
Hallo R/ÖsterreichAnwesend
Wir unterbrechen heute unsere verantwortungsvolle Arbeit als Säule der Demokratie und Abrissbirne der Republik, um von 14 bis 15 Uhr ein AMA abzuhalten. Was wolltet ihr immer schon einmal vom zweitbeliebtesten Satire-Medium nach "Heute" wissen? Postet eure Fragen in den Kommentaren.
Wir freuen uns!
LG, die Redaktion
EDIT: Danke euch für die Fragen! Es hat uns Spaß gemacht. Wer noch mehr über uns erfahren will, dem sei unsere Bühnenshow "Tagespresse Live" ans Herz gelegt, da gibt der Chefredakteur selbst Einblicke in das Redaktionsleben. So, einen schönen Nachmittag noch, die nächste Elch-Emil-Meldung ruft!
Wir sind die Redaktion der Tagespresse AMA
byu/dietagespresse inAustria
Von dietagespresse
31 Kommentare
Wenn ihr als Satire-Medium die Realität kommentiert, habt ihr manchmal das Gefühl, die Realität sei inzwischen die bessere Satire?
Wie viele Abmahnungsschreiben/Anwaltschreiben mit Aufforderung zur Unterlassung erhaltet ihr so im Monatsschnitt?
Wie oft wurdet ihr angezeigt wegen eurer Satire, und wie oft ist aus den Anzeigen nichts geworden?
Gibt es immer noch Leute die nicht checken was Satire ist und euch nette Zuschriften o.Ä. zukommen lassen?
Hat euch schon mal wer vor die Tür gesobotkat?
Mir ist natürlich klar was Satire ist, aber: Habt ihr an eure Arbeit dennoch auch ein bissl einen journalistischen Anspruch bzw Bildungsanspruch (versucht ihr zwischen den Zeilen bzw durch den Kontext doch ein bissl politische Bildung zu vermitteln?), oder ist es reine Unterhaltung?
Wie kam euch die Idee, aus dem Stand heraus Österreichs einziges journalistisches Qualitätsmedium zu gründen? Bzw. gab es auch Momente, wo ihr euch überlegt habt, die feine Klinge der Satire an den Nagel zu hängen?
Wie finanziert ihr euch?
Ist von euch irgendwer aus dem Mostviertel? Mir kommt vor dass überdurchschnittlich viele Beiträge einen Bezug zum Scheibbser/Amstettner/Waidhofner Raum haben
Gabs schon mal einen (Gerichts-)Fall bei dem ihr wirklich um die (finanzielle) Existenz „geschwitzt“ habt? Also ein Fall der sowohl von der Streitsumme bzw. Konsequenzen und dem erwarteten Ausgang grenzwertig war?
Wie gut geht sich das für euch finanziell aus? Im Unterschied zur Konkurrenz dürftet ihr ja keine Presseförderung bekommen. Lebt ihr in der Redaktion von Ramen-Nudeln und eingetrockneten Wahlkampfgummibärchen oder könnt ihr euch die Weihnachtsfeier beim Plachutta leisten?
Welche Zeitung liegt am Redaktionsklo?
Beispiel: Eva Dichand verklagt Rentner wegen „Scheißblattl-Aussage“, ihr zahlt die Anwaltskosten bzw. macht Crowdfunding. Genauso als z.B. HC Strache die Mindestpensionistin verklagt hat. Denkt ihr nicht, dass ihr damit eine der obersten Regeln des Journalismus verletzt, indem ihr euch aktiv einmischt und die Story verändert? Eure „Gutmenscherei“ wird gach noch ein Beispiel für andere! Plant ihr solche Sachen aktiv ein oder schaut ihr von Fall zu Fall ob noch was in der Portokasse liegt? Hut ab jedenfalls, das waren top Aktionen.
Andere Frage: Könnt ihr eigentlich selbst noch über die Welt lachen? Ich meine, Trump schiebt gefühlt alle 15 Minuten irgendeine Wuchtel wo man sich auf die Stirn greift. Oder unsere Politiker mit teilweise sau deppaden Aktionen (Notebook in Kinderwagen, goldener Flügel, …). Wie geht man als seröses Medium damit um?
Ohne /s jetzt: Danke für mindestens einmal Lachen täglich. Das Abo ist echt schon tausendmal zurückgezahlt.
Wie geht ihr um mit einer zeit in der gefühlt satire zur wahrheit geworden ist? Wird es von jahr zu jahr schwerer oder ist das nur mein subjektives gefühl?
Wie sieht bei euch das Brainstorming aus? Ich denk mir inmer, wie man denn auf die Ideen kommt!
Gab es jemals wieder so einen viralen Hit wie Keuschi, das Känguru oder Snowden in Wien?
Glaubt ihr, dass ihr mittlerweile zu hohe Bekanntheit habt, dass sowas noch richtig abhebt?
wie rekrutiert ihr neue autor:innen?
Welche Story der letzten 10 Jahre der etablierten Presse hättet ihr am liebsten gehabt? Sprich: Was war für euch jene Pressemitteilung, wo ihr euch gedacht habt, dass kann nicht stimmen.
Mein EINZIGES Abo, danke für eure Arbeit!!
Welchen eurer Beiträge würdet ihr als euer Meisterwerk betiteln? Gibt es da einen bei dem ihr euch einig seid?
Wie war der Werdegang in Sachen Format & Gründung? Also anders gefragt was sind die Motivationen/Ziele die dahinter stehen.
Zweite Frage, habt ihr manchmal das Bedürfnis auch vom typos her nicht satirischen Content zu publizieren? Falls ja gibt es da eine alternative Platform für euch?
Welche/n Anwalt/Anwältin hasst ihr am Meisten?
Wie viele death-threats bekommt ihr so von diversen Lesern?
AI wird viele Jobs in der Zukunft ersetzen – gleichzeitig wird die Welt von Tag zu Tag absurder und es ist kaum mehr möglich Realität von Satire zu unterscheiden … wie geht ihr mit dieser ungewissen Zukunft um? habt ihr Angst um euren Job? Danke für euere Arbeit!
Wie kam eigentlich der Name zustande ? Und wer zum Teufel hat immer diese Ideen zu den Satirebeiträgen ?
Jetzt ernsthaft, ist Alkoholkonsum bei euch in der Arbeit verboten?
Gibt es einen Artikel dem Ihr bereut, oder wo Ihr dachtet, dass hätten wir anders machen müssen?
Wie schaut bei euch eine Redaktionssitzung aus?
Wie bestimmt ihr, wenn ein Witz zu böse ist/nicht veröffentlicht werden kann?
Sind bei den Sitzungen auch Anwälte anwesend, oder kriegen die erst später die Info, wenn eine Klagsdrohung/Klage kommt?
Ihr seids die Besten! Weiter so!
Wie recherchiert ihr eure Beiträge bzw. was inspiriert euch über ein Ereignis, einen Trend, eine Person usw. zu schreiben? Ist das in Eigenregie der jeweiligen Autorinnen oder kommt es manchmal vor, dass ihr sagt „jeder redet über diesen Elch, lass mal dazu was schreiben.“?
Wie geht ihr mit dem enormen Druck um als einziges ernstzunehmendes Qualitätsmedium dazustehen in Österreich?
Eure Meinung zum Titanic Magazin?
Habt ihr viel Kontakt zum Postillion oder anderen europäischen Satiremagazinen?
Wer finanziert euch?