
ARD und ZDF: Sind die noch zu retten? – In Zeiten von Populismus und Fake News braucht es ARD und ZDF mehr denn je. Doch die Sender gelten als teuer, träge und belehrend. Statt überfällige Reformen anzustoßen, klammern sich Intendanten an das umstrittene Beitragssystem.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/ard-und-zdf-sind-die-noch-zu-retten-a-fe682799-b184-4de3-b4aa-a15e867f7f26

26 Kommentare
der eindruck von clickbait und quoten drängt sich inzwischen bei beiden auf. eine neutrale und fundierte berichterstattung und solide formate im politischen bereich stelle ich mir anders vor….
Mmh, die gigantischen Reformen, die gerade stattfinden und die dazu führen, dass in den nächsten Jahren mehrere Sender (egal, wie stark sie genutzt werden) verschwinden bzw. ins Digitale verlagert werden, sind wohl keine Reformen.
Die Tatsache, dass inzwischen die Arbeitsverträge bei Neueinstellungen komplett anders aussehen und die Öffentlich-Rechtlichen damit eins ihrer letzten Pfunde (sicherer Arbeitsplatz und Planungssicherheit) verlieren, auch egal.
Der nächste Punkt, dass man in anderen Ländern sehr gut sieht, was es in diesen irren Zeiten bedeutet, keinen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu haben – ebenfalls egal.
Naja, Hauptsache mal wieder was gesagt
>Klammern sich Intendanten an das Beitragssystem
Irgendwo müssen ja die gut 30.000 Euro Pension pro Monat allein für Thomas Bellut herkommen!
Die Grundannahme dass man ARD und (!) ZDF in der aktuellen Form jetzt „mehr denn je“ braucht ist natürlich absurder Quatsch
Ich finde die Reformen weniger interessant. Die öffis sollten sich lieber darauf besinnen nicht die Springer Medien nachzuplappern und besser Fakten und Wahrheit zu berichten.
In Zeiten von Populismus und Fake News brauchen wir natürlich den Bergdoktor, Sturm der Liebe und Rote Rosen! Belanglose triviale Unterhaltung, Unbedingt!
Der ÖRR will offenbar abgeschafft werden, anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Entscheidungen wie das geplante Ende des linearen KiKa-Programms sorgen in der Bevölkerung für noch mehr Kritik am Rundfunkbeitrag. Hinzu kommen teure Sportrechte und große Unterhaltungsshows, weitgehend doppelte Berichterstattung (Nachrichten, Promis, Luxus) durch parallele Strukturen sowie ein Unterhaltungsprogramm, das zu großen Teilen aus Krimis und Telenovelas besteht.
Nachrichtenformate und Polit-Talkshows werden zudem zu stark von parteinahen Gremien und Interessen beeinflusst, sei es der schwarze oder rote Freundeskreis oder die Politiker selbst in den Ausichtsräten. Korruption und Fehlentscheidungen der Union werden daher kaum thematisiert. Besonders das Verhalten von Spahn und das Ablenkungsmanöver mit Brosius-Gersdorf war einfach nur noch lächerliche Propaganda.
Der ÖRR muss dringend nach Wünschen jüngerer Bürger reformiert werden, um wieder breitere Unterstützung zu erhalten und seinem öffentlichen Auftrag glaubwürdig nachzukommen. Der ÖRR ist in seiner jetzigen Form nicht mehr tragbar.
Die ARD ist teurer als die ganze BBC, inzukommt ZDF und Rundfunk. Während in vielen Ländern mit ähnlichem System darum gestritten wird, die Beiträge zu verkleinern, bekommt der deutsche ÖRR den Hals nicht voll genug. Irgendwo müssen die absurdhohen Intendantengehäter und -Renten (von denen wir uns natürlich gleich fast ein Duzend leisten) herkommen. Caren Miosga ist zwar keine Intendantin, bekommt aber trotzdem fast 20000€ pro Sendung dafür dass sie eine Journalistin larpen kann. Warum?
Zusammenstreichen, und zwar rigoros. Ein Infokanal, ein Unterhaltungskanal, ein Kulturkanal. Politik raus aus den Gremien.
EDIT Das Drehtürsystem zwischen Politik und ÖRR gehört auch gestoppt. Es ist einfach fragwürdig erst ‚kritischer‘ Journalist zu sein, dessen Unabhängigkeit vom ÖRR-Beitrag garantiert werden soll, und dann zum Bundespressesprecher auszusteigen, um anschließend Botschafter zu werden.
Und die Intendanten sind Teil des Problems. Völlig unverhältnismäßig aufgeblähte Gehälter, Zweitwohnungen etc.
Teuer, träge: ja
Belehrend: mittlerweile nicht mehr.
