gefällt. Schließlich sieht man in den Regalen ja fast nichts von der Jeans selbst.
Es hieß früher mal „Einkaufs**erlebnis**“. Ich für mein Teil empfinde den Einkauf im Einzelhandel allerdings schon lange nicht mehr als Erlebnis.
Also mit den genannten Markennamen verbinde ich eher langweilige 0815-Designs, sackige Schnitte und vergleichsweise teure Preise für eine Qualität, die auch nicht besser als C&A und co. ist.
Ich kaufe gerne im Laden ein (alleine um Dinge anprobieren zu können), aber dann muss eben auch das Sortiment interessant sein. Und ich will idealerweise vorher online nachschauen können, ob mir etwas gefällt und das gewünschte Kleidungsstück auch in meiner Größe und Farbe in der Filiale vorrätig ist. Mit einem modernen Lagerhaltungssystem müsste das eigentlich relativ einfach zu tracken sein, aber trotzdem machen es viele nicht.
Vielleicht müssen verschiedene Ketten und Händler auch einfach mal anfangen zusammen zu arbeiten. Ich habe vor kurzem ein bestimmtes Schuhmodell einer bekannten Marke kaufen wollen. Da ich noch keine Schuhe von der Marke habe, war ich mir nicht sicher, wie sie ausfallen und welche Größe ich brauche, Wie cool wäre es jetzt, wenn ich in einer ladenübergreifenden Suchmaschine eingeben könnte, welches Modell ich in welcher Größe suche, und mir angezeigt wird, in welchen Schuhläden im Umkreis das Modell auf Lager ist. Gibt’s halt nicht. Und auf gut Glück 5-10 Schuhläden abzuklappern macht auch keinen Spaß. Also hab ich eben online bestellt.
Sind keine News, ist seit mindestens 15 Jahren klar dass das passieren würde.
🤷
Schlecht für die Kommunen auf jeden Fall.
Keine Ahnung, aber wenn sich Unternehmen nicht rechnen, haben sie im Kapitalismus keine Berechtigung. Wenn sie dann auch nicht „genügend“ Mehrwert für die Allgemeinheit schaffen, wer soll sich dann noch um ihr Bestehen scheren?
Das Problem ist eher, wenn etwaige hohen Mieten für Ladenlokale auch neue dynamische Unternehmen ersticken, besonders da stetig steigende Immobilienpreise das Problem immer schlimmer und nicht selbst korrigierend machen.
Na endlich
Tja Mensch, die werden wir sicher schwer vermissen, schätz ich?
Das Kapitalismusspiel spielt man halt bis zum Ende, auch wenn man dann nicht mehr zu den Gewinnern gehört. Kein Mitleid meinerseits, auch wenn durch die Wortwahl „sterben“ hier suggeriert wird, dass Läden und Menschen im Kapitalismus auf gleiche Art verlieren.
gut die scheise braucht niemand
Die Folgen des Kapitalismus, wer hätte es erwartet. Moment mal, jeder? Das kann doch nicht sein :O
Tja. Selbst Schuld. Egal in welcher Stadt man durch die Fußgängerzone latscht, man sieht überall 36 mal den selben Laden, hängen nur 36 unterschiedliche Namen dran. Egal wie die Bude heißt, sie verhökern alle den gleichen minderwertigen, von Kinderhänden in Bangladesch zusammengenähten, Dreck zu Premiumpreisen.
Der einzige Unterschied zwischen den ganzen Billigfetzen ist der Preis des Namens der drauf steht.
Damit dass man seine Kundschaft nach Strich und Faden verarscht hat wurden Jahrzehnte lang fette Gewinne eingefahren. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Esprit hat einfach unglaublich verkackt. Ich denke, es war meine ‚medium-budget‘ to-go marke zwischen 2012-2017. Danach war alles irgendwie nur noch langweilig und in Pastellfarben, usw. Ich kann verstehen das sie nicht ein zweiter Urban Outfitters, Weekday sein wollten aber es war einfach inspirationslos geworden. So be it.
