Durchschnittspreis Eigentumswohnung/Haus 2023 in Österreich: 5500 Euro/m2. In der Bundeshauptstadt: 6500/m2.

    Für ein relativ kleines 80m2 Haus/Wohnung durchschnittlich 440 000.

    Das durchschnittliche Netto Einkommen je Arbeitnehmer lag 2023 bei 3257 Euro Netto/ Monat.

    Das Durchschnittshaus/wohnung kostet also 135 Monatslöhne.

    Durchschnittspreis Eigentumswohnung/Haus 2007 in Österreich lag bei 1660 /m2.

    Für ein relativ kleines 80m2 Haus/Wohnung durchschnittlich 132 800.

    Das durchschnittliche Netto Einkommen je Arbeitnehmer lag 2007 bei 2031 Euro Netto/ Monat.

    Das Durchschnittshaus/wohnung kostete also 65 Monatslöhne.

    Der finanzielle Aufwand für eine Eigentumswohnung/Haus hat sich also in den letzten 16-17 Jahren mehr als verdoppelt.

    Davor war es sogar noch einfacher. Ende der 90er sind die Mieten/Eigentumspreise richtig gepurzelt. So wurden die Mieten in z.B. Salzburg! zwischen 1998/99 um 9,7% billiger – in Wien um 3,1%.

    Im Durchschnitt sind die Preise für Eigentumswohnungen/Häuser in dieser Zeit um 3,7% gesunken.

    Ja ist toll dass viele Konsumgüter billiger geworden sind. Ich kann mir aber kein Haus aus Plasma TVs bauen. Zudem kaufe ich vielleicht 5-6 TVs in meinem ganzen Leben. Die Miete/Kredit muss ich jeden Monat zahlen. Wenn ich mir 5000-6000 Euro spare weil TVs/Elektronik billiger geworden sind, aber die Miete/Kredit jeden Monat um 500 Euro mehr sind also vor 20 Jahren, mache ich trotzdem einen fetten Verlust.

    Wohnraum in Form von Miete/Kredit sind die größten finanziellen Ausgaben welche man hat. Und diese haben sich in weniger als 20 Jahren mehr als verdoppelt. Verglichen zu den 60ern wahrscheinlich verfünffacht.

    Es war früher also wesentlich leichter und alle die das Gegenteil behaupten leben in einer Meinungsbubble welche nicht auf Fakten basiert und haben keine Ahnung wie einfach es früher war. Und wie viel schwerer es die heutige Generation hat.

    Von den gestiegenen Anforderungen in der Arbeitswelt (Magister heute das was Matura früher war) und dem Arbeitsstress (Zeitdruck weil man 2-3x mehr macht als früher) will ich gar nicht anfangen.

    https://www.ots.at/pressausendung/ots_20231219_otots0023/IMMOMBILIENWIRTSCHAFT-Oesterreich-202324

    https://www.oenb.at/isawebstat/stabffrage/crefereport?lang=de&original=false&report=7.1

    https://www.ots.at/Pressausendung/ots_20080609_otots0161/immobilienmarkt-hat-ich-2007-witer-stabiliSt

    https://www.ots.at/Pressausendung/ots_19990323_otots0135/mieten-und-eigentumspreis-witer-im-sikflug-2

    Früher was es wesentlich leichter sich Eigentum/Wohnraum zu leisten. Alle die das Gegenteil behaupten haben keine Ahnung wie viel einfacher es früher war.
    byu/Rebelliousdefender inAustria



    Von Rebelliousdefender

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    20 Kommentare

    1. Much_Divide_2425 on

      Bei all der Ahnung die du hast, hast du irgendwie trotzdem vergessen die Zinsen auch nur in einem Absatz zu erwähnen.

      Ein Vergleich der den Kaufpreis ohne Finanzierung behandelt ist sinnlos.

    2. Und so wie du schreibst, würdest du jetzt sicher auch Fakten, welche in eine andere Richtung deuten, ruhig und dankbar in deine Bewertung der Lage mit einfließen lassen, gell? 😉

    3. Seven_Cuil_Sunday on

      But try to explain this to someone who already owns or will inherit millions of euros of property and they’ll just tell you to work harder and/or save more.

