
My2cents:
Da gibt es nichts zu verhandeln – außer sie wollen einen besseren Deal anbieten. Pacta sunt servanda.
Die haben darauf spekuliert, dass die Inflation sinkt, um haben sich verpokert.
Außerdem: Dieses ständige "Beamten"-Framing ist unwürdig (v.a. von dem sog. Qualitätsmedien). Das betrifft nicht nur die Beamten (die gibt es nur noch in den älteren Semestern), sondern ALLE Angestellten des Öffentlichen Dienstes. Krankenpersonal, Polizei, Lehrer:innen,…
PS: Und weil im Artikel vom "Beitrag aller" steht – natürlich nicht von Reichen, Erben und Konzernen.
https://www.derstandard.at/story/3000000286912/beamtengehaelter-regierung-will-lohnplus-neu-verhandeln?ref=niewidget
Von MacaronNo5646
12 Kommentare
PPS: Ich würde dem Marterbauer raten, dass er der Pröll-Aussage bzgl. „Beitrag aller“ sofort eine Erbschafts-, Vermögens- und Übergewinnsteuer sowie Kartellklagen gegen REWE, Spar,… einbringt. (weil wenn man eine Vereinbarung einseitig auflöst, dann kann man das bei anderen auch machen, oder?)
Aber was red ich – aufgelegte 11er ohne Tormann verwandeln die Roten für gewöhnlich in Eigentore (man erinnere sich an die Zeit, als in einer Pandemie eine Epidemiologin SPÖ-Chefin war).
Es ist absurd, wenn die gleiche Partei, die das beschlossen hat in der nächsten Regierung das Gegenteil macht. Bundesbediensteter zu sein wird im Vergleich zu Ländern und Gemeinden immer unattraktiver gemacht, obwohl der Bund sehr essentielle Aufgaben übernimmt.
Ich bin zwar für einen geringeren Staatssektor, aber nicht durch Gehaltseinsparungen, sondern geringere Neuaufnahmen/ und nur dort wo es Sinn macht Leute aufzunehmen. Große Einsparungen im Person kann man gerne in der Führungsrige im öffentlichen Dienst machen. Ansonsten sollten aber die Bediensteten fair entlohnt werden und die Medien mit ihren üppigen Medienförderungen und Partei mit Parteienförderungen sollen mit dem stupiden Beamtenbashing aufhören.
Das lassen sich die öffentlich Bediensteten bestimmt man gern von jemandem aus der Pröll-Dynastie sagen, der *mindestens* 16500€ brutto pro Monat verdient. Letztes Jahr wurde schon unter der Inflation abgeschlossen, es war so klar, dass sie ihr Wort nicht halten. Erbärmlich.
„damals war die finanzielle Lage nicht bekannt“ Jojo wer’s glaubt wird selig mindestens ein Koalitionspartner hat’s ganz genau gewusst und der andere hat auch Grad 7mia kalte Progression abgeschafft ohne gegen Finanzierung.
Der Standard is halt wirklich keine linke Zeitung sondern ein Hippies övpneos Partei Blatt. Wundert mich ja das sie zum neoliberal Stimmung machen nicht den szigetvari vorschicken
Unpopular Opinion:
– der öffentliche Dienst wurde viel zu lange als Postenbeschaffungsmaschinerie für Günstlinge aufgeblasen, du kannst locker in vielen Bereichen einen Großteil der Mannschaft abbauen und durch bessere/automatisierte Prozesse ersetzen. Ein nicht unwesentlicher Teil ist nur mit Selbstverwaltung beschäftigt.
– der Teil der nicht ersetzbar ist ist oft massiv unterbezahlt in Relation zur Verantwortung und den notwendigen Qualifikationen
Heißt für mich, in Wirklichkeit müsste man in einigen Bereichen Stellen streichen und in anderen ein massives Gehaltsplus draufpacken.
Gehts scheissen
> Das betrifft nicht nur die Beamten (die gibt es nur noch in den älteren Semestern)
Das stimmt so nicht, es kommen schon noch frische nach. Aber grundsätzlich hast du natürlich recht: Die Vertragsbediensteten sind die große Mehrheit.
Ich bin ned betroffen aber ich denk wenns das jetzt wieder aufmachen hams diese Option der Verhandlung für sich selbst und alle kommendem Regierungen verspielt.
Macht ja nie wieder irgendwer so an 2-Jahres-Abschluss wenns hint ausi dann heißt „Schme olé mochma doch ned“.
Sparen ja sicher, aber ned wad ausgemachtes aufbrechen. Da würd ichs eher stehen lassen und eine klare Message vorneweg schicken dass man sich bei den nächsten Verhandlungen halt auf weniger einstellen muss.
Eine Staffelung wäre auch eine Idee…
Der Beamte der € 6000 im Monat kassiert kann auch mit 2% + leben.
Für die Niedriglöhne ist es eine Frechheit.
Vom üblichen Beamtenbashing mal abgesehen, aber was liegt, das pickt.
Wenn’s jetzt anfangen solche 2-Jahres-Abschlüsse im 2ten Jahr neu zu verhandeln, bzw man sich nicht mehr drauf verlassen kann, dass das was verhandelt wurde dann auch eingehalten wird, sind diese künftig genau gar nichts mehr wert.
hab ich mir letztes jahr beim abschluss schon so erwartet – gepokert und verzockt!
und jetzt probieren wollen einseitig aufmachen und nachkorrigieren, gscheiter assimove.
Anstatt 9 Landtage zu reduzieren und kleine Gemeinden zusammenzulegen macht man es sich wieder leicht und will einfach nicht die Inflation ausgleichen. Schön langsam wundert es mich nicht, dass die FPÖ so einen Zulauf hat.