Also gerade Gery Weber hat die eigene Expansion massiv überdehnt. Die haben sich da zum Teil in C und D-Lagen eingemietet, einfach um zu wachsen. Die sind seit knapp 20 Jahren dabei, ihre Fehler von Anfang der 2000er auszubügeln.
Ganz normal in einer Marktwirtschaft.
Der Markt regelt.
Ich ordere meine Klamotten größtenteils online, für Hemden und Anzüge gehe ich in den Fachhandel.
Gerade die oben genannten Marken sind absolute Mittelmäßigkeit, und diese kriegt man deutlich billiger und mit Rückgaberecht im Versandhandel.
Ich habe letztens eine Jacke in einem Geschäft gesucht, die dort laut deren Internetseite verfügbar sein sollte. Das war sie offenbar auch, aber für 30 Euro mehr und der freundliche Mitarbeiterin teilte mir mit, er könnte mir den Online-Preis nicht anbieten. Also habe ich die Jacke in zwei Größen bestellt, zu Hause anprobiert und eine davon wieder zurückgegeben – in dem Laden. Wenn Läden sterben, dann tragen sie selbst die Schuld daran, wenn der Onlinehandel in beinahe jeder Hinsicht besser ist.
Oh nein, nicht die generischen Ketten
Sorry, aber unsere Innenstadt besteht zu rd. 70 – 80 % aus Klamottengeschäfte (und kurioserweise haben wir gut 10 Optiker). Ich habe mich schon seit Jahren gefragt wie diese Masse an Textilhändler sich halten kann. Oftmals kommt man dann sogar in deren Online Shops günstiger an die Waren ran oder sie haben schlicht keine Auswahl für die eigene Größe, weil diese fehlt oder gar nicht erst angeboten wird.
Mit der Veteilung ist es dann auch schwer Leute in dier Städte zu locken. Nicht jeder ist ein Kleider Junkie, ich sehe daher gar keinen Anreiz, öfter als 1 – 2 Mal im Jahr die Innenstadt zu besuchen. Früher bin ich noch in Läden wie Weltbild oder verzweifelterweise in Deko Läden gegangen, was zu Weihnachten noch ganz unterhaltsam war und ab und an was praktisches anbot, oder in einen kleinen Schokladen Laden etc.. Das gibt es aber auch nicht mehr. Kein Spielwarengeschäft, nur einen einzigen winzigen Buchladen, kein Merch, keine Deko, nichts besonderes einfach nichts was nicht Klamotten sind.
So kann ich mir den Weg schenken. Optiker brauche ich nicht, Klamotten will ich nicht und für den Bäcker oder den Buchladen muss ich mich auch nicht erst dort hin mühen. Und wie will ein Einzelhandel was verkaufen, wenn man nicht mal Motivation findet dort hin zu fahren?
Ich mag altbacken klingen, aber ICH vermisse die Kaufhäuser, davon hatten wir auch ein riesiges in der Innenstadt was einen zum Innenstadt Besuch lockte. Als Kind konnte ich dort Stunden verbringen weil es gefühlt alles gab was man sich vorstellen konnte und es ein riesen Abenteuer war alles zu erkunen und es so viele tolle exklusive Artikel gab. Damals war z. B. gerade Pokemon im Kommen, was habe ich für Tonnen an Merch aus diesem Kaufhaus getragen. Das hätte ich wirklich gerne wieder, aber das wird ein Traum bleiben.
Danach sind wir dann oft noch lecker essen gegangen in der Stadt oder haben noch in anderen Läden gestöbert, da hat ein „Stadtbummel“ noch Spaß gemacht.
Und mich könnte man noch heute locken. Medien wie BluRay, Vinyl etc., Merch, Bücher usw. vieles was nicht Klamotten sind durchstöber ich noch heute gerne und lass auch Geld da.