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    23 Kommentare

    1. Zur Einordnung die Behandlungsfälle pro Jahr, Erfassung gibt es erst seit 2018:

      2018: 11,7 Millionen
      2019: 10,9 Millionen
      2020: 9,4 Millionen
      2021: 9,8 Millionen
      2022: 12,1 Millionen
      2023: 12,4 Millionen
      2024: 13 Millionen

    2. FuehrerStoleMyBike on

      Also das erste, was mich überrascht hat war:

      >seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2018

      Irgendwie gruselig, dass so ein wichtiger Faktor erst seit 2018 statistisch erfasst wird.

      Interessant wäre es diese Zahlen mal den Wartezeiten bei Praxen/Hausärzten entgegen zu stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass dort, wo die Wartezeit am höchsten ist, auch die Notfaufnahmen stärksten belastet sind.

      Eine weitere interessante Gegenüberstellung wäre die durchschnittliche Distanz zur nächsten Notaufnahme – auch hier würde ich erwarten, dass dort, wo die Notaufnahme am zugänglichsten ist, das meisten Aufkommen entsteht.

      Zuletzt wäre natürlich noch eine Darstellung nach Altersgruppen interessant. Eine sehr nahe liegende Begründung des Anstiegs wäre ja das steigende Durchschnittsalter.

      Aber alles natürlich nur so bedingt aussagekräftig wenn man nur Daten von 7 Jahren hat (wovon 2-3 Jahre zumindest einen Covid-Effekt enthalten).

    3. Ich bin schockiert. Als nächstes sagst du mir noch, dass so viele Menschen wie noch nie Rollatoren benutzen.

    4. Wundert mich wenig. Insbesondere wenn Menschen gesagt wird, dass die Praxen voll sind, keine neuen Patient*innen mehr aufgenommen werden können, es immer mehr Praxen gibt die nur noch Selbstzahler/Privatversicherte aufnehmen, und das Warten auf einen Therapieplatz im Schnitt 9 Monate dauert.

      Und wenn man dann verzweifelt ist und nicht mehr weiß was man tun soll bekommt man ein „naja wenn’s nicht mehr geht gehen sie halt in die Notaufnahme“ zu hören.

      Wir bräuchten halt insgesamt einfach mehr Kapazitäten.

    5. hört sich fast so an, als wäre man in einem immer älter werdenden land. oh wait

    6. Einfach Mal in eine Notaufnahme setzen. 80% davon sind schlichtweg keine Notfälle. Von „Mein Sohn hat Läuse“ bis „Ich bin vor 2 Wochen hi gefallen“ ist da alles dabei.

    7. LauraIsFree on

      Überalterung und katastrophal schlechte Versorgungslage bei sämtlichen Ärzten.

      Wenn sie ihre dumme Überweisungspflicht einführen wird das nur noch schlimmer… Wie wäre es mal mit Reformen statt Rentengeschenke an die Alten.

    8. Nicht so super verwunderlich. Wenn du einen Termin bei einem Facharzt willst musst du derzeit in Quartalen denken manchmal sogar Jahren. Mein nächster Hautarztermin ist erst Ende 2026 möglich…

    9. Soggy_Pension7549 on

      Aber die Rettungskräfte und ich wurden zusammengeschrien als ich hingefahren wurde wegen Regelschmerzen, bin halt auf offener Straße umgefallen, mich eingenässt und war nicht ansprechbar. Diagnose Endometriose kam erst 3 Jahre später. Ich wurde im Krankenhaus nicht mal untersucht.

      Aber wenn das Kind erkältet ist ist es selbstverständlich dass man hingeht 🙃

    10. Donna-Promilla on

      Es ist meiner Meinung nach keine Ausrede dass es immer weniger Hausärzte gibt oder keine Facharzttermine. Da ist man nämlich in der Notaufnahme am völlig falschen Platz. Dann geht man in die Notfallpraxis oder Notdienst. Wenn du wegen einer Lappalie in die Notaufnahme gehst, dann wirst du da nicht großartig versorgt.

      Ich arbeite in einem KH und wir haben strikte Regeln, wer kein Notfallpatient ist wird zur Notfallpraxis nebenan geschickt.

    11. UnlashedLEL on

      Mir wurde beim Arzt gesagt wenn mir der Termin in 6 Monaten wegen den akuten Problemen die ich habe net passt, soll ich in die Notaufnahme.

    12. (Österreich)
      Immer weniger öffentliche Ärzte und immer mehr Aufnahmestopps.
      Dann noch kurze Öffnungszeiten (ja ich weiß, dass sie da zb. Pflegeheime mit betreuen müssen).

      Mich wundert es schon sehr, warum da nichts gemacht wird.

      Würde entweder in der Notaufnahme 24/7 Allgemeinmediziner anstellen, um diese Fälle abzufangen. Oder gleich 24/7 Ärztezentren eröffnen.

    13. RipperinoKappacino on

      Mein Arbeitskollege ist einer davon. Geht mit seiner Frau insKH weil sie Rückenschmerzen hat. Wohlgemerkt am Wochentag um die Mittagszeit. Alle Arztpraxen haben offen, aber es musste das KH sein. Er meint die saßen da von 8 bis 15uhr dann hat sie Schmerzmittel bekommen und konnte gehen.
      Dafür war er nicht bei der Arbeit undicht allein 🫠
      Man liebts

    14. EitherGiraffe on

      Arbeite in der Notaufnahme.

