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    16 Kommentare

    1. Tl;dr

      Nutzfahrzeughersteller MAN wird in den nächsten 10 Jahren 2.300 Arbeitsplätze an seinen Standorten in München, Salzgitter und Nürnberg abbauen, auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden. IGM und Betriebsrat sind alarmiert, sie sorgen sich wegen der Verlagerung von Produktionsteilen nach Polen auch um Arbeitsplätze im Forschungs- und Entwicklungsbereich, die in den Mutterkonzern Traton ausgelagert sind.

    2. >Betriebsrat und IG Metall kritisieren die Pläne von MAN scharf. Diese gefährdeten „auf lange Sicht die Existenz des Münchner Stammwerks“, sagt Sybille Wankel von der IG Metall. „Niemand verliert heute seinen Arbeitsplatz, aber perspektivisch bedeutet die Entscheidung, dass der MAN-Truck der Zukunft in Polen gebaut wird und nicht in München.“ Und wenn „künftig alle Teile für einen Lkw in Polen gefertigt und von dort nur für die Montage nach München transportiert werden, liegt auf der Hand, dass irgendwann auch die Montage in München zur Disposition steht.“

      So wird es ausgehen und dahin kann man ja auf Führungsebene ein bisschen „schubsen“. Investitionen hier runterschrauben, dafür in Polen hoch halten und in ein paar Jahren können die hiesigen Werke immer weniger mit den anderen Werken im internen Betriebsstättenvergleich mithalten und dann muss das Management leider die harte Entscheidung treffen, zum Wohle des Gesamtkonzerns, da doch mal den Rotstift ansetzen zu müssen.

      Den Satz von heute kann man dann 1:1 nochmal benutzen.

      >MAN müsse sich dem „anhaltend schwächelnden Truck-Markt in Deutschland anpassen und seine Kostenposition weiter verbessern“, begründete das Unternehmen den geplanten Stellenabbau. Belastend seien hohe Strom- und Arbeitskosten und der steigende Druck der asiatischen Konkurrenz. Dies schlage sich auch auf die Rendite nieder. „Wir gehen jetzt in eine Hochinvestitionsphase und müssen anhaltend Gewinne erwirtschaften, um unser Produktportfolio auszuweiten“, sagte der MAN-Sprecher.

    3. Es reiht sich der nächste hinter VW, Bosch, Porsche, Lufthansa, Continental, ZF, Infineon, Thyssenkrupp, Audi und was nicht noch alles.

      Geschätzt 100-150.000 Jobs in DE. Wann gab es sowas zuletzt? Vorallem das sind knackige IGM Stellen gewesen.

    4. Ambitious-Speech-322 on

      Surprised Pikachu face: Kaufkraft wird anderswo verlagert, wieso zieht die Binnennachfrage nicht an ?

    5. Die Lohnstückkosten sind halt viel zu hoch bei uns. Aber klar, werden ja rund 50% der Lohnkosten an die Alten geschoben.

      Und aus Merz‘ Herbst der Reformen ist bloß eine weitere Rentenerhöhung geworden. Kannste dir nicht ausdenken.

    6. Wenn wir demnächst alle bis 73 arbeiten sollen sei so langsam die Frage erlaubt: Was denn?

    7. knoetzgroef on

      Die produzieren hier noch was? Hätte gedacht,es kommt mittlerweile alles aus Polen und der Türkei, nachdem Neoplan Plauen geschlossen wurde…

    8. Nur so als Frage: wenn die Industrie ihre Geschenke in Arbeitsplatzverlagerungen „investiert“, müssen wir ihnen dann später keine Geschenke mehr machen, weil ja keine Arbeitsplätze mehr dran hängen?

    9. Bei den bereits angekündigten höheren Lohnnebenkosten (Rente lässt grüßen) und der völligen Ideenlosigkeit unserer Politiker, das Land zu modernisieren und wirtschaftlich voranzubringen, wird es immer so weiter gehen.

    10. Zum Glück sind die meisten Jobs, die wegfallen in Bayern und Bayern gehört nicht zu Deutschland. Puh, nochmal Glück gehabt.

    11. „Kommen die Fachkräfte nicht zu uns, gehen wir zu den Fachkräften * “

      * Fachrkäfte bedeutet in diesem Zusammenhang Mitarbeiter,die Dumpinglöhne und miese Arbeitsverträge hinnehmen.

    12. StickyThickStick on

      In deutschland ist der Lohn, die Lohnnebenkosten zu hoch und es gibt zu viele Auflagen und Regularien.

      Andere Länder haben aufgeholt mit der Bildung, dass es sich hier nicht Lohnt zu produzieren

    13. ManagerOfLove on

      Und wie viele von den Stellen sind Stellen, die nach Rente nicht mehr neu besetzt werden?

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