Europa kann Milliarden für Panzer, Raketen, Flugzeuge und Luftverteidigung bereitstellen. Doch Geld allein baut noch keine Waffensysteme. Dafür braucht es Metalle – und genau dort beginnt ein strategisches Problem, das mit steigenden Verteidigungsausgaben immer schwerer zu ignorieren ist. 

    Nach Angaben des International Institute for Strategic Studies (IISS) stammen 100 Prozent der von EU-Mitgliedstaaten benötigten Förderung Seltener Erden und 99 Prozent der Verarbeitung aus Drittstaaten. Gleichzeitig kontrolliert China weltweit rund 68 Prozent der Förderung und 85 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden. 

    Damit bekommt Europas Aufrüstung eine zweite Dimension: Neben Produktionskapazitäten für Waffen muss der Kontinent auch die vorgelagerten Rohstoffketten absichern. 

    Ein F-35 benötigt mehr als 400 Kilogramm Seltene Erden 

    Wie eng Rohstoffe und militärische Leistungsfähigkeit inzwischen miteinander verbunden sind, zeigt ein eindrucksvoller Vergleich. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums werden für einen F-35-Kampfjet mehr als 400 Kilogramm Seltene Erden benötigt. 

    Die Metalle stecken unter anderem in Permanentmagneten und werden darüber hinaus für Radar- und Sonarsysteme, Nachtsichttechnik sowie Präzisionswaffen benötigt. Andere kritische Metalle erfüllen ähnlich spezialisierte Aufgaben. 

    Genau deshalb hat die EU mit dem Critical Raw Materials Act konkrete Ziele festgelegt. Bis 2030 sollen mindestens zehn Prozent des jährlichen europäischen Verbrauchs strategischer Rohstoffe innerhalb der EU gefördert, 40 Prozent verarbeitet und 25 Prozent recycelt werden. Zudem sollen grundsätzlich nicht mehr als 65 Prozent eines strategischen Rohstoffs auf einer Verarbeitungsstufe aus einem einzigen Drittstaat stammen. 

    Die Zahlen zeigen, wie weit Anspruch und Realität teilweise auseinanderliegen. 

    60 Projekte sollen Europas Abhängigkeit reduzieren 

    2025 machte Brüssel den nächsten Schritt. Zunächst wurden 47 strategische Rohstoffprojekte innerhalb der EU ausgewählt, im Juni folgten 13 Projekte außerhalb der Union. 

    Nur vier der europäischen Projekte wurden ausdrücklich mit dem Bedarf des Verteidigungssektors verbunden: drei Wolframprojekte und ein Magnesiumprojekt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die übrigen Rohstoffe für Europas Verteidigungsindustrie irrelevant wären. 

    Viele kritische Materialien werden sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt. Gerade diese Überschneidung könnte zum Engpass werden: Energiewende, Digitalisierung, Elektromobilität und Verteidigung konkurrieren teilweise um dieselben Lieferketten. 

    Europa braucht deshalb nicht einfach mehr Minen. Es braucht alternative Lieferketten vom Rohstoff über die Verarbeitung bis zum industriell nutzbaren Material. 

    Warum Brasilien strategisch interessanter wird 

    Damit rücken Länder in den Vordergrund, die große Rohstoffvorkommen besitzen und zugleich eine Alternative zu hoch konzentrierten Lieferketten bieten können. Brasilien gehört dazu. 

    Das Land ist bereits das Zentrum der weltweiten Niobindustrie und verfügt zugleich über bedeutende Vorkommen Seltener Erden. Für Europa ist besonders interessant, dass Brasilien nicht lediglich mehr Rohstoffe exportieren will. Brasília versucht zunehmend, Verarbeitung und industrielle Wertschöpfung im eigenen Land aufzubauen. 

    Genau an dieser Schnittstelle wird St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) interessant. 

    Das australische Unternehmen entwickelt das Araxá-Projekt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, unmittelbar neben den Betrieben des dominierenden Niobproduzenten CBMM. Nach dem jüngsten Ressourcenupdate umfasst Araxá 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Gesamtgehalt an Seltenerdoxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid. 75,2 Millionen Tonnen davon befinden sich bereits in den höher eingestuften Kategorien Measured und Indicated. 

    Damit vereint Araxá zwei Rohstoffthemen, die für moderne Industrie- und Technologiesysteme relevant sind: Seltene Erden und Niob. 

    Von Brasilien in eine europäische Lieferkette? 

    Besonders interessant für die europäische Perspektive ist, dass St George bereits untersucht, wie Material aus Araxá in künftige europäische Wertschöpfungsketten passen könnte. 

    Das spanische Ingenieurunternehmen Técnicas Reunidas vereinbarte mit St George, Seltene-Erden-Proben aus Araxá auf ihre mögliche Eignung für Verarbeitungspfade im Umfeld von PERMANET zu untersuchen, einer EU-geförderten Initiative zum Aufbau einer integrierten europäischen Permanentmagnet-Wertschöpfungskette. 

    Das ist noch keine Abnahmevereinbarung und erst recht keine direkte Verbindung zu europäischen Rüstungsunternehmen. Auch gehört Araxá nicht zu den vom IISS beschriebenen 60 strategischen EU-Projekten. 

    Gerade diese Abgrenzung ist wichtig. Die Investmentthese beruht derzeit darauf, dass Europa alternative Rohstoffketten benötigt und Araxá aufgrund seiner Größe, Rohstoffkombination und Lage grundsätzlich in dieses strategische Umfeld passen könnte. 

    Eine große Ressource ist noch keine Mine 

    Für Anleger bleibt die entscheidende Frage deshalb die Umsetzung. 

