
Von dem www.thelocal.de Artikel:
Vermieter, die ihre Immobilien unter dem Marktpreis vermieten, können künftig von lukrativen Steuererleichterungen profitieren. Dies ist den neuen Plänen zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland zufolge der Fall.
Während die Regierung darum kämpft, die Mieten angesichts der anhaltenden Wohnungskrise in Deutschland bezahlbar zu halten, soll ein Programm zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus wieder eingeführt werden.
Das Wohnungsgemeinnützige-Gesetz (WG) greift eine frühere Initiative auf, die Anfang der 1990er Jahre wieder verworfen wurde. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen zu subventionieren, die langfristig bezahlbaren Wohnraum bereitstellen.
"Das gemeinnützige Wohnungsbauprogramm ist zurück!" Housing Minister Klara Geywitz (SPD) told the Stuttgarter Zeitung on Wednesday. "Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag erfolgreich umgesetzt werden konnte."
Laut der Regionalzeitung ist das neue Instrument Teil des Jahressteuergesetzes, über das am Mittwoch im Kabinett abgestimmt werden soll.
Sollte das Gesetz unverändert verabschiedet werden, könnten Sozialunternehmen, Vereine und gemeinnützige Stiftungen geförderten Wohnraum bereitstellen und dabei von umfangreichen Steuererleichterungen profitieren.
Voraussetzung für die finanzielle Förderung ist, dass Vermieter ihre Objekte dauerhaft unterhalb der Marktmiete anbieten und diese günstigen Wohnungen auch für Menschen mit geringerem Einkommen zugänglich machen.
Die Einkommensgrenzen seien so festgelegt, dass rund 60 Prozent der Haushalte in Deutschland von dem neuen gemeinnützigen Wohnungsbauprogramm profitieren könnten, sagte Geywitz. Die Regierung rechnet damit, dass mindestens 100 Unternehmen die Förderung in Anspruch nehmen und 105.000 Mietern bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen werden.
"Neben dem sozialen Wohnungsbau schaffen wir mit dem öffentlichen Wohngeld eine weitere starke Säule für mehr bezahlbaren Wohnraum in unserem Land," erklärte Geywitz. "Das ist ein guter Tag für alle Mieter."
Die Bekämpfung der deutschen Wohnungskrise war eines der wichtigsten Wahlversprechen der Mitte-Links-Sozialdemokraten (SPD), als sie 2021 die größte Regierungspartei wurden.
Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP versprachen die Parteien, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, darunter 100.000 bezahlbare Wohnungen.
Bisher hat die Regierung ihre Ziele allerdings wiederholt verfehlt. Sie führt die schleppende Bauentwicklung auf hohe Baukosten und einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zurück.
Im Jahr 2022 würden von den geplanten 400.000 neuen Wohnungen rund 271.000 gebaut, davon seien lediglich 20.000 für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen.
Einer Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover zufolge benötigt Deutschland derzeit rund 800.000 zusätzliche Wohnungen, um den Bedarf zu decken.
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Von the_70x
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