
Maung Phyo war kein williger Soldat: Der 25-Jährige sagte, er sei im vergangenen Dezember vom myanmarischen Militär mit vorgehaltener Waffe entführt worden, als er auf einer 500 Meilen entfernten Farm Reis erntete. Während der Grundausbildung wurden ihm die Haare rasiert und seine persönlichen Gegenstände beschlagnahmt, bevor ihm eine Militäruniform und eine Identifikationsnummer verliehen wurden.
Nachdem das Militär Ende 2023 und Anfang 2024 unerwartet hohe Verluste auf dem Schlachtfeld erlitten hatte, führte es im Februar 2024 eine Wehrpflicht ein und schickte im April die ersten neuen Soldaten zur Ausbildung. Einige Analysten prognostizierten damals, dass eine solche Zwangsrekrutierung nach hinten losgehen und mehr junge Menschen dazu drängen würde, sich den Widerstandskräften Myanmars anzuschließen oder sogar das Militär von innen heraus zu untergraben.
Stattdessen scheint die Wehrpflicht – zusammen mit der zunehmenden politischen Unterstützung aus China – einer der Hauptfaktoren gewesen zu sein, der dazu beigetragen hat, die Dynamik des Konflikts in Myanmar wieder zugunsten des Militärregimes umzukehren. Bis November hat das Militär 17 Gruppen mit jeweils 4.000 bis 5.000 neuen Rekruten eingezogen, darunter Maung Phyo.
„Der Wehrpflichtplan des Militärs erweist sich als erfolgreich“, sagte der politische Analyst Min Zaw Oo und fügte hinzu, dass viele neue Rekruten anstelle einer hohen Desertionsrate vor Ort befördert wurden. Er sagte, dass die ersten beiden Gruppen von Wehrpflichtigen mit militärischen Unterstützern besetzt waren, um die Loyalität zu gewährleisten, während spätere Runden offenbar auf die wirtschaftlich Schwächsten abzielten.
Maung Pyo sagte, dass in seiner Einheit von etwa 250 Soldaten nur 21 neue Wehrpflichtige seien, was darauf hindeutet, dass die Einheiten nicht übermäßig auf Wehrpflichtige angewiesen sind – was es für diejenigen, die zwangsweise rekrutiert wurden, schwieriger macht, zu entkommen oder sich dem Dienst zu entziehen. Dennoch gelang es Maung Phyo, Kontakt zur Karen National Union (KNU) aufzunehmen, Myanmars ältester ethnischer bewaffneter Gruppe, die seit langem ein Kernmitglied der breiteren Demokratiebewegung ist. Er meldete die Bewegungen seiner Einheit dem KNU, bis die Gruppe ihm half, zu desertieren und nach Thailand zu fliehen.
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This article describes some of the ebb and flow of the current conflict in Myanmar as well as how conscription has played a role more recently. There have been reports of coerced participation on both sides of the conflicts. This article follows one story of a young man conscripted into the military juntas army.