
Joschka Fischer: Trumps Maga-Bewegung will die EU zerstören – mit Nationalismus | Der US-Präsident ist kein Ideologe, Vance, Bannon und Co sind es schon. Sie lehnen die EU und ihre Werte ab und setzen dabei offen auf die Rechtsparteien
https://www.derstandard.at/story/3000000298444/trumps-maga-bewegung-will-die-eu-zerstoeren-mit-nationalismus

13 Kommentare
No Shit, Sherlock.
Richtig. Die US-Administration ist der Feind der EU. Ihr außenpolitisches Verhalten und das Auftreten der Trump Admin Vertreter in anderen Ländern hat das unleugbar gemacht.
Man muss sich nur die Rhetorik anhören. Die verstecken das nämlich nicht wirklich, das ist alles sehr offen getragen.
Das ewige Problem der EU ist, dass sie damit umgeht wie mit allem anderen auch: Verstritten und in Gletscher-Schmilz-Geschwindigkeit. Die EU muss reformiert und Handlungsfähiger werden, sonst sehe ich für die Zukunft schwarz.
Die EU ist es gewohnt den USA als Partner hinterherzulaufen aber wenn sie in der Zukunft nicht gewillt ist selbst zu entscheiden werden es andere, gegen die Interessen der EU-Bürger, tun.
Oha da hat der alte Joschka wohl wirklich was entdeckt. Krass, dass das noch niemandem außer ihm aufgefallen ist. 😅
Haben etwa alle schon den Chat der US-Regierung vergessen und ihre feindseligen Absichten gegenüber Europa?
JD Vance Rede in München?
Die UNO Versammlung wo die USA und Israel gegen eine Resolution zum Ukraine Krieg abstimmten?
Ich könnte bis morgen weiterschreiben und mehr auflisten
Hat er 100% recht.
Das Problem liegt doch eher an uns Europäern. Man kann nur das ausnutzen, wofür auch schon der Boden bereitet wurde und wenn man sich mal so ansieht, wie hier Nachbarn übereinander sprechen, und immer nur ihre eigenen Interessen vertreten ist es nur logisch, dass man diese Grundstimmung nutzen kann.
Wir nehmen oft gar nicht wahr, wie verhasst Deutschland in der EU oft ist. Teils natürlich berechtigt, teils aber auch, weil man ihm die Schuld an allen Problemen gibt. Umgekehrt schimpft man hier natürlich immer sehr gerne über Frankreich oder Griechenland. Die Zusammenarbeit ist da nie wirklich in die Köpfe der Menschen gekommen, sondern hat fast immer nur auf politischer Ebene stattgefunden.
Und umgekehrt werden unliebsame Entscheidungen gerne über die EU lanciert, damit man in den Nationalstaaten seine Hände in Unschuld waschen kann.
Das ändert natürlich nichts daran, dass die EU auch tatsächliche Probleme mit sich bringt, die wir hätten angehen müssen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.
Den Karren haben wir Europäer leider selbst gegen die Wand gefahren.
Und was macht die EU? Kriecht Trump in den Arsch und unterwirft sich.
Trump ist nur noch Fassade, dem ging es bei der zweiten Präsidentschsft nur darum sich hinterher zu bereichern und nicht im Knast zu landen. Was die Leute von Projekt 2025 hinter seinem Rücken treiben ist ihm egal. wäre auch nicht überrascht wenn er nach den Zwischenwahlen „abdankt“ und Vance übernimmt.
Um die EU in ihrer heutigen Gestalt wäre es mir nicht schade.
Es sind mal wieder die 20er. Eine dieser Zeiten in denen man zu spüren bekommt wie dünn der Faden ist der unsere Gesellschaft und die Zivilisation zusammen hält. Dünn genug um von Gestalten wie diesen zerrissen zu werden.
Ein bisschen Kultur und Bildung, ein bisschen Wohlstand, ein zerbrechlicher Status Quo wie eine beschädigte Porzellanfigur in der Vitrine.
Eigentlich hätte mit der Jahrtausendwende eine übergabe von Verantwortung, Wissen und Vertrauen stattfinden müssen. Das ging den Menschen aber zu schnell und so werden wir immernoch vom kalten Krieg, Consumerism und Kleindörfigkeit regiert.
Dass das nicht weiter funktioniert sieht mittlerweile jeder.
In jedem Land Europas gibt es mittlerweile ein solides Drittel dass sich das Ende Europas herbeisehnt und ein Ende ihrer Gesellschaft. Unserer demokratischen Vertreter haben vor allem was in der Welt abgeht schon lange kapituliert. Gestaltet wird nur noch die eigene Pension. Tun nicht mal mehr so als wären sie dem Wähler irgendwas schuldig.
Sowas wie ein „winning picture“, eine klare Liste von Zielen und Meilensteinen für einen Ausweg aus dieser Kriese gibt es nicht. Es gibt nicht mal mehr Leute die so eine entwickeln könnten – die waren nämlich nicht profitabel genug. Nicht pragmatisch. Ein Konsenz zwischen altem und neuem Weg ohnehin zu unmöglich.
Und jetzt stehen wir da.
Tja.
Wenn der Faden reißt wird es in 50 Jahren kein Europa mehr geben. Das wird anteilig alles USA, China und Russland sein. Und wir werden das mit offenen Armen empfangen haben, weil wir es zuhause zwischen unserem tyrannische Vater und den tyrannische Kindern nicht ausgehalten haben.
Und am Ende will man wieder von nichts gewusst haben.
Der Traum vom Bollwerk Europa, der nie Wirklichkeit wurde, weil uns der Mut fehlte. Der Mut, über nationale Eitelkeiten hinauszuwachsen. Der Mut, Verantwortung zu übernehmen statt zuzuwarten. Der Mut, gemeinsam zu handeln, bevor andere über uns entscheiden.