    St George befindet sich weiterhin in der Entwicklungsphase. Genehmigungen, Metallurgie, technische Machbarkeit, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit müssen weiter nachgewiesen werden. Das Unternehmen hat das Umweltgenehmigungsverfahren eingeleitet, während parallel eine Machbarkeitsstudie unter Leitung des Ingenieurdienstleisters Worley vorangetrieben wird. 

    Damit verschiebt sich die Geschichte zunehmend von der Frage, wie viel Material vorhanden ist, zu der wichtigeren Frage, ob daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Projekt und letztlich eine belastbare Lieferkette entstehen kann. 

    Fazit 

    Europas Aufrüstung macht sichtbar, dass strategische Autonomie nicht am Werkstor von Rheinmetall, Airbus oder anderen Rüstungskonzernen beginnt. Sie beginnt deutlich früher – bei Minen, Verarbeitungskapazitäten und dem gesicherten Zugang zu kritischen Metallen. Wenn 99 Prozent der Verarbeitung Seltener Erden für die EU aus Drittstaaten stammen, ist Diversifizierung kein abstraktes Rohstoffthema mehr, sondern eine industrie- und sicherheitspolitische Aufgabe. 

    St George könnte mit Araxá in dieses Umfeld passen: Das Projekt verfügt über große Ressourcen an Seltenen Erden und Niob, liegt in einem etablierten brasilianischen Bergbaurevier und weist über die Zusammenarbeit mit Técnicas Reunidas einen ersten thematischen Bezug zu einer europäischen Permanentmagnet-Lieferkette auf. Eine direkte Verbindung zu europäischen Rüstungsunternehmen oder den 60 strategischen EU-Projekten besteht jedoch nicht. 

    Jetzt müssen Genehmigungen, Metallurgie, Machbarkeitsstudie, Finanzierung und letztlich die Wirtschaftlichkeit folgen. Europas Rohstoffproblem ist bereits sichtbar – St George muss noch beweisen, dass Araxá Teil der Lösung werden kann.        

    Quellen:

    https://www.iiss.org/online-analysis/military-balance/2025/08/securing-critical-raw-materials-for-european-defence

    Das neue Wettrüsten ist ein Rohstoffrennen | wallstreetONLINE – 10.09.2026

    Lassen Sie sich in den Verteiler für First Graphene oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler First Graphene“ oder “Nebenwerte”.

    First Graphene LimitedLand: AustralienISIN: AU000000FGR3First Graphene – First Graphene

    Disclaimer/Risikohinweis St George MiningInteressenkonflikte: Mit First Graphene existiert ein entgeltlicher IR und PR-Vertrag. Inhalt der Dienstleistungen ist u.a., den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Dr. Reuter Investor Relations handelt daher bei der Erstellung und Verbreitung des Artikels im Interesse von der First Graphene. Es handelt sich um eine werbliche redaktionelle Darstellung. Aktien von First Graphene können sich im Besitz von Mitarbeitern oder Autoren von Dr. Reuter Investor Relations – unter Berücksichtigung der Regeln der Market Abuse Regulation (MAR) befinden.Unternehmensrisiken: Wie bei jedem Unternehmen bestehen Risiken hinsichtlich der Umsetzung des Geschäftsmodells. Es ist nicht gewährleistet, dass sich das Geschäftsmodell entsprechend den Planungen umsetzen lässt. Weitere Unternehmensrisiken können Sie auf der Webseite von First Graphene einsehen: First Graphene – First GrapheneInvestitionsrisiken: Investitionen sollten nur mit Mitteln getätigt werden, die zur freien Verfügung stehen und nicht für die Sicherung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Es ist nicht gesichert, dass ein Verkauf der Anteile über die Börse zu jedem Zeitpunkt möglich sein wird. Grundsätzlich unterliegen Aktien immer dem Risiko eines Totalverlustes.Disclaimer: Alle in diesem Newsletter / Artikel veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet.Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung First Graphene vorgelegt, um die Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.Zukunftsgerichtete AussagenDiese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie „können“, „werden“, „sollten“, „könnten“, „erwarten“, „planen“, „beabsichtigen“, „antizipieren“, „glauben“, „schätzen“, „vorhersagen“ oder „potenziell“ oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen.Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen verbunden. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen oder Errungenschaften erheblich von den Ergebnissen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen erörtert oder impliziert werden. Diese Faktoren sollten sorgfältig berücksichtigt werden, und der Leser sollte sich nicht in unangemessener Weise auf die zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Obwohl die in dieser Pressemitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen auf Annahmen beruhen, die das Management für vernünftig hält, kann das Unternehmen den Lesern nicht versichern, dass die tatsächlichen Ergebnisse mit diesen zukunftsgerichteten Aussagen übereinstimmen werden. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, diese Aussagen zu aktualisieren oder zu überarbeiten, um neuen Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.Verantwortlich & Kontakt für RückfragenDr. Reuter Investor RelationsDr. Eva ReuterFriedrich Ebert Anlage 35-3760327 Frankfurt+49 (0) 69 1532 5857www.dr-reuter.euwww.small-microcap.euFür Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.euÜber Dr. Reuter Investor Relations: Dr. Reuter Investor Relations ist eine Investor Relations Agentur / Investor Relations Agency mit der folgenden Servicepalette: Small Cap Investor Relations, Retail Investor Relations, Privataktionäre, Institutional Investor Relations, Institutionelles Investor Relations, Finanz- Public Relations, ESG-Services, Roadshows, Investor Access, Kapitalmarkt-Compliance, Equity Research.

    Share.
    Leave A Reply