Das ist eben leider der Zeitgeist.
Eine Gesellschaft aus Individualisten entsolidarisiert sich eben.
Ich weiß nur nicht ob der Rechtsruck eine Folge oder die Ursache dafür ist.
DocSprotte on
Wird bestimmt besser, wenn man die jungen Leute erstmal ein Jahr für umme knechtet, um die Löhne im Pflegesektor zu drücken.
TheWalkingRain on
„Diejenigen, die ehrenamtlich arbeiten, denen muss man doch mal die Frage stellen: ,Wieso könnt ihr nicht auch für 2000 € arbeiten?‘“
Steuern und Abgaben bei Ehrenamt wann?
jr5mc1lio03fbc4zqsf8 on
Ehrenamtliche Arbeit muss man sich leisten können heutzutage wo alles teurer wird
SkyesBride on
Das hat wenig mit „Zeit nehmen“ zu tun, und mehr mit „Oh bitte kannst du mal wir sind echt zu wenig Leute“
Embarrassed_Tap6927 on
Bin unter Strafandrohung zum Ehrenamt verdonnert. Das macht absolut keinen Spaß, bringt berufliche Nachteile ein, aber Hauptsache, man kriegt einen warmen Händedruck.
DasToyfel on
Welche Tätigkeiten fallen euch eigentlich zu Ehrenamt ein? Ist ein Hobby und eine Gruppe von gleichgesinnten Kulturschaffenden betreuen auch schon Ehrenamt?
Dawnwatcher1008 on
Hatte früher über mehrere Jahre in meiner Kirchengemeinde im Kinder & Jugendbereich ehrenamtlich mitgearbeitet, irgendwann gings im Job dann aber richtung burnout und ich hatte dann weniger Energie für die Arbeit in der Gemeinde.
Als ich dann mal von einem der Leiter gefragt wurde was denn los sei und ich meine Situation erklärte kam dann nur ein „Ja stell dich doch nicht so an, jeder hat mal etwas Stress auf der Arbeit. Gott und die Gemeinde geht vor!“
Danach wars für mich mit der Gemeinde und dem Ehrenamt auch erledigt.
Stattdessen neuen Beruf gelernt und arbeite seitdem als Erzieher im Kinder und Jugendbereich, es macht mir genauso viel Spaß wie früher im Ehrenamt aber ich bekomme jetzt auch noch ordentlich Geld dafür (mehr als in meinem alten Job).
Hab seitdem auch kein bedürfnis danach gehabt nochmal irgendwo ehrenamtlich mit zu arbeiten.
Pagz111 on
Ich kann nicht so richtig glauben, dass sich 37% der Bevölkerung ehrenamtlich engagiert. Ich bin Anfang dreißig, mit Uniabschluss (so wie die meisten meiner Bekannten), also genau die Gruppe, die sich laut Artikel am häufigsten ehrenamtlich engagiert. Trotzdem würde ich schätzen, dass maximal(!) 5-10% meiner Bekannten ein Ehrenamt ausübt.
Ich bin selbst Jugendwart im Verein. Wir machen die gesamte Jugendarbeit zur Zeit zu zweit, weil sich kein dritter Jugendtrainer finden lässt. Und das, obwohl unsere Abteilung fast 200 Mitglieder hat und das Jugendtraining sogar mit einer Aufwandsentschädigung belohnt wird. Das gleiche Problem haben wir bei den weiteren Aufgaben, die in unserem Verein so anfallen.
Die Bereitschaft zum Ehrenamt hat leider in den letzten Jahren extrem abgenommen…
Pflaumenmus101 on
Hatte leider während meiner freiwilligen Tätigkeit in einem gemeinnützigen Verein unfassbar viel Willkür, Machtmissbrauch und Gewalt erlebt. Mit wenig Möglichkeiten der Unterstützung, für mich aber auch für zukünftige Projekte, die von diesem Verein organisiert werden.
Es war im Bereich der Bildungsarbeit und durch all die Missstände wurden einige Förderrichtlinien verletzt, was besonders frustrierend ist, da mir die Arbeit nicht nur Spaß machte, sondern ich sie für sinnvoll und eben gemeinnützig hielt.
Der Verein stellte sich quer gemeinsam die Missstände aufzuarbeiten, die Fördergeber sehen Konflikte gemeinhin als Projektinterne Angelegenheiten an und somit außerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches, mit dem Verweis, das mit dem Verein oder auch dessen Vorstand zu klären. Blöd nur, wenn all das vor allem vom Vorstand ausgeübt wird und man selbst nicht mal ordentliches Mitglied im Verein ist und somit intern auch nichts bewirken kann.
Kann mir gut vorstellen dass es nicht wenigen so ergeht.
Dizzy-Interaction205 on
Die ein oder andere Feuerwehr müssten mal von ihrem hohen Ross runterkommen und nicht mehr nach dem
Spruch leben ,, Nur der Eintritt und Austritt ist freiwillig, alles andere Pflicht“.
Dann hätten die sicher den ein oder anderen der gern eintreten würde.
AdCivil7820 on
Mehr Zeit nehmen korreliert mit weniger ehrenamtlichen Kräften, bei mir zumindest. Ich wäre bspw. gern früher aus dem Waldbrandeinsatz abgelöst worden, aber es gab einfach keinen Nachschub. Dann zieht man halt durch. Wieder und wieder. Freude am Ehrenamt ist das dann nicht mehr, sondern nur noch ein verkorkstes Pflichtbewusstsein
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12 Kommentare
Das ist eben leider der Zeitgeist.
