VW, Mercedes, BMW, Audi: Liebe zum Verbrenner gefährdet die deutsche Autoindustrie

    https://www.spiegel.de/auto/elektroauto-kaufen-nein-danke-liebe-zum-verbrenner-gefaehrdet-die-deutsche-autoindustrie-a-e30a9abc-d68c-40f6-b16e-fd4c629d658d

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    17 Kommentare

    1. https://archive.ph/xuoeZ

      > […] Inzwischen scheinen Anzeichen von Reaktanz sogar auf einige Hersteller überzugehen. Opel und Audi wollen länger Verbrenner verkaufen als zwischenzeitlich angekündigt. Porsche kündigte im September an, verstärkt auf Benziner und Hybride zu setzen, weil das Stuttgarter Unternehmen zu wenig E-Autos verkauft.

      > Dabei boomen im kritischen Markt China Elektrosportwagen wie der Xiaomi SU7, auch als »Porsche-Killer« bekannt. Er wurde innerhalb kürzester Zeit mehr als 200.000-mal verkauft. Das zweite Modell von Xiaomi, das Elektro-SUV YU7 verzeichnete am ersten Verkaufstag mehr als 240.000 Bestellungen. Porsche nimmt den Elektro-Kampf nicht an, sondern baut aus Angst wieder Autos mit der veralteten und ineffizienten Verbrennertechnik. Chinesische Hersteller sagen danke.

      > Claus-Christian Carbon erinnern solche Rückwärtsbewegungen an die Anfänge der E-Mobilität in Deutschland. Der BMW i3 sei bei seiner Premiere im Jahr 2013 ein hochinnovatives Produkt gewesen, dank der neuen Elektroplattform sowie den vielen nachhaltigen Materialien. »Doch was wurde gemacht? Der i3 wurde zerredet und schließlich von vielen als Fremdkörper bei BMW angesehen«, so Carbon. 2022 wurde die Produktion des BMW i3 schließlich eingestellt. »Wir Deutschen neigen in Bezug auf unsere E-Autos nicht nur zur Selbstkritik, sondern regelrecht zur Selbstvernichtung«, sagt Carbon. […]

    2. Liegt nicht nur an der Liebe zum Verbrenner, schonmal versucht als Mieter ein E-Auto zu kaufen/leasen? Verhandlungen mit Hausverwaltung + Vermieter über Wallbox, dann darf man nur den örtlichen Stromanbieter für die Wallbox nutzen. Anschließend braucht man dann noch eine Ladekarte und hat eine Grundgebühr (warum ist mittlerweile überall ein drecks Abo) und die Wallbox muss auch gewartet werden. Wenn ich dann mal nicht zuhause lade funktionieren nicht alle Ladestationen mit der Karte, na super und die Preise sind auch intransparent.

      Sorry aber wenn mein Leasing nächsten April ausläuft gibt es leider wieder einen Verbrenner. Einsteigen fahren, tanken und wieder fahren. Wenn E-Auto fahren nicht so unglaublich viel komplizierter und nerviger wäre, würde ich sogar ziemlich sicher umsteigen. Nach einigen Probefahrten finde ich die nämlich top.

    3. Mediocre-Answer-1378 on

      Das ganze erinnert so krass an Telefunken, Braun, Blaupunkt und wie sie alle hießen. Das waren Weltmarktführer mit mehreren hunderttausend beschäftigten, aber durch ihre überhebliche starköpfigkeit, bei gleichzeitigem overengineering, haben sie perfekte Produkte einfach am Markt vorbei entwickelt. Klar gibt ein paar Unterschiede, vor allem hat sich die Politik ja da nicht so eingemischt, aber trotzdem erinnert es daran.

    4. Jeder mit etwas Ahnung ist das schön bewust, aber jetzt noch mall einige Verbrenner raus hauen und die Elektrifizierung bisschen ausbremsen macht noch einige Zeit die Quartal Abschlüsse weniger grottig. In einigen Jahren machen wir dann, schwer Steuer bezuschusst, die Läden dann eh dicht. Leute wie der Friedrich versteht das und findet es gut. So viel Angst für die Zukunft und liebe für kurzfristige gewinnen das man die Zukunft komplett mit Absicht verpasst.

      Deutschland als Industrie und Automobil Herstellungsort, das war einmal..

      Die komische Witz ist; die Öl Konzerne plannen indirect schon mit ihren eigenen Untergang, versuchen nur so lange wie möglich Geld raus zu nehmen aber investerungen und Forschung haben die schön stark gedrosselt; mehr Geld für die Aktionäre so schnell wie möglich ist das einzige Ziel.

      Die ganze westliche Welt geht kaputt an reines Kurzfristigkeit, investieren in die Zukunft können die Aktionäre sich nicht leisten. In einigen Jahren steht wirklich alles, veraltet, zu Verkauf.

    5. Also letztendlich scheitert es am politischen Willen aka der Lobbynähe unserer Regierung. Die Ladeinfrastruktur ist aus privater Konsumentensicht in einem so desolaten Zustand, hier braucht es Standardisierung von Tarifen und Transparenz. Ohne private Wallbox / Lademöglichkeit kann man sich aus finanzieller Sicht einfach nicht für ein E-Auto entscheiden. Ich hab das Thema mehrfach versucht vor mir selbst zu rechtfertigen 5-10k mehr für einen Stromler auszugeben…

    6. LuLMaster420 on

      Boomer-Narrativ:

      „Wir werden von Brüssel/Berlin/Greta/den Globalisten GEZWUNGEN, E-Autos zu kaufen. Wir wollen richtige Autos mit Sound, Charakter und Benzin im Blut. Alles andere ist Unfreiheit und der Nanny-Staat regelt jetzt auch noch, wie ich Auto fahre!“

      Gen Z/Millennial-Konter:

      „Ihr verbrennt den Planeten, hängt an der Vergangenheit und habt nur Angst vor allem, was nicht wie euer alter BMW klingt. E-Autos sind cool und eure Panik vor TikTok-Batterien ist schon wieder boomer.“

      Industrie-Meme:

      „Leute, ehrlich: Uns ist egal, was ihr kauft Hauptsache, ihr wechselt alle drei Jahre das Auto und macht brav neue Kredite. Dass alles nach ein paar Jahren Schrott ist, ist Feature, kein Bug.

