
Die freigegebenen E-Mails von Jeffrey Epstein zeigen, dass sein Interesse an den Ereignissen in der Slowakei größer war als bisher berichtet. Die von TV Markíza veröffentlichten Informationen enthüllen den genauen Zeitrahmen der Kontakte, die Einzelheiten der Reisepläne und die Tatsache, dass der Finanzier an Schlüsselfiguren der slowakischen Politik interessiert war – darunter Robert Fico, Petr Pellegrini und Zuzana Čaputová.
Erste Erwähnungen: „Miro ist da“ und Treffen im August
Den Akten zufolge tauchen erste Hinweise im Juni 2018 auf, als Epstein schreibt: „Miro ist hier“ und hinzufügt, dass es „eine Menge zu besprechen“ gebe. Während dieser Zeit hielt sich Miroslav Lajčák als Präsident der UN-Generalversammlung häufig in New York auf.
Im August 2018 nimmt die Kommunikation konkrete Züge an. Am 22. August berichtet Epstein, dass „Miro nächste Woche in New York sein wird“ und dass er „nur mit ihm schreibt“. Dann, am 27. August, schreibt er, dass „Miro nach Palm Beach kommt“ und lädt eine andere Person ein: „Kommen Sie zumindest für einen Tag ganz privat. Er, Sie und ich können Strategien entwickeln.“ Er bietet auch einen Transport an: „Ich schicke Ihnen gerne ein Flugzeug, das Sie in Washington abholt und zu mir und Mir bringt.“
Gleichzeitig weist das Portal TV Noviny in dem Artikel darauf hin, dass sich Lajčák zu diesem Zeitpunkt nachweislich in New York aufhielt, was durch eigene, in sozialen Netzwerken veröffentlichte Fotos bestätigt wurde.
Die Startitup-Redaktion versuchte, Kontakt zu Miroslav Lajčák aufzunehmen. Wir werden den Artikel aktualisieren, sobald wir eine Antwort erhalten. Epstein befasste sich auch mit Ficos Partei, Pellegrinis Unterstützung und Čaputs Kandidatur
Die umfangreichste Mitteilung bezog sich auf die Novemberkrise 2018, als Lajčák im Zusammenhang mit dem UN-Migrationspakt über einen Rücktritt nachdachte. Laut TV Novín schreibt eine anonyme Person – die aus dem Kontext Lajčák zugeschrieben wird –: „Wenn die Slowakei ihre Unterstützung für den Migrationspakt zurückzieht, werde ich über einen Rücktritt nachdenken. Das ist eine große Neuigkeit in allen Medien. Möglicherweise muss ich dies tun, um meine persönliche und berufliche Integrität zu schützen.“
Epstein antwortet mit der Frage: „Und der Premierminister ist auf Ihrer Seite? Habe ich Recht, dass Sie gegen das Parlament sind?“ Markíza erinnert sich, dass Peter Pellegrini damals Premierminister war, während der Druck, die Partei zu verlassen, von Robert Fico ausging, der nach der Ermordung des Journalisten Ján Kuciak von seinem Amt als Premierminister zurücktrat, aber weiterhin Vorsitzender der Smer-Partei blieb.
Gleichzeitig enthüllt TV Noviny, dass Epstein sich auch zu den Präsidentschaftswahlen 2019 geäußert hat. Über Zuzana Čaputová schreibt er: „In der Slowakei – eine linke Frau von außerhalb der Regierung, ohne jegliche Erfahrung, und sie wird Präsidentin. Miro ist damit fertig.“ Der unbekannte Gesprächspartner antwortet, dass „Miro versuchen sollte, sie zu kriegen.“ Epstein fügt hinzu, dass Lajčák „nicht der Typ ist, der es hart angeht“.
Streit um Kommunikation und Epsteins Ratschläge
In anderen Nachrichten empfiehlt Epstein, wie ein Diplomat seine Position zu Hause erklären sollte. Er kritisiert die Formulierung „es liegt nicht auf dem Tisch“ als unzureichend: „Der Satz ‚es liegt nicht auf dem Tisch‘ klingt zu leichtfertig … Sich vor dem Problem zu verstecken und davonzulaufen schafft noch mehr Probleme.“
Er schlägt ihm auch einen Slogan vor: „Slowaken verstecken sich nicht und rennen nicht. Wir stehen aufrecht und sagen …“
In einem Bericht vom 12. Februar 2019 gibt Epstein an, dass „Mike Pompeo mit Mir in der Slowakei war“. TV Markíza erinnert daran, dass über diesen damaligen Besuch des amerikanischen Außenministers berichtet wurde.
In einem der letzten aufgezeichneten Wortwechsel fasst Epstein Lajčáks Funktionen zusammen: „Slowakischer Außenminister. Derzeitiger Vorsitzender der OSZE. Ehemaliger Vorsitzender der UN-Generalversammlung.“ Und er fügt hinzu: „Und am wichtigsten – ein Freund.“ Die Antwort der anonymen Person lautet: „Ja, ja, ja.“ Epsteins Netzwerke und politische Ambitionen
Wie wir berichteten, zeigen die im US-Kongress analysierten Dokumente auch, dass Epstein seit langem versucht, sich als Person mit einem Ansatz zur internationalen Politik zu präsentieren. Den von Startitup geschilderten Informationen zufolge schrieb er beispielsweise an Steve Bannon, dass Lajčák „der Präsident der UN“ sei und dass er „das europäische Projekt leiten“ könne.
An anderen Stellen behauptete er, wenn Russland Donald Trump verstehen wolle, müsse Außenminister Sergej Lawrow „durch Gespräche mit mir Einsicht gewinnen“. Die Akten deuten also darauf hin, dass Epstein versucht hat, sich das Bild eines informellen Akteurs der Weltdiplomatie zu machen.
Gleichzeitig enthalten die Dokumente auch Passagen, die in den USA großen politischen Druck auslösen, insbesondere solche mit Bezug zum ehemaligen Präsidenten Trump. Auch deshalb fordern die Demokraten im US-Kongress die Veröffentlichung der gesamten Ermittlungsakte, während die Republikaner von einer selektiven Auswahl der Unterlagen sprechen.
Von DreamerEight
5 Kommentare
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Keď Čaputovú nenávidel taký hajzel ako Epstein, tak viem, že sme si zvolili dobre 🙂
Kto potrebuje nejakého Epsteina keď tu máme Richtera.
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Na to, ze Epstein zacinal ako financny poradca sa celkom vypracoval. Nejeden Partnersak zavidi…
Ako sa vyjdaril JE, Miro potreboval zabezpecit rodinu, dostali ho na svoju stranu…
Epstein bol handler. Riadil sieť. Otázka pre koho.