
Ich persönlich gehe immer seltener aus. Meiner Meinung nach sind die Preise bereits zu hoch. Jetzt sollen wir auch noch 15, 20 oder 25 Prozent aufschlagen, damit das Personal angemessen entlohnt wird, denn die BesitzerInnen meinen, sie müssten es unterbezahlen?
Bis jetzt habe ich immer auf einen Euro aufgerundet oder auf 5 aufgerundet, wenn ich sehr zufrieden war. Kürzlich ging ich nach einem Hungeranfall in ein veganes Fast-Food-Restaurant (das an sich schon ziemlich teuer ist) und der Kellner sieht mich an, während ich an der Kasse stehe und auf das Essen zum Mitnehmen warte, und fragt mich, wie viel Trinkgeld ich geben möchte, da dies üblich ist. Ich sage: ‚Nein danke, wozu? Dafür, dass ich hier stehe und mir das Essen selbst hole?“ Daraufhin kassiert er, während er mich ebenfalls etwas unfreundlich ansieht.
Wie ich schon sagte, gehe ich ohnehin nur selten essen. Wenn das wirklich Realität werden würde, könnten die Restaurants meiner Meinung nach wirklich aussterben.
Von SusiCapezzolo

25 Kommentare
Fehlt nur noch dass Automaten Trinkgeld haben wollen.
Ich bin grundsätzlich großzügig mit Trinkgeld, aber wenn es erwartet wird, dann werde ich keines mehr geben.
Hohe Kollektivlöhne, hohe Preise und dann noch hohes Trinkgeld verlangen ist nicht.
Der Wirt meint, er hätte gerne wieder Trinkgelder in der Höhe vor Corona – kann er haben, wenn wir wieder die Preise vor Corona bekommen.
Der Artikel ist Raige Bait, da steht nichts davon dass in Österreich, 15, 20 oder 25% Trinkgeld erwartet wird.
> Diese Art des Trinkgeldgebens mittels Trinkgeldtaste taucht auch in europäischen Gefilden immer öfter auf.
Bin sonst deiner Meinung, bei Abholung gebe ich normalerweise auch kein Trinkgeld.
das is ja ein Plötzinn man verlangt nicht nach almosen
Ich gehe relativ regelmäßig mit meiner Partnerin als Date essen und zahle auch gerne recht gutes Trinkgeld wenn der Service entsprechend gut ist. Beispielsweise im Le Salzgrieß (1x jährlich) bin ich ziemlich großzügig.
In dem Moment aber wo mir Trinkgeld vorgegeben wird oder es gar schon von vornerein auf der Rechnung steht, gibts nichts weiter und auch keinen weiteren Besuch in dem Lokal. Trinkgeld ist, meiner Ansicht nach, eine freiwillige Leistung die sich am gebotenen Service orientiert. Wenn dieser Service sehr gut ist, ist es das Trinkgeld auch. Ist der Service unzufriedenstellend, gibts auch kein Trinkgeld.
Sag doch gleich Swing Kitchen
custom amount -> 0% und gut is, soll er mich böse anschauen wie er mag
ich geb gern trinkgeld wenn kellner freundlich sind und ich mit dem service zufrieden bin. aber freiwillig und in bar.
das hier grenzt an bevormundung, bzw ists ein versuch, den gästen ein schlechtes gewissen einzureden wenn kein trinkgeld gegeben wird. solche restaurants/bars werde ich meiden.
Nächste Woche: 15% Aufschlag beim Billa als Trinkgeld für die Kassiererin weil die so schlecht bezahlt wird. Die Hüttn hat zwar arge Preise aber wegen der Filialdichte bleibt ihnen nicht genug über um anständig zu zahlen :/
Bin im Gänsehäufel in Wien auch schon mal angefahren worden weil ich kein Trinkgeld geben wollte. Bei einem Essensstandl, wo ich alles selber hin- und hertragen muss.
Bei Essen zum Mitnehmen sehe ich den Grund für Trinkgeld auch nicht wirklich…
Je mehr ich dazu gedrängt werde Trinkgeld zu geben, desto weniger werdens bekommen. Wenns mir so ein scheiß Tablet vor die Nase halten werde ich IMMER 0% geben.
Mittlerweile schreibt der Standard auch schon Überschriften wie Oe24
Ich hoffe der europäische spirit bleibt bestehen, im Sinne, dass wir nicht alle auf diesen scheiß reinfallen. Sonst wird das bei uns auch noch gängig.
Würdet ihr beim Billiard spielen Trinkgeld geben? Also rein für den Tisch? Hab letztens 40Euro gezahlt rein fürs Billiard spielen, aber kein Trinkgeld gegeben, weil was war da die Leistung der Bedienung? Bin trotzdem ungut angeschaut worden
„Ich bin nicht der, der dich unterbezahlt.“
Ich gebe immer ca 10% Trinkgeld aber es ist eine freiwillige Sache. Es kann sich auch nicht jeder leisten.
Grundsätzlich werden viele Gastronomiebetriebe immer frecher. Ich verstehe wenn sie die Preise anheben, aber wenn die Qualität auch schlechter wird und die Portionen kleiner, ist das einfach frech. Und ich bin eine 1,58 Minifrau. Wenn ich essen gehe und mir denke, dass die Portionen mickrig sind, stimmt echt was nicht.
Handwerker werden hoffentlich auch bald Trinkgeld verlangen. So a la “ jetzt hamma die Heizung baut, wollens ned 15% mehr pecken?“
Meine Regel für Trinkgeld ist grundsätzlich: Wenn ich selbst etwas tun muss um zu meinem Essen/Getränk zu kommen gibt’s kein Trinkgeld. Sonst noch, je nach Preisklasse mehr oder weniger Trinkgeld.
Bargeld gehört endlich voll besteuert. Wo bekommt man sonst steuerfrei monatlich Geld? Insbesondere weil von freiwillig kaum noch die Rede sein kann.
Letztens im Vapiano, wo man eh alles selber machen muss, angesprochen worden ob ich Trinkgeld geben will. Wenn der/ die Kellner/in meine Bestellung aufnimmt, mir mein Essen bringt/ abserviert und Schmäh führt, gibts auch reichlich Trinkgeld aber alles andere ist eine Frechheit.
Die Norm ist das, was die Gesellschaft zulässt. Niemand kann dich dazu zwingen, diesen Irrsinn mitzumachen. Niemand. Das muss man sich vielleicht immer wieder in Erinnerung rufen, wenn man den Druck verspürt, höheres Trinkgeld zu geben, weil der Kellner daneben steht.
Nachtrag: selbstverständlich wird guter Service gewürdigt und mit Trinkgeld belohnt, gerne auch mal unvernünftig viel. Aber eben nur dann, wenn der Service auch wirklich gut ist.
Trinkgeld ist ein Bonus. Sonst nix.
Bei uns hat das Servicepersonal angestellt und bezahlt zu sein vom lokal/was auch immer.
Das kranke amisystem existiert, weil sie dort das „Trinkgeld“ als Gehalt behandeln.
Aber die Systeme(von PoS etc) dazu werden Mal wieder pauschal übernommen weil dann kriagma jo mea Kohle.
Den Bledsinn fang ma sich gar ned an
Sobald sich das etabliert, werden die Löhne entsprechend sinken. Ein Teil des Einkommens, mit dem vorher fix gerechnet werden konnte, wird dann von der Laune des Gastes abhängig sein. Langfristig ein schlechter Deal für die Angestellten in der Gastronomie.