Ende März und Salzburg /Wien ist voll von gaffenden Touristenmassen. Diese sind von den Hotelbesitzern dem Handel und der Gastro gerne gesehen da sie das einfache Geld darstellen. Man braucht ein paar Zimmer wo man Gäste einquartieren kann, jemanden der putzt, kocht und bedient und schon fließen die Geldscheine.

    Der Tourismus und die Freizeitwirtschaft erwirtschaften direkt und indirekt 14 % des BIP

    Über 678.300 Vollzeitäquivalente werden durch die Beherbergung gesichert

    https://marie.wko.at/unternehmertum/NEU-Daten-so-weichtig-tourismus-2024-fuer-oesterreich.html

    Leider ist das der komplett falsche Weg. Wenn die nächste (globale) Wirtschaftskrise kommt, ist der Tourismus als erstes betroffen, das BIP bricht ein und zehn oder hunderttausende verlieren ihre Arbeit.

    Zudem bringt der Tourismus keinen Fortschritt und produziert keine Güter. Tourismus an sich ist nichts schlechtes und sollte einen kleinen Bonus zum BIP darstellen. Wenn man sich aber wirtschaftlich abhängig vom Massentourismus macht, wie Tirol oder manche Städte in Österreich, ist das kontraproduktiv und sogar gefährlich.

    Österreich ist viel zu abhängig vom Tourismus
    byu/Rebelliousdefender inAustria



    Von Rebelliousdefender

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    15 Kommentare

    1. Ich finde der Tourismus trägt zur Diversität der Wirtschaft bei. Wir sind gerade wegen der Industrie in der Krise und jetzt stell dir vor, dass wir noch mehr auf diese Karte gesetzt hätten statt Tourismus.

    2. Classic_South_5374 on

      Wir haben gerade erhebliche Probleme im Bereich der Industrie, vor allem bei Betrieben mit hohem Exportanteil.

      Der Tourismus läuft trotz Rezession verhältnismäßig gut und trägt zur Stabilisierung bei, ansonsten würde es noch düsterer aussehen.

    3. Fawkeserino on

      Welche Glaskugel besagt, dass die nächste Wirtschaftskrise besonders den Tourismus betreffen wird? Die einzig halbwegs sichere Branche sind die Basiskonsumgüter und hier gibt es auch (keinen) Fortschritt. Das es keinen Fortschritt gibt ist zudem ein Vorteil, da die Landschaft und historische Städte einen nicht zu übertreffenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz bieten und nicht kopiert werden können. Natürlich ist es nicht so „flashy“ wie die IT aber siehe Nokia, Blackberry oder Codak. Vor nicht langer Zeit dominierten diese Hersteller noch den Markt und heute findet man sie in anderen Märkten oder gar nicht mehr. Das kann auch Alphabet, Microsoft, Apple, Amazon, Nvidia, etc. passieren.

      Außerdem basieren die Wirtschaftsleistungen der aktuellen Vorzeigestaaten der EU (Spanien, Griechenland,…) primär auf den Tourismus.

    4. naja………leben wir nicht in einem Übermaß an Gütern? Ist unsere Gesellschaft nicht längst mit Gütern gesättigt, wo nicht einmal Dritte Welt Länder ihre Schuhe, Kleider ect. um ein paar Cent mehr absetzen können? Wo Güter absichtlich vernichtet werden, damit die Preise dafür nicht vollkommen verfallen?

      Aber beim Massentourismus bin ich ganz bei Dir! Da wird die Kuh einige Jahre gemolken und dann zieht die Karawane weiter.

    5. RoronoaZorro on

      Und selber Schuld simma dran, weil ma der Tourismuslobby im Wesentlichen **alles** unterordnen.

      Ich mein, schon klar. Wir sind ein schönes Land, bei uns gibts viel zu sehen und zu tun, wir sind schlichtweg ein Tourismusland. Dass da der Tourismus auch gestützt und gefördert werden muss, is eh klar. Aber mMn wird da bei uns (wie eigentlich in jedem Bereich bei uns) mit sehr wenig Weitblick gehandelt.

      Es ist gut, dass wir den Faktor Tourismus haben. Aber Tourismus sollte in einem entwickelten Industrieland eher eine Diversifikation der Wirtschaft darstellen, keine tragende Säule.

    6. Severe_Plum_19 on

      Ich glaube nicht, dass die Menschen die jetzt alle im Tourismus arbeiten ihre Koffer packen und zu den Industriezentren im Osten auswandern werden.

      Das einzige was man anbieten kann ist ne einfacher erreichbare Ausbildung für gut bezahlte Berufe. Aber das biet kaum ein Betrieb an, nicht mal für Schüler die genau das Thema gelernt haben und Berufserfahrung brauchen.

    7. Broad_Watercress4367 on

      wir haben halt keine bodenschätze was viele andere länder haben und diese dann auch weiterverarbeiten mehrfach. das macht schon viel aus. der tourismus ist ja auch ‚infastruktur‘ die schon vorhanden ist (alte gebäude) von dager ist das schon ok.

    8. EarlOfSquirrel1 on

      Keine Angst, für den Tourismus hat der Staat immer free Money beiseite gelegr

    9. Najo, wie andere schon geschrieben haben, läuft der Tourismus als eine der ganz wenigen Branchen gerade gut. Also sie momentane Wirtschaftskrise wäre stärker ohne ihn.

    10. witchmedium on

      „produziert keine Güter“, ja es ist ja auch eine Dienstleistung? A Kellner produziert genauso wenig wie ein Pfleger, Arzt, ein Busfahrer, Security Mitarbeiter, Anwalt…

    11. Bei der derzeitigen Wirtschaftslage hat der Wintertourismus ein Rekordjahr gefeiert. Wir können froh sein, dass wir wenigstens einen Sektor haben, der uns ein bissl aus der Scheisse reitet.

    12. Efficient_Cod1147 on

      Das ist doch kein Österreich-Problem. Übertourismus ist ein globales Phänomen, und ich glaub Wien oder Salzburg leidet darunter weniger als Bali, Venedig oder Santorini. Wir reisen einfach heutzutage viel mehr als vor 10 oder gar 100 Jahren. Und da treibts auch mehr nach Österreich, die es sich früher nicht leisten konnten. Abhängig würd ich sagen, wenn wir >40% des BIPs durch den Tourismus erzielen. So ist es ein Wirtschaftssektor, der gerne weiter wachsen kann

    13. Usual-Difficulty-373 on

      ich kann dir leider nicht zustimmen.
      Du schreibst vielleicht aus der Perspektive eines genervten Großstädters?

      Außerhalb der Ballungszentren ist die Umwegrentabilität des Tourismus mit einem wesentlich längeren Hebel zu beschreiben. Nahezu jeder Arbeitsplatz hängt davon ab. Vom Handwerker bis zur Kindergärtnerin.
      Diese Gebiete haben schlicht keine Industrie und daher auch wenig Alternativen um gleichwertige Wirtschaftskraft zu schaffen.
      Die Wintersaison war super, das heißt, dass die Betriebe wieder investieren müssen, da das Preisniveau das mittlerweile vorgibt. Das wiederum schafft im Handwerk etc. eine gute Auftragslage.

      Die Industrie stagniert, samma doch froh, dass wir wenigstens im Tourismus was zusammenbringen. Was mit ländlichen Gebieten ohne Tourismus passiert, wenn die Weltwirtschaftslage die Industrie abnippeln lässt, kannst live beobachten in der Mur/Mürzfurche, Mattighofen, in Trieben etc… Ich weiß nicht, ob das erstrebenswert sein kann.

      Oder wie würdest du es besser machen?

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