      Fuck you, late stage capitalism.

    4. Tiroler_Manu on

      Es sind ja nicht nur die großen Brocken (Grund, Zinsen, etc.), es sind ja auch die Kleinigkeiten die das Geld massiv wegfressen.

      Ich weiß, dass wieder der Take kommt “ Früher hat man es halt selber gemacht ohne Firmen, viel mehr schwarz am Wochenende da sparst dir locker 50%“

      A.) Geht heut nicht mehr so wie früher da die Gesetze (zum Glück) strenger geworden sind und

      B.) Die gestiegenen Materialkosten hast trotzdem.

      Wenn man sich mal anschaut, allein was das „kleinzeug“ beim Obi (ja weiß Obi is schon immer teuer gewesen) gestiegen ist im Vergleich zu 2023, dann kannst du helfende Hände haben soviel du willst, die Kosten explodieren trotzdem im vergleich zu vor Corona.

      Und das machen die 5% Lohnerhöhung halt ned wett, wenn das Zeug 100-400% teurer geworden ist.

      Allein wenns schaust wie viel teurer im Vergleich etwas „einfaches“ ist wie Rigipsplatten, Schrauben, Spachtelmasse, Fugenbänder, Unterkonstruktionshölzer dafür, etc….

    5. Square_Piano7744 on

      Kernpunkt der diese Diskussion schwierig macht: jeder hat eine andere Definition von „Früher“, und vor allem auch wovon er/sie redet. Dein Vergleich in allen Ehren, aber er sagt genau eines aus: die Kosten im Vergleich zum durchschnitts-Nettogehalt sind höher geworden.

      Für die Leistbarkeit ist viel viel viel mehr relevant. Allein schon die Frage, wie es sich mit den sonstigen Lebenshaltungskosten (keine Luxusausgaben wie Plasma TV) verhält, und welchen Anteil am Einkommen diese ausmachen. Die Frage wie viele Erwachsene in einer Familie wie viele Stunden arbeiten? Die Frage WER für die Durchschnittseinkommen verantwortlich ist – ein 55 jähriger baut in der Regel kein Haus, daher ist vor allem das Durchschnittseinkommen der 20-35 jährigen relevant usw. usw.

      Die Antwort ist sicher nicht „früher wars einfacher“ oder „früher wars schwerer“ – es fließen einfach zu viele Variablen hier hinein.

    6. Prize-Leopard-8946 on

      Worüber aber auch zu wenig geredet wird: Die höheren Preise für Immobilien sind zum erheblichen Teil Resultat immer anspruchsvollerer Bauvorschriften. Lärmschutz, Brandschutz, Dämmung usw.: Alles muss heute qua Vorschrift einem extrem hohen Niveau entsprechen, was logischerweise teuer ist.

    7. Vorallem war es früher auch noch wesentlich leichter sich durch ehrliche, harte Arbeit etwas dazu zu verdienen. Diese „Früher haben wir viel mehr gearbeitet“ Aussagen der Boomer ignorieren immer das es sich früher auch noch ausgezahlt hat. Nur als Beispiel, der Freibetrag für SEG Zulage und Sonn-, Feiertags und Nachtarbeit war von 1988 bis 2024 gleich hoch, 360€ bzw. damals 4940 Schilling.

      Inflationsbereinigt müsste der Freibetrag heute bei €900 liegen. €900 die man sich jeden Monat Lohnsteuerfrei dazuverdienen kann, wenn die Firma die Möglichkeit dazu bietet. Stattdessen ist der Freibetrag jetzt bei €400, aber die meisten (größeren) Firmen zahlen Überstunden eh nicht mehr aus und es gibt nur mehr ZA damit man die Belegschaft bei jeder kleinen Flaute nach Hause schicken kann.

      Ich kann die Jungen voll verstehen die keine Lust haben sich im 15 oder 18 Schicht-Modell kaputt zu arbeiten, Leistung lohnt sich immer weniger und die Firmen wollen es scheinbar so.

    8. mankheimer1 on

      Vielleicht sollte man auch erwähnen, dass früher auch einfach weniger sinnlos in den Konsum gesteckt wurde.

