

Zu Weihnachtsbesuch bei der Familie, diese Sendung passend zur NÖ Gemeinderatswahl in der Post gefunden. Frage hierzu: darf ein Privatunternehmen eine Drucksache (hier ein Buch mit "Errungenschaften des Bürgermeisters") einer Gemeinde (als Herausgeber genannt) sponsern? Klingt als wäre der nächste Schritt, dass die STRABAG der Bundesregierung eine Autobahn sponsert. Die Druckfirma ist natürlich in Familienbesitz des Bürgermeisters die auch die "frei" Gemeindezeitung druckt.
https://www.reddit.com/gallery/1hodep2
Von SnoAto

7 Kommentare
RemindMe! 6 hours
Ich hoff das is illegal. Dem gehört mal ordentlich der „Marsch geblasen“.
Hochachtungsvoll, eine die leider schon genug unter diesem „Bürgermeister“ miterleben musste.
Was genau soll hier illegal sein? Das Gesetz braucht bei Korruption allgemein drei Dinge: Einen Amtsträger, ein Amtsgeschäft und einen Vorteil. Nachdem der Gemeinde keine Kosten entstanden sind, nehme ich an, dass hier kein Amtsgeschäft vorliegt. Wenn du als Bürgermeister eine Werbefirma und eine Druckerei besitzt, dann hält dich im Prinzip nichts davon ab, auf eigene Kosten Prospekte voller Selbstlob zu drucken und an die Leute zu verteilen. Wenn die Gemeinde für irgendwas davon bezahlt hätte (z.B. die Verteilung), oder die Druckerei (oder sonstwer) im Gegenzug von der Gemeinde etwas bekommt, wäre es was anderes. Aber so wie hier beschrieben ist das nicht ersichtlich. So gesehen könnte die STRABAG auch der Bundesregierung eine Autobahn spendieren, solange sie nicht bei irgendeinem anderen Projekt unfair bevorzugt wird. Aber bei der STRABAG werden die Konkurrenten und Oppositionsparteien in so einem Fall natürlich genauer hinschauen, als bei irgendeinem Kaff im Hinterland.
Die Schriftart sieht aus als hätte sie keine Umlaute
MPRESSUM
Nicht dass ich das gut heiße, aber warum sollte ein Privatunternehmen das mit seinen eigenen finanziellen Mitteln nicht dürfen?
Was ich eher komisch finde: Die Inhalte des Buches müssen ja von irgendwo her kommen. Insofern kann ich mir nicht ganz vorstellen, dass hier keinerlei Kosten entstanden sind. Von alleine schreibt sich das Buch ja nicht, und die Druckerei wird ja nicht den Inhalt geliefert haben. Den Aspekt finde ich eher problematisch.
PS: Nicht mal den ersten Satz im Buch fehlerfrei hinbekommen ist auch eine Meisterleistung für sich. 😅
War wohl „Bestbieter“ bei der Ausschreibung.