
Es gibt noch eine weitere kreative, wenn auch unorthodoxe Option, die es wert ist, erkundet zu werden: die sogenannte „Nachitschewan-Lösung“.
Nachitschewan ist eine Exklave Aserbaidschans, die im Norden an Armenien und im Süden an den Iran grenzt und eine kurze, acht Kilometer lange Grenze mit der Türkei teilt. Die Türkei und Aserbaidschan führen regelmäßig gemeinsame Militärübungen durch. Im Rahmen der Nachitschewan-Lösung würde die Türkei ihr S-400-System für eine solche Übung in Nachitschewan stationieren – und es dort dann einfach in deaktiviertem oder eingemottetem Zustand belassen, wobei die türkischen Besatzungen nach Bedarf für Wartungsarbeiten ein- und auswechseln würden.
Darüber hinaus würde diese Vereinbarung das System vom türkischen Territorium entfernen und damit den Bedenken der USA und der NATO Rechnung tragen, es aber dennoch nahe genug im verbündeten Aserbaidschan halten, so dass es bei Bedarf schnell zurückkehren könnte. Dabei handelte es sich nicht um einen Verkauf oder eine Übertragung des Waffensystems in aserbaidschanischen Besitz. In diesem Szenario würden also etwaige Exportbeschränkungen Russlands für die S-400 keine Anwendung finden. Die Türkei würde die S-400 weiterhin besitzen und warten, allerdings außerhalb ihrer Grenzen. Parallel dazu sollte die Türkei dann wieder in das F-35-Programm aufgenommen werden und den Kauf von Patriot-Raketen ermöglichen.
Nakhchivan Solution | S400 & Turkiye
byu/Skol-Man14 inazerbaijan
Von Skol-Man14
1 Kommentar
This was discussed years ago in Twitter when S400 became an issue. Probably Luke also got ‘inspired’ by those discussions.
There has been yet no official announcement from neither Aze nor Tur to hint about the possibility of this so called solution.