Eine Gesellschaft aus Individualisten entsolidarisiert sich eben.
Ich weiß nur nicht ob der Rechtsruck eine Folge oder die Ursache dafür ist.
Wird bestimmt besser, wenn man die jungen Leute erstmal ein Jahr für umme knechtet, um die Löhne im Pflegesektor zu drücken.
„Diejenigen, die ehrenamtlich arbeiten, denen muss man doch mal die Frage stellen: ,Wieso könnt ihr nicht auch für 2000 € arbeiten?‘“
Steuern und Abgaben bei Ehrenamt wann?
Ehrenamtliche Arbeit muss man sich leisten können heutzutage wo alles teurer wird
Das hat wenig mit „Zeit nehmen“ zu tun, und mehr mit „Oh bitte kannst du mal wir sind echt zu wenig Leute“
Bin unter Strafandrohung zum Ehrenamt verdonnert. Das macht absolut keinen Spaß, bringt berufliche Nachteile ein, aber Hauptsache, man kriegt einen warmen Händedruck.
Welche Tätigkeiten fallen euch eigentlich zu Ehrenamt ein? Ist ein Hobby und eine Gruppe von gleichgesinnten Kulturschaffenden betreuen auch schon Ehrenamt?
Hatte früher über mehrere Jahre in meiner Kirchengemeinde im Kinder & Jugendbereich ehrenamtlich mitgearbeitet, irgendwann gings im Job dann aber richtung burnout und ich hatte dann weniger Energie für die Arbeit in der Gemeinde.
Als ich dann mal von einem der Leiter gefragt wurde was denn los sei und ich meine Situation erklärte kam dann nur ein „Ja stell dich doch nicht so an, jeder hat mal etwas Stress auf der Arbeit. Gott und die Gemeinde geht vor!“
Danach wars für mich mit der Gemeinde und dem Ehrenamt auch erledigt.
Stattdessen neuen Beruf gelernt und arbeite seitdem als Erzieher im Kinder und Jugendbereich, es macht mir genauso viel Spaß wie früher im Ehrenamt aber ich bekomme jetzt auch noch ordentlich Geld dafür (mehr als in meinem alten Job).
Hab seitdem auch kein bedürfnis danach gehabt nochmal irgendwo ehrenamtlich mit zu arbeiten.
Ich kann nicht so richtig glauben, dass sich 37% der Bevölkerung ehrenamtlich engagiert. Ich bin Anfang dreißig, mit Uniabschluss (so wie die meisten meiner Bekannten), also genau die Gruppe, die sich laut Artikel am häufigsten ehrenamtlich engagiert. Trotzdem würde ich schätzen, dass maximal(!) 5-10% meiner Bekannten ein Ehrenamt ausübt.
Ich bin selbst Jugendwart im Verein. Wir machen die gesamte Jugendarbeit zur Zeit zu zweit, weil sich kein dritter Jugendtrainer finden lässt. Und das, obwohl unsere Abteilung fast 200 Mitglieder hat und das Jugendtraining sogar mit einer Aufwandsentschädigung belohnt wird. Das gleiche Problem haben wir bei den weiteren Aufgaben, die in unserem Verein so anfallen.
Die Bereitschaft zum Ehrenamt hat leider in den letzten Jahren extrem abgenommen…
Hatte leider während meiner freiwilligen Tätigkeit in einem gemeinnützigen Verein unfassbar viel Willkür, Machtmissbrauch und Gewalt erlebt. Mit wenig Möglichkeiten der Unterstützung, für mich aber auch für zukünftige Projekte, die von diesem Verein organisiert werden.
Es war im Bereich der Bildungsarbeit und durch all die Missstände wurden einige Förderrichtlinien verletzt, was besonders frustrierend ist, da mir die Arbeit nicht nur Spaß machte, sondern ich sie für sinnvoll und eben gemeinnützig hielt.
Der Verein stellte sich quer gemeinsam die Missstände aufzuarbeiten, die Fördergeber sehen Konflikte gemeinhin als Projektinterne Angelegenheiten an und somit außerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches, mit dem Verweis, das mit dem Verein oder auch dessen Vorstand zu klären. Blöd nur, wenn all das vor allem vom Vorstand ausgeübt wird und man selbst nicht mal ordentliches Mitglied im Verein ist und somit intern auch nichts bewirken kann.
Kann mir gut vorstellen dass es nicht wenigen so ergeht.
Die ein oder andere Feuerwehr müssten mal von ihrem hohen Ross runterkommen und nicht mehr nach dem
Spruch leben ,, Nur der Eintritt und Austritt ist freiwillig, alles andere Pflicht“.
Dann hätten die sicher den ein oder anderen der gern eintreten würde.
Mehr Zeit nehmen korreliert mit weniger ehrenamtlichen Kräften, bei mir zumindest. Ich wäre bspw. gern früher aus dem Waldbrandeinsatz abgelöst worden, aber es gab einfach keinen Nachschub. Dann zieht man halt durch. Wieder und wieder. Freude am Ehrenamt ist das dann nicht mehr, sondern nur noch ein verkorkstes Pflichtbewusstsein