Braucht man alles nicht. Es ist schon ein Hohn, dass man für etwas, was man nicht nutzt und nicht will eine Gebühr bezahlen muss und dann dennoch Werbung habe. Heute in der Streamzeit sollte man sich selbst aussuchen sollen ob ich es möchte oder nicht. Wenn ich die Öffentlichen will, dann ein Abo Model wie Netdlix und co. Wenn nicht, dann nicht. Und dann ergibt sich doch von selbst, was die Sender mit dem dann noch vorhandenem Geld anstellen können, was nicht. Wer den Mutantenstadtl Volksbums mochte kann ja dafür bezahlen. Oder Tatort oder Liebe im Wasserglas oder weiß ich was es da noch gibt. Ich hab da keinen Bock drauf, muss die scheiße dennoch bezahlen.
Das System muss komplett reformiert werden. Also wirklich von Grund auf. Auch die Finanzierungsmethode muss in meinen Augen hinterfragt werden.
Für grundlegende Reformen müssen vor allem die Länder mitspielen.
Natürlich klammern sie sich daran.
Das ist wie Rentner mit Rentenerhöhung, sie Zahlen die Rechnung nicht, bekommen aber was sie „verdient“ haben und es ist natürlich noch viel zu wenig…
ich reagiere auf jede reform der öffentlich rechtlichen allergisch weil ich weiß welche wichtige aufgabe unabhängige medien in einer zeit haben in der der faschismus wieder aufersteht.
Ich habe gerade den Artikel von der tagesschau.de über Söder und seine Mini-atomreaktoren gelesen. Dort zitieren sie Markus Söder mit allen seinen Falschinformationen. Wieso werden Falschinformationen im öffentlich-rechtlichen nicht eingeordnet und korrigiert?
https://www.tagesschau.de/inland/soeder-forderung-mini-akw-100.html
Und: die Insitutionen machen sich nicht gerade, wenn Fehler passiert sind, das ist eigentlich das schlimmste. Erst nach mehrmaligem Nachtreten und „fact checks“ von dritten werden journalistische Fehler eingeräumt. Das Belehrende kommt halt dazu, während in den obersten Stockwerken der Glaspaläste Italienische Böden verlegt werden.
Gez nicht teurer als 10 Euro im Monat. Das steigert die Akzeptanz wieder. 100te Krimiserien und Zukäufe aus Ausland braucht keiner.
ÖRR ist viel zu aufgebläht für die heutige Zeit, aber trotzdem sehr wertvoll an sich.
Alles abschaffen, was den ÖRR teurer als 10 Euro macht. Nur noch drei übergreifende Regionalsender wie Nord, West, Süd o.ä.
Doppelte Sendungen bei ARD und ZDF sind rausgeschmissenes Geld.
Intendantengehälter runter. Moralisch unzulässig hohe Pensionen streichen. DIE GOTTVERFICKTE 4536453103 FOLGE VOM TRAUMSHIFF UND BERGDOKTOR MAL NICHT PRODUZIEREN.
Mehr Geld für Dokus, Investigation, Kulturprogramme. Bam
In Zeiten von Populismus und Fake News braucht man sich einfach nur den Tagesschau Instagram-Kanal anschauen und anerkennen, dass wir schon verloren haben.
Wir brauchen kein ARD und ZDF, wir brauchen das, was ARD und ZDF eigentlich sein sollten, aber bei Weitem nicht sind.
Ich würde ARD und ZDF viel lieber unterstützen wenn sie mehr sinnvolles Programm machen würden. Guter Journalismus, Dokus, etwas mit Bildungswert.
Aber ich sehe halt nicht wirklich ein warum ich gezwungen werden soll dutzende verschiedene Schlager Shows, ungefähr ein tausend baugleiche Krimiserien und dann noch den romantischen Liebesschmarn zu finanzieren.
Hätte ich die Wahl würde ich das sofort stoppen.
Ich sehe Maischberger und Lanz und nein die sind nicht mehr zu retten.
Man schaue sich mal an, wer da mittlerweile in den Rundfunkräten sitzt und das Sagen hat, dann braucht einen nichts mehr zu wundern.
Mittlerweile gehe ich von gezielter Sabotage aus, damit man irgendwann sagen kann „Schaut ja doch keiner“ und stampft alles ein, was einem nicht in den Kram passt und auf Linie ist. Dafür gibts dann eine großzügige Spende aus der Privatwirtschaft.
Der belehrende Faktor stört mich als Schweizer auf den deutschen Kanälen besonders. Auf unseren Sendern kommt man sich irgendwie emanzipierter vor.
Zum Glück gibt es Populismus und Fake News nicht im ÖRR.
wäre schon ein Anfang wenn man sich nicht ins eigene Bein schiessen würde, indem man männer-, frauen- menschen- und realitätsfeidliche Podcasts wie „Brave Mädchen“ rausbringt. Ich warte immernoch auf Böhmermann der aufdeckt dass er dahinter steckt. Oder Joko und Klaas die getestet haben wie viel Müll man FUNK andrehen kann.