      Nebenbei: China ist meilenweit voraus und wir kriegen langsam Schweißausbrüche.“

    7. Vielleicht sollte man das so sehen China plant Jahrzehnte voraus in Europa nur von Wahl zur Wahl , und die Wirtschaft muss sich alle 4 Jahre neu aufstellen …

    8. Efficient_Mistake384 on

      Wie war das? Wer nicht mitgeht, der geht?

      Traurig, aber wenn man sich nicht anpassen kann, dann ziehen halt die anderen vorbei.

    9. HammerTh_1701 on

      Man hat den Absprung verpasst. Zu lange mit Dienstwagenprivileg und Lobbyismus auf dem Heimatmarkt rumgepimmelt und Prestige-Geschütze für den amerikanischen und chinesischen Markt gebaut, ohne den Wandel mitzunehmen.

    10. jemand-ander3s on

      Der Verbrenner ist nunmal quasi eine deutsche Erfindung. Klar ist die Fangemeinde hier riesig. Solch eine Autokultur wie hier gibt es höchstens noch in den USA und Japan.
      Für viele ist es halt ein Hobby, das scheinen viele nicht zu verstehen.

      Wenn wir günstige Strompreise und ein vernünftig ausgebautes Landenetz mit einheintlichen Standards hätten, bräuchte es garkein Verbrenner Vebot.

      Mit Verboten hat man Menschen noch nie abgeholt und wird es auch niemals. Mich wundert der Unmut vieler nicht.
      Man darf auch nicht vergessen, dass es außerhalb Europas gerade mal ein evtl. zwei Hände voll Länder gibt, wo es überhaupt ein Verbot gibt. In vielen Regionen sind wir noch sehr weit davon entfernt.

      Außerdem liegen die Probleme unserer deutschen Herrsteller noch ganz wo anders, als nur beim E-Auto. Das China diesen Moment nun nutzt, war natürlich lange absehbar. Wobei sich auch dort der Markt in den nächsten paar Jahren massiv bereinigen wird.

    11. Jo seh ich ein. Hab mir jetzt trotzdem wieder einen BMW 320d Bj17 gekauft. Ist aktuell einfach immer noch leichter für mich. Bei meinen Eltern mit PV-Anlage aufm Eigenheim sieht die Sache wieder anders aus, die fahren nur noch E.

    12. Sind alles Marken die aufgrund ihrer Hybris untergehen dürfen. Da gibt’s kein Mitleid meinerseits.

    13. Ich nehme an, die letzten 3 1/2 Jahre Regierung mit den Grünen ist schuld. Nicht die letzten 500 Jahre CDU-Regierungen.

    14. idontcareaboutmynick on

      Immer das gleiche. VW wollte lange auf 100% E-Auto. Kauft aber keiner, also muss man länger Verbrenner verkaufen als man will.

    15. Der Motor eines Verbrenners hat mehrere tausende bewegliche Verschleißteile. Mit Getriebe und Abgasanlage noch viel mehr.

      Ein E-Auto hat so zwischen 20-30 bewegliche Einzelteile an der Stelle. Allein das ist der krasseste Vorteil der E-Autos und das ist auch der Hauptgrund, warum sie sich irgendwann durchsetzen werden.

      Ich mein schaut euch einfach mal an, wie viel Platz so ein Motor mit Lüftung etc. einnimmt.

      Der Tag ist vielleicht noch nicht da, aber langfristig wird die Entwicklung, Produktion und Instanthaltung eines E-Autos VIEL effizienter sein als ein Verbrenner.

      Die einzige Ausnahme bei Verbrennern würde ich machen bei einigen Nutzfahrzeugen und Sportwägen. Niemand möchte eine Quartz-Uhr von Rolex, obwohl die Quartz-Uhr viel viel besser sind.

      Aber halt eben mit einer Steuer von 100% oder so.

    16. Temporary-Nothing433 on

      > Das ist eine Frage des Preises. Deutsche Autobauer können nicht zu chinesischen Preisen produzieren, und die Leute haben nicht das Geld um zu sagen, hey, zehntausend mehr oder weniger, wen juckts. Das ist das Kernproblem. Das können wir auch mit Elektroautos nicht lösen.

      Das konnten wir noch nie. Solarindustrie, Batterien und Forschung dafür, Unterhaltungselektronik, LED-Beleuchtung, Telekommunikationsnetzwerke, Haushaltsgeräte, … Alles kam mal aus Europa, dann wurde für billigere Produktion nach China verlagert. Die haben dann mit unserer Forschung ihre eigenen Sachen billiger und schneller produziert. Die Europäischen Firmen konnten preistechnisch nicht mehr mithalten und sind aus dem Markt verschwunden.

      Wenn China hunderte Milliarden an Subventionen bereitstellt, nur um Preise zu drücken und die Konkurrenz aus dem Markt zu drängen, dann wehren wir uns einfach nicht. ¯_(ツ)_/¯

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