      Meiner Erfahrung nach sind die Hauptfaktoren:

      – Schlechte Versorgungslage mit langen Wartezeiten. Dadurch werden aus kleineren, gut behandelbaren Problemen akute Notfälle oder sie werden zumindest so belastend, dass der Patient sie als solche wahrnimmt.

      – Erneut schlechte Versorgungslage mit langen Wartezeiten, jedoch hat der Patient nun schlichtweg die Schnauze voll und nutzt die Notaufnahme bewusst als Ersatz aus. Wird dadurch verstärkt, dass ablehnende Ärzte oder der kassenärztliche Notdienst während der Ablehnung oft genau dazu raten, Hauptsache der Patient nervt nicht mehr. „Ja, wenn es nicht anders geht, gehen Sie eben in die Notaufnahme.“

      – Migration aus Ländern, in deren System ein Besuch niedergelassener Ärzte nicht üblich ist. Wir haben oft ganze Familien aus arabisch sprechenden Ländern hier stehen, die sich keines Fehlverhaltens bewusst sind. Die haben aus ihrer Sicht zuhause getan, was sie konnten und da das nicht hilft, gehen sie eben zum Arzt, was wohl in deren Heimat einen Trip zum Krankenhaus bedeutet. Leider sind diese oft sehr aufgebracht und durch die Gruppendynamik einer der Hauptgründe für den Bedarf nach Sicherheitspersonal.

    15. IRockIntoMordor on

      Bei allen Ärzten, wo ich die letzten 2 Jahre war, höre ich im Wartezimmer stets das gleiche zu terminlosen Personen: „Wir nehmen leider keine neuen Patienten auf.“

      Wo sollen die Leute denn hin?

      Ist auch völlig egal ob Hausarzt, HNO, Kardiologe, Hautarzt oder sonstwer. Teilweise sitze ich da wie ein Maulwurf, weil ich nur über den Termindienst der TK (ähnlich 115116) in die Praxis gekommen bin. Die zahlen nämlich extra und plötzlich passt doch noch ein Neupatient rein.

      Mein Hausarzt hat keine Termine bis Februar. Hausarzt. Seit 15 Jahren. Ich müsste eine kleine Sache besprechen – muss ich jetzt 3 Monate warten. Oder zum Notfall aufbauschen.

      Marode wie fick. Bald britische Verhältnisse hier.

    16. Salty-Yogurt-4214 on

      Mehr alte Menschen, mehr Menschen in der Notaufnahme. Könnte es schon überwiegend erklären.

    17. SkillazZ_PS4 on

      Ich war letzte Woche im Krankenhaus, Ü30, letzter Krankenhaus Aufenthalt war glaube ich als Kind mit 6/7. Über die Woche 5 andere mit im Zimmer gehabt. Alle Ü60. Als ich in die Notaufnahme kam war ich auch mit Abstand der jüngste von allen die da waren. Ne Studentin die mir Blut abgenommen hat meinte schön mal jemand jüngeren zu haben. wir haben viele alte Menschen in der Gesellschaft und das wird nicht besser in den kommenden Jahren.

    18. Specialist_Theme_380 on

      NRW-Klinik hier: Unsere Notaufnahme wird als „Allgemein-Arzt“ Anlaufstelle missbraucht. Vor allem am Wochenende sind 30-50% der Kontakte völliger Quatsch und schlicht der Bequemlichkeit geschuldet. Wir mussten in den letzten 5 Jahren nicht nur das klinische Personal in der Notaufnahme verdoppeln, sondern zusätzlich bewachen zwei Sicherheitsdienstmitarbeiter 24 * 7 unsere ZNA, weil es immer häufiger zu ernsten Zwischenfällen kommt, die man auch im Wochentakt in den Lokalnachrichten nachlesen kann. Die Menschen werden immer unangenehmer und frecher. Wenn das WLAN in der ZNA mal Überlastet ist, wird rumgepöpelt. Aber wirklich aufregen tun uns die, die mit ihren Mercedes / BMW / Audi-PKWs in der Liegendanfahrt „parken“, unseren RTWs die Rangiermöglichkeiten nehmen & mit vier Mann in der ZNA stehen (oder mehr…). Leider darf man nicht sagen welcher Herkunft die (Herren) sind. Es ist wirklich schlimm geworden.

    19. EmbarrassedPizza6272 on

      Würde die Kassenärztliche Vereinigung mal den Finger aus’m Arsch ziehen und ein paar Praxen (Fach- wie Hausärzte) zulassen, wäre die Lage nicht so angespannt. Aber nein, man kuckt alle zwei oder so Jahre, ja reicht dicke, und weiter gehts mit dem Notstand.

    20. Maestus1337 on

      Möchte es nicht als einzige Ursache aufzeigen, aber den Elefanten im Raum sieht hier scheinbar niemand. Der Anstieg der Zahlen beginnt mit dem entfernen sämtlicher Präventionsmaßnahmen, die wir mit Beginn der Covid Pandemie eingeführt haben. Keine Viruserkrankung ist so gut erforscht, wie Covid. Die Langzeitfolgen und Sekundärkrankheiten sind so umfassend in Studien herausgearbeitet worden (Herzerkrankungen, Diabetes, Hirnveränderungen, Schlaganfälle, Post COVID, ME/CFS, POTS, you name it) und die Gesellschaft ignoriert das einfach. Aber der Mensch ist einfach der Meister in Verdrängung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

      Gez.: ein Post-Covid Betroffener

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