Wenn es für Führung nur 300€ mehr gibt, warum gibt es dann Männer, die dieses Angebot wählen? Es sollte jedem klar sein, dass der effektive Stundenlohn dann runter geht.
Tavi2k on
Führungspositionen bei denen man nur 300 Euro brutto mehr im Monat verdient sind halt einfach keine richtigen Führungspositionen. Insbesondere wenn man wie in dem Beispiel dann auch noch die normale Arbeit machen muss, und das nur obendrauf kommt. Das ist einfach kein gutes Angebot.
iSoinic on
>Wie sehr belastet meine Entscheidung das Familienleben? Werde ich dann noch all meinen Rollen gerecht? Kann ich überhaupt gut mit Menschen umgehen? Konflikte lösen? Dalkmann kennt einige Führungskräfte und beobachtet, dass sich Frauen sehr kritisch mit diesen Gedanken beschäftigen. Auch sie selbst. Und Männer? Die würden sich diese Fragen oft nicht stellen. „Sie sehen vor allem das Karrieresprungbrett“, sagt Dalkmann. Allerdings bezweifelt sie, ob so wirklich die besten Führungskräfte führen.
Da spricht sie was an…
War mich auch nicht bewusst, wie weit Deutschland mittlerweile im europäischen Vergleich hinterher hinkt bei Frauen in Führungspositionen.
OutsideNectarine6503 on
Das sind keine Führungspositionen, sondern lediglich Platzhalter, die so viel wie „Nerv nicht“ bedeuten und mit 300€+ auch eine Beleidigung darstellen.
Ingam0us on
Die (KI generierte) Audio Version ab ca -13:30 ist einfach Gold.
KI wird die Menschheit unterjochen.
Sum-_-Noob on
Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz was ich von dem Artikel halten soll…
> Frauen durchdenken Vereinbarkeitsfragen kritischer
Denn dieser Abschnitt ist ja nicht wirklich schuld des Patriarchates. Das sind Überlegungen und Abwägungen die jeder für sich machen muss, bloß wenn ein guter Teil der Frauen gar nicht erst will, dann bringt auch eine Frauenquote nichts.
> Der Staat zementiert die klassische Aufteilung
> Im Ländervergleich schneidet Deutschland miserabel ab. Bei der Allbright-Studie wurde der Frauenanteil in den Vorständen der 40 größten Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den USA verglichen. Mit knapp 26 Prozent liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz – hinter sich nur Polen. In Großbritannien und Frankreich ist fast jedes dritte Vorstandsmitglied eine Frau.
Nicht nur ist die Wortwahl absolut irreführend, denn im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich sind wir ein bisschen unter 9% hinterher. Das ist zwar auch ein gewisses Stück, aber bei weitem nicht so viel wie es suggeriert wird. (Finde ich zumindest, vor allem weil es nur die 40 größten Unternehmen betrachtet)
Was Ich noch viel weniger verstehe: Was hat der Staat damit zu tun? Werden Vorstände nicht vom Unternehmen ausgewählt?
> Ein Glas Wein mit dem Chef? Da entstehen doch sofort Gerüchte
An dem Abschnitt wird schon etwas dran sein, aber auch hier stellt sich für mich die Frage, was soll man auf Institutioneller Ebene machen, so dass man den Flurfunk innerhalb einer Firma vom Kindergarten Niveau wegbekommt?
Kann das bei mir auf der Arbeit auch nicht ganz widerspiegeln, aber klar, Flurfunk haben wir natürlich auch.
> Ein Kollege bekam den Posten. Ohne Begründung
Der Part ist natürlich kacke, aber wenn man in so einer Bude arbeitet, ist es wahrscheinlich Zeit für einen Arbeitsplatzwechsel…
> Ihr Rat: Hauptsache, man bringt sich ins Gespräch!
Der letzte Part ist natürlich wahr und eigentlich auch die beste Lösung. Ich möchte auch gerne bald eine Beförderung bekommen, habe aber auch mit meinem Chef darüber gesprochen (beinhaltet einen Standortwechsel). Und mein Chef möchte mich da auch unterstützen. Wenn man eine gewisse Kompetenz an den Tag legt und dazu ambitioniert ist, dann hat man auch Chancen weiter zu kommen. Wäre ich nur kompetent, würd aber mit niemanden über meine Ambitionen und Hoffnungen sprechen, dann stehen die Chancen auch schlechter. Ich habe auch ein, zwei Punkte an denen ich zu kurz komme. Wenn man dort nicht ein gutes Wort eingelegt bekommt, wird das nichts. Weshalb es wichtig ist auf sich und seine Ambitionen aufmerksam zu machen, ohne zu viel zu erwarten.
