
*seufz*
Also manche Berichte…. Super Produkt, toller Bericht (speziell darüber wie positiv der Produkttest in einer Uni-Mensa ankommt), aber eine Überschrift, die das Produkt sofort "niederwertet". Warum nicht einfach schreiben: "Bier-Treber"…. gibt das nicht genug Klicks oder was ist da die Intention bei der Überschriftsgestaltung, wenn der Bericht eigentlich so positiv ist? Es ist ein "Nebenprodukt", kein "Abfall", denn Biertreber wird praktisch von jeder Brauerei komplett weiterverkauft.
Biertreber wird als hoch proteinreiches und mineralstoffreiches Produkt auch schon ewig in Backprodukten (z.b Vollwert-Treberbrot) eingesetzt, in Vollwertkost (da reich an Ballaststofffasern) und auch die Landwirtschaft in der Tierzucht mag nicht auf das zu Futterpellets gepresste Zeug als "Energiefutter" verzichten.
TLDR für Artikel der "Hessenschau": Studenten der Uni Giessen entwickeln aus Bierfiltrat (Biertreber, ausgelaugtes Gerstenmalz aus der Biergärungsproduktion) eine vegane Fleischalternative namens "Brew Bites". Kommt in der Uni im Test in der Mensa gut an. Firma wird gegründet und Produkt vertrieben.
Nachrichtenlink zur Hessenschau:
Von Llewellian
9 Kommentare
Ich kenne das Produkt und die Gründer. Das Produkt ist super, lecker, noch nachhaltiger auf der ganzen Linie geht fast nicht, super überzeugte Gründer….
Sollte man sich auf jeden Fall mal besorgen, lohnt sich.
Sehr schöne Entwicklung! Zumal Biertreber sonst gerne von der Tierindustrie als Futtermittel eingesetzt werden.
Das ist keine wissenschadtliche Arbeit oder Werbung/Anzeige die objektiv oder wohlwollend sein will, sondern ein normaler Presseartikel. Und da wird oft aus Aufmerksamkeitsgründen bei der Überscheift oft auch Clickbait (was ‚Essen aus ABFALL‘ ja ist) gegenüber Seriosität abgewogen.
Ist zwar schade, aber Standard.
Der Artikel ist meiner Meinung nach sehr positiv geschrieben. Und Biertreiber sind Abfallstoffe in der Bierproduktion. Von Abfällen war in dem Artikel nicht die Rede.
Und selbst das wird im Artikel noch thematisiert:
>Eine von ihnen ist die Lebensmitteltechnikerin Monika Černiauskaitė. Von „Abfallstoffen“ will Černiauskaitė lieber nicht reden, lieber von „Nebenströmen“ oder „Food-Upycling“.
Biertreber ist ein nahrhaftes Nebenprodukt, das beim Bierbrauen übrigbleibt und sicherlich kein Abfall. Das kann man natürlich so formulieren, wenn an einen Artikel schreibt, der einen Eyecatcher braucht. Jetzt kommt sicher wieder einer mit: ‚Ihr esst den Tieren das Futter weg!‘ – ich bin müde, immer wieder die Argumente dagegen rauszuholen…
Wenn ich einen Burger esse und ein Bier dabei trinke, ist das vielleicht von der gleichen Produktion!
Schon irgendwie geil.
Gab’s mal bei uns in der kantine. War echt nicht schlecht.
Ich weiß nicht was biertreber ist und kann mir vorstellen dass es einigen anderen auch so geht, finde den Titel so erstmal nicht abwertend.
Ich möchte das probieren 🙁