      Es gab kein 10.000 ATS Handy, für die Aufnahme von Musik von der Ö3 Hitparade brauchte man kein Spotify Abo.

      Und den Airfryer, den man nicht braucht aber dann doch kauft auch nicht. Genausowenig waren Flugreisen sowas von weit weg – wenn man mal konnte, dann hat man Jahre später noch davon erzählt.

    9. Sniffwee_Gloomshine on

      Lieber Rebelliousdefender!

      Wir verstehen ihren Unmut über leicht steigende Preise, ihn ihrer Betrachtung haben Sie aber ein paar Punkte übersehen!

      Wir sind der festen Meinung, dass jeder sich im Land ein Eigenheim leisten kann, wenn er sich nur genügend anstrengt. Wir versichern Ihnen Leistung lohnt sich! Ein paar Tipps, wie Sie näher an Ihren Traum kommen:

      *) Sie können ein paar Ballkleider verkaufen.

      *) Bauen Sie eine erfolgreiche Tageszeitung an und weisen sie alle Interessenten auf die Möglichkeit von Inserat-Schaltungen hin.

      *) Erben ist auch ein sehr gängiges Modell mit dem sicher unsere Spitzenverdiener den Weg zur finanziellen Freiheit erarbeiten

      *) Alternativ kann man mit ein paar guten Freunden in den richtigen Positionen gute Grundstückdeals abschließen. Aber psst! Manche hören das nicht gerne!

      *) Gründen Sie eine Immobilien-Investment Gesellschaft, bauen Sie ein Hochaus und ein Kaufhaus und lügen sie einfach darüber wohin das Geld fließt. Wichtig: alles ihrer Gattin schenken, bevor die Insolvenz kommt.

      *) Frau Fiona Grasser hat außerdem tolle Tipps für den Alltag wie zum Beispiel Tomaten auf dem Balkon pflanzen.

      Mit diesen einfachen Tipps sind Sie im Nu stolzer Besitzer eines wunderbaren Eigenheims!

      Und falls das nichts für Sie ist, können sie doch auch wunderbar eine Wohnung mieten! Unsere braven Vermieter im Land sind eine wichtige Stütze im Land die sogar einen Teil ihrer Einkommen versteuern.

      Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf Ihrem Weg aus dem Präkatiat.

      Mit freundlichen Grüßen

      ihr Österreichischer Verein für Partikularinteressen

    10. wegwerferie on

      1.) Ich stimme dir durchaus zu dass die Leute es schwerer haben, dass es Lohnraub gibt, dass es eine Erbschaftssteuer und Leerstandsabgabe geben sollte (damit die Leute euch mehr Grund haben das Eigentum was sie zusammenerben auch zu verkaufen, Erinnerung, die erste Immobilie ist immer ausgenommen bei der Erbschaftssteuer, es geht nicht darum das Haus der Eltern zu erben sondern dass in Familien wo die Eltern ein Haus haben es in der Regel nicht die einzige Immobilie ist).

      2,) Trotzdem finde ich das Bild was du zeichnest völlig falsch. Ihr zeichnet immer so ein Bild als wären den Leuten damals total einfach die Häuser nachgeschmissen worden. Aber wenn du Leute aus der Generation kennst, kenne ich persönlich grundsätzlich nur Geschichten die eben nicht ein fertiges Eigentum gekauft haben sondern:

      – Billiges Land gekauft, keine fertige Immobilie

      – Es im Alter von mitte 30 bis bitte 40 als man schon etwas besser verdient hat (es sei denn am Land, da geht es auch jünger, aber in der Regel mit dem Geld der Eltern)

      – Man hat das Haus „Hinterholz 8“ Style selber gebaut, oft mit der Hilfe von Verwandten

      – Man hat sich für den Verkauf ziemlich verschuldet und man hat das einfach akzeptiert dass man das erst in der Pension abgezahlt hat, aber das war es einem Wert weil man es ja den Kindern ohne Schulden hinterlassen wollte. Man war sich in der Zeit auch sicherer dass die Ehe halten wird. Kam es zur Scheidung war das mit den Immobilien eh auch ein Problem.

