Migration gehört zu den politisch heikelsten Themen. Besonders dann, wenn die Zahl der Menschen auf der Flucht stark ansteigt. So wie zuletzt in der spanischen Exklave Ceuta: Dort überquerten Ende Juli in nur 48 Stunden rund 80.000 Menschen die Grenze von Marokko nach Spanien.


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    Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ist die weltweite Zahl der Geflüchteten 2025 im Vergleich zum Jahresende 2024 um 3 % gesunken. Das Thema lässt die Menschen dennoch nicht los. Google-Suchanfragen dazu haben in den vergangenen fünf Jahren um 150 % zugenommen.
    Die Bereitschaft in der Bevölkerung, Schutz zu gewähren, bleibt insgesamt hoch. Zugleich zweifeln viele daran, ob Menschen, die sich als Geflüchtete ausgeben, tatsächlich Schutz brauchen. Das zeigt die Studie „Ipsos Global Attitudes Towards Refugees 2026“.
    Im EU-Vergleich ist die Unterstützung für Geflüchtete in Schweden, den Niederlanden und Spanien am stärksten. Fast acht von zehn Befragten dort finden, dass Menschen vor Krieg oder Verfolgung Zuflucht suchen dürfen sollten.
    Am unteren Ende der Skala liegen Ungarn und Polen. In beiden Ländern unterstützen nur 54 % der Befragten die Aufnahme von Geflüchteten.
    Wie Staaten mit Geflüchteten umgehen sollten, sehen die Menschen sehr unterschiedlich. Mehr als die Hälfte der Befragten in Ungarn, Belgien und Deutschland sagt, ihr Land solle die Grenzen für Geflüchtete komplett schließen und derzeit niemanden mehr aufnehmen.
    Manche Länder haben ihre Haltung verändert. In Frankreich ist die Zustimmung zur Aufnahme von Geflüchteten auf 68 % gestiegen. 2019 lag sie noch bei 43 %.

    Geflüchtete: Halten Europäer die meisten für wirklich schutzbedürftig?
    Rund 54 % der Befragten in Deutschland glauben, dass viele Menschen, die sich als Geflüchtete ausgeben, nicht „echt“ sind. Sie verweisen darauf, dass diese Personen offenbar über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, etwa um Schleuser zu bezahlen oder Smartphones zu besitzen.
    46 % der Befragten in den Niederlanden sind der Ansicht, wirklich Schutzsuchende würden im ersten sicheren Land Asyl beantragen, statt weiterzureisen.
    Mehr als sechs von zehn Befragten in Deutschland und Irland meinen zudem, die meisten Geflüchteten wollten vor allem aus wirtschaftlichen Gründen kommen oder die Sozialsysteme ausnutzen. In Schweden und Italien findet diese Sichtweise am wenigsten Zustimmung.

    EU-Bürger: Wer soll Geflüchteten helfen?
    Drei von zehn Befragten in Deutschland finden, Regierungen anderer, wohlhabenderer Staaten sollten mehr zur weltweiten Unterstützung von Geflüchteten beitragen.
    Die Befragten in den übrigen Ländern sehen eher internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen oder die Weltbank in der Pflicht, mehr zur globalen Unterstützung von Geflüchteten beizusteuern.

    Etwas seltener, aber ebenfalls vertreten ist die Ansicht, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, die Wohltätigkeitsprojekte finanzieren, sollten die Unterstützung für Geflüchtete ausbauen.

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