Wenn zwei Heilsversprechen aufeinander treffen. Die einen heil’en halt einem Kanzler statt dem großen Huhu.
DrBhu on
Kickl spielt mit Religion wie mit einem Wahlplakat: grelle Farben, dünner Inhalt. Er zitiert Paulus’ Trias ‚Glaube, Hoffnung, Liebe‘ und verkauft sich als moralische Instanz – während die Kirche selbst vor parteipolitischer Vereinnahmung des Glaubens warnt.
Die Ironie ist kaum zu toppen: Ein rechtsnationaler Politiker inszeniert sich mit Verweis auf den wohl wichtigsten Missionar der Nächstenliebe – Paulus, geboren in Tarsus im heutigen Süden der Türkei, jüdischer Pharisäer, anfangs Verfolger der ersten Christ:innen, später nach seiner Bekehrung zentraler Verkünder des Evangeliums.
Dass diese Symbolik kirchliche Kritik provoziert, überrascht niemanden außer denen, die Politik mit Frömmigkeit verwechseln.
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Wenn zwei Heilsversprechen aufeinander treffen. Die einen heil’en halt einem Kanzler statt dem großen Huhu.
Kickl spielt mit Religion wie mit einem Wahlplakat: grelle Farben, dünner Inhalt. Er zitiert Paulus’ Trias ‚Glaube, Hoffnung, Liebe‘ und verkauft sich als moralische Instanz – während die Kirche selbst vor parteipolitischer Vereinnahmung des Glaubens warnt.
Die Ironie ist kaum zu toppen: Ein rechtsnationaler Politiker inszeniert sich mit Verweis auf den wohl wichtigsten Missionar der Nächstenliebe – Paulus, geboren in Tarsus im heutigen Süden der Türkei, jüdischer Pharisäer, anfangs Verfolger der ersten Christ:innen, später nach seiner Bekehrung zentraler Verkünder des Evangeliums.
Dass diese Symbolik kirchliche Kritik provoziert, überrascht niemanden außer denen, die Politik mit Frömmigkeit verwechseln.