
Würd gern eure Meinungen dazu hören.
Bin ich der einzige dem das vom Standard extrem unseriös vorkommt, wenn man bedenkt dass die Preissteigerungen bei Lebensmitteln ~20% (ganz grob schnell geschätzt) betragen haben?
Natürlich is das Haushaltseinkommen rein nominell höher, aber was bringt mir das wenn die Teuerung der alltäglichen Dinge, neben Lebensmitteln Energie, Miete und Sprudel für meine Auto, mehrmalig ausdribbelt?
Für eine echte journalistische Einschätzung fehlen da mMn noch zwei/drei Absätze hinterher.
https://www.derstandard.at/story/3000000269658/sind-die-einkommen-in-der-krise-eingebrochen-eine-neue-analyse-widerspricht
Von blackwork_
11 Kommentare
*mein Auto natürlich
Kann man Posts bearbeiten? Naja a wurscht
Ich hab noch nie so hohe Gehaltserhöhung bekommen wie in den letzen Jahren und es bleibt trotzdem weniger übrig.
Persönlich kann ich das net nachvollziehen
ich weiß nicht, woher die these kommt, dass die einkommen eingebrochen wären, das wird in dem artikel auch nicht angeführt. natürlich steigen die realeinkommen, wenn die gehälter immer mit der inflation bzw. darüber gestiegen sind, wer sollte da etwas anderes behaupten? also ja, der artikel ist unseriös und wirkt wie eine werbeeinschaltung. er ist für so ein komplexes thema auch auffallend kurz.
>Natürlich is das Haushaltseinkommen rein nominell höher, aber was bringt mir das wenn die Teuerung der alltäglichen Dinge, neben Lebensmitteln Energie, Miete und Sprudel für meine Auto, mehrmalig ausdribbelt?
Der Artikel bezieht sich aber auf die REALLÖHNE. Also das sollte schon berücksichtigt sein. Problem ist halt die Verwendung des Durchschnitts und des Warenkorbs der für die Preisindexbildung herangezogen wird.
Wenn du wenig verdienst, ein hoher Anteil der monatlichen Kosten halt für Lebensmittel und Miete draufgeht, wo die Preissteigerungen über die letzten 3 Jahre höher als der VPI in seiner Gesamtheit gestiegen sind; und die Tatsache, dass … „Freizeit und Kultur“ (10% im Warenkorb; Von Unterhaltungselektronik bis Bücher) sogar billiger wird dich dahingehend eher wenig berührt; dann spiegelt der Artikel halt nicht unbedingt deine Lebensrealität wider.
Dass **im Durchschnitt** die These des Artikels zutreffend sein mag, klingt nicht so unwahrscheinlich. Dafür ist aber natürlich auch der Zeitpunkt ein guter, nachdem jetzt der Zeitpunkt ist, wo die vormalige Rekordinflation wieder zurück auf ein normales Niveau gesunken ist, zugleich aber die Kollektiverhöhungen auf Basis der Vorjahresinflation jetzt erst so richtig wirken. Dieser Artikel hätte heute vor 1 Jahr noch nicht so geschrieben werden können.
Standard ist längst nicht mehr so seriös wie früher
Ich schließe mich da OP an. Die Gehälter sind definitiv gestiegen, auch über Inflation – meiner Meinung nach wird die Inflation aber nicht korrekt berechnet.
Wir hatten 2022 eine Inflation von 8,6 %, das Jahr darauf 7,8 %. Vielleicht mach ich da zum Aluhutträger, aber der Warenkorb, mit dem das berechnet worden ist, muss absoluter Schwachsinn sein. Gerade schwächere und mittlere Einkommen haben auch einen größeren Anteil bei den Lebensmitteln und den Mieten, die haben das viel mehr gespürt. Gleichzeitig macht es schon einen Unterschied, ob ich mit 2000 € oder 4000 € netto 7 % Lohnerhöhung habe – das ist doch bitte nicht das selbe.
Ich achte bei Lebensmittel nur sehr selten auf den Preis, mit dem Hintergrund, dass ich immer Untergewicht habe und drauf achten muss, dass mir Essen Spaß macht. Und mir haben die Lebensmittelpreise mittlerweile finanzielle echt das Genick gebrochen.
Laut WIFO haben sich seit 2021 die Lebensmittelpreise um 44 % gesteigert, manche Produkte wie Kartoffeln haben sich sogar verdoppelt. [https://kontrast.at/lebensmittelpreise-wifo-ak-2024/](https://kontrast.at/lebensmittelpreise-wifo-ak-2024/)
Wir haben übrigens immer noch eine irre Dynamik: [https://www.arbeiterkammer.at/lebensmittel-und-drogeriewaren](https://www.arbeiterkammer.at/lebensmittel-und-drogeriewaren)
Der Warenkorb der billigsten Lebensmittel hatte von März 24 auf März 25 eine Steigerung von 10 %.
Bei den Energiepreisen kommt jetzt dann die erhöhte Netzgebühr dazu. Bzgl. Sprit fällt der Klimabonus weg. Gebühren werden erhöht. Hey, sorry, aber wo soll ich da am Ende mehr haben?
Conclusio: Der Herr Gerald John hat sich mit diesem Artikel sein eigenes Einkommen bissl inflationsangepasst.
Da fehlt einfach, dass der großteil in Österreich nicht schlecht verdient.
Es geht doch im Artikel um Reallöhne. Warum sprichst du dann von Nominallöhnen?
Glaub des Problem ist nicht das Einkommen sondern eher die hohen Preise
Ich glaube wir alle wissen, dass diese „Inflationsberechnungen“ nicht für den NormalbürgerInnen gelten. Wenn dann die Inflation nur 6% statt 20% ist, dann kann natürlich das schön gerechnet werden. Die Wahrheit sieht anders aus. Wohnungen, die 2019 500 euro gekostet haben, kosten jetzt 850 (Wien) und niemand spart mehr beim Spar.
Die Gehälter sind eh nicht eingebrochen, sondern gestiegen. Allerdings in Relation zur Teuerung nicht genug. Man fühlt sich, als galoppieren einem die Knedl davon, mehr oder weniger egal was man tut.