Noch hab ich die Stelle nicht, und mal schauen ob das überhaupt was wird, aber Ich lasse mich nicht davon abschrecken, dass Ich der jüngste in solch einer Position wäre, mit meinen dann 23 Jahren (zumindest im Unternehmen, könnte aber auch gut deutschlandweit sein). Mehr als nein Sagen können sie nicht…
JerryNomo on
Vielleicht sind Familie und 40h einfach nicht miteinander vereinbar?
throwaway195472974 on
Warum sollte es für Führungspositionen mehr Geld geben? Das ist eigentlich nur ein Symptom einer defekten Karrierestruktur in vielen deutschen Firmen. Hier gibt es meist eine Fachkarriere, die hat man nach ein paar Jahren durchgespielt. Der nächste Schritt, auch Gehaltstechnisch, ist dann eine Führungsposition, weil da nur da noch weitergeht. Daher kommt dann das Mehrgehalt, quasi durch den Aufstieg, weniger durch die Aufgabe. Da steht auch irgendwo die Erwartung dahinter dass „chef = bekommt viel Geld“.
In den USA bzw. Firmen aus USA sind sie weiter. Hier gibt es eine Fachkarriere parallel zur Leitungskarriere. Plötzlich sind die Fachkarrieren nicht mehr nach oben gedeckelt. Was es dann übrigens auch ermöglicht, fachlich zu bleiben, und dennoch sehr gut zu verdienen. Das war einer der Gründe für mich übrigens zu wechseln. Früher wollte ich auch unbedingt „Projektleiter“ werden, eventuell sogar ne kleine „Abteilung“ haben. Mittlerweile sitze ich halbwegs zufrieden auf ner fachlichen Stelle die deutlich mehr Geld bringt als solche Leitungsaufgaben in deutschen Firmen.
Leave A Reply
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
9 Kommentare
[removed]
Wenn es für Führung nur 300€ mehr gibt, warum gibt es dann Männer, die dieses Angebot wählen? Es sollte jedem klar sein, dass der effektive Stundenlohn dann runter geht.
Führungspositionen bei denen man nur 300 Euro brutto mehr im Monat verdient sind halt einfach keine richtigen Führungspositionen. Insbesondere wenn man wie in dem Beispiel dann auch noch die normale Arbeit machen muss, und das nur obendrauf kommt. Das ist einfach kein gutes Angebot.
>Wie sehr belastet meine Entscheidung das Familienleben? Werde ich dann noch all meinen Rollen gerecht? Kann ich überhaupt gut mit Menschen umgehen? Konflikte lösen? Dalkmann kennt einige Führungskräfte und beobachtet, dass sich Frauen sehr kritisch mit diesen Gedanken beschäftigen. Auch sie selbst. Und Männer? Die würden sich diese Fragen oft nicht stellen. „Sie sehen vor allem das Karrieresprungbrett“, sagt Dalkmann. Allerdings bezweifelt sie, ob so wirklich die besten Führungskräfte führen.
Da spricht sie was an…
War mich auch nicht bewusst, wie weit Deutschland mittlerweile im europäischen Vergleich hinterher hinkt bei Frauen in Führungspositionen.
Das sind keine Führungspositionen, sondern lediglich Platzhalter, die so viel wie „Nerv nicht“ bedeuten und mit 300€+ auch eine Beleidigung darstellen.
Die (KI generierte) Audio Version ab ca -13:30 ist einfach Gold.
KI wird die Menschheit unterjochen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz was ich von dem Artikel halten soll…
> Frauen durchdenken Vereinbarkeitsfragen kritischer
Denn dieser Abschnitt ist ja nicht wirklich schuld des Patriarchates. Das sind Überlegungen und Abwägungen die jeder für sich machen muss, bloß wenn ein guter Teil der Frauen gar nicht erst will, dann bringt auch eine Frauenquote nichts.