      Es gibt einfach auch Dinge die kulturell weggefallen sind. Wie eben dass man selber Heimwerker Fähigkeitne hat, dass man große Familien hat die Heimwerker Fähigkeiten haben, dass man bereit ist sich bei der Familie zu verschulden, oder gemeinsam als Paar in dem Vertrauen es wird schon halten, oder eben dass man in die Pampa zieht um dieses Eigenheim zu haben.

      Es gibt einfach auch viele Risiken beim Hauskauf die die Leute damals auf sich genommen haben, die die Leute heutzutage als Zumutung sehen würden (nein natürlich will ich mich nicht mit meiner Partnerschaft auf Jahre hin gemeinsam verschulden, nein natürlich will ich nicht in die Pampa ziehen, nein natürlich will ich nicht Jahrelang auf einem Rohbau leben nie mehr auf Urlaub gehen und alle Wochenende mit Heimwerken verbringen und meine ganzen nervigen Cousins und Onkeln verpflegen damit sie beim Hausbau helfen)

    11. lefty_hefty on

      Was mich schreckt ist, das selbst bei uns irgendwo am Land die Mieten in den letzten Jahren so raufgeschnalzt sind. Ich hatte mal ne Wohnung in Stadtnähe. Öffi-Anbindung vorhanden, aber sonst eher dörflich. Es gab 2 Supermärkte, ein paar Deko- und Reformläden, ein Gewandgeschäft… am Wochenende war es schon schwer ein Eis zu kriegen. Aber dafür kriegte man immer Kebab.

      Meine Arbeitskollegen die in der Stadt wohnten waren schockiert weil die Miete fast so hoch wie in der Stadt war. Und jetzt wohne ich am Land. Es gibt zwar einen Bus, aber der fährt an den Randzeiten nur stündlich und in der Nacht gar nicht mehr. Du musst überall mit dem Auto hin. Außer Gastro, einen Bäcker und Supermärkte gibt es nichts. Trotzdem kosten die Mieten das, was ich früher für die alte Wohnung zahlt hab. Die ist jetzt eh schon eher unleistbar, weil fast 50% gestiegen.

    12. buritoofdoom on

      Ja wenn man anscheinend gerne Immobilien spekulation politisch fördert weil effizienter durch freien Markt undso bekommt man halt sowas. Das ist anscheinend politisch gewünscht.

    13. Extension_Arugula157 on

      “Ich kann mir aber kein Haus aus Plasma TVs bauen.” – Mit der Einstellung nicht, das stimmt.

    14. Extension_Arugula157 on

      Fakt ist das zwei Vollzeit Durchschnittsverdiener sich immer noch eine Durchschnittsimmobilie leisten können. Verzichten muss man dafür halt (Urlaube, Autos, Hobbys, Essen gehen/bestellen), dann geht es sich sehr gut aus.

    15. Fittelminger on

      Klar war es VIEL einfacher. Meine Eltern haben ’88 in Vorarlberg ein 140qm Haus auf einem 1000qm Grundstück gebaut mit fast keiner Eigenleistung. Mein Vater war angestellter Fernseh-/Radiotechniker, ich habe 2 Geschwister & meine Mutter war bei uns zu Hause. Heute würde das ca. 1.5 Millionen Euro kosten. Als Angestellter nach Lehte völlig utopisch.

    16. Aggravating-Total646 on

      das Problem liegt eher daran, dass die Löhne in vielen Berufen nicht wirklich gestiegen sind.

      Es gibt aber Berufe, wo die Gehälter über Jahre trotzdem weiter gestiegen sind z.B. Investmentbanking, Trader. Sind halt eher Nischenjobs. Hier sind Gehälter von 400k im Jahr nicht unüblich.

    17. OptimusCrime73 on

      Meiner meinung nach, wäre das medianeinkommen und die medianpreise aussagekräftiger, als der durchschnitt. So kann man da nicht viel ablesen find ich.

    18. sapperlotta9ch on

      Ja, Neubau. Gebrauchte Wohnungen gibt es zT deutlich günstiger. Auch in Wien. Man darf auch nicht vergessen, dass die Auflagen und Ansprüche mehr geworden sind und damit stiegen die Kosten.

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