> Der Staat zementiert die klassische Aufteilung
> Im Ländervergleich schneidet Deutschland miserabel ab. Bei der Allbright-Studie wurde der Frauenanteil in den Vorständen der 40 größten Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den USA verglichen. Mit knapp 26 Prozent liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz – hinter sich nur Polen. In Großbritannien und Frankreich ist fast jedes dritte Vorstandsmitglied eine Frau.
Nicht nur ist die Wortwahl absolut irreführend, denn im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich sind wir ein bisschen unter 9% hinterher. Das ist zwar auch ein gewisses Stück, aber bei weitem nicht so viel wie es suggeriert wird. (Finde ich zumindest, vor allem weil es nur die 40 größten Unternehmen betrachtet)
Was Ich noch viel weniger verstehe: Was hat der Staat damit zu tun? Werden Vorstände nicht vom Unternehmen ausgewählt?
> Ein Glas Wein mit dem Chef? Da entstehen doch sofort Gerüchte
An dem Abschnitt wird schon etwas dran sein, aber auch hier stellt sich für mich die Frage, was soll man auf Institutioneller Ebene machen, so dass man den Flurfunk innerhalb einer Firma vom Kindergarten Niveau wegbekommt?
Kann das bei mir auf der Arbeit auch nicht ganz widerspiegeln, aber klar, Flurfunk haben wir natürlich auch.
> Ein Kollege bekam den Posten. Ohne Begründung
Der Part ist natürlich kacke, aber wenn man in so einer Bude arbeitet, ist es wahrscheinlich Zeit für einen Arbeitsplatzwechsel…
> Ihr Rat: Hauptsache, man bringt sich ins Gespräch!
Der letzte Part ist natürlich wahr und eigentlich auch die beste Lösung. Ich möchte auch gerne bald eine Beförderung bekommen, habe aber auch mit meinem Chef darüber gesprochen (beinhaltet einen Standortwechsel). Und mein Chef möchte mich da auch unterstützen. Wenn man eine gewisse Kompetenz an den Tag legt und dazu ambitioniert ist, dann hat man auch Chancen weiter zu kommen. Wäre ich nur kompetent, würd aber mit niemanden über meine Ambitionen und Hoffnungen sprechen, dann stehen die Chancen auch schlechter. Ich habe auch ein, zwei Punkte an denen ich zu kurz komme. Wenn man dort nicht ein gutes Wort eingelegt bekommt, wird das nichts. Weshalb es wichtig ist auf sich und seine Ambitionen aufmerksam zu machen, ohne zu viel zu erwarten.
Noch hab ich die Stelle nicht, und mal schauen ob das überhaupt was wird, aber Ich lasse mich nicht davon abschrecken, dass Ich der jüngste in solch einer Position wäre, mit meinen dann 23 Jahren (zumindest im Unternehmen, könnte aber auch gut deutschlandweit sein). Mehr als nein Sagen können sie nicht…
Vielleicht sind Familie und 40h einfach nicht miteinander vereinbar?
Warum sollte es für Führungspositionen mehr Geld geben? Das ist eigentlich nur ein Symptom einer defekten Karrierestruktur in vielen deutschen Firmen. Hier gibt es meist eine Fachkarriere, die hat man nach ein paar Jahren durchgespielt. Der nächste Schritt, auch Gehaltstechnisch, ist dann eine Führungsposition, weil da nur da noch weitergeht. Daher kommt dann das Mehrgehalt, quasi durch den Aufstieg, weniger durch die Aufgabe. Da steht auch irgendwo die Erwartung dahinter dass „chef = bekommt viel Geld“.
In den USA bzw. Firmen aus USA sind sie weiter. Hier gibt es eine Fachkarriere parallel zur Leitungskarriere. Plötzlich sind die Fachkarrieren nicht mehr nach oben gedeckelt. Was es dann übrigens auch ermöglicht, fachlich zu bleiben, und dennoch sehr gut zu verdienen. Das war einer der Gründe für mich übrigens zu wechseln. Früher wollte ich auch unbedingt „Projektleiter“ werden, eventuell sogar ne kleine „Abteilung“ haben. Mittlerweile sitze ich halbwegs zufrieden auf ner fachlichen Stelle die deutlich mehr Geld bringt als solche Leitungsaufgaben in deutschen Firmen.