Haben wir statt hocheffizienter Verbrenner noch hocheffizientes Wasser?
Calmyeast on
AtOmkrAFT iSt dIE ZuKUNft 🥴
thohoby on
Gut, dass Ungarn die völlig problemlose und saubere und sichere Zukunftstechnologie Atomkraft nutzt.
ElectricFlesh on
Und womit kühlen wir jetzt unsere KI-Datenzentren?
Hateno1loveonlyafew on
Sicher sind die erneuerbaren wieder schuld. /s
eichfeldsalat on
Jetzt drehen die Grünen den Atomkraftwerken das Wasser ab, um vom Scheitern der Energiewende abzulenken
Polaros333 on
Immer dieser atomare Flatterstrom
Staatsanwalt_Pichu on
Windräder haben das ganze wasser weg gepustet /s
b3n3d1kt_r on
Einmal vorneweg: In Deutschland noch einmal Atomkraftwerke an’s Netz zu nehmen oder gar zu bauen ist technisch fragwürdig und ökonomisch großer Unsinn.
Ansonsten sind Phasen wie jetzt ingenieurtechnisch für KKWs zumindest weitgehend beherrschbar, es kostet „nur“ mehr Geld.
Ein KKW kann man prinzipiell auch mit 40°C warmen Wasser kühlen, und die Einbußen in der Leistung wären zwar spürbar, aber nicht übermäßig. Die Kühlung wird vor allem benötigt, weil zur Energiegewinnung in einer Dampfturbine eine Druck- und damit auch Temperaturdifferenz bestehen muss. D.h. man möchte vereinfacht gesagt eine Seite der Turbine möglichst heiß und eine möglichst kühl. Daher brauchen auch alle Kraftwerke mit Turbine eine Wärmesenke, und damit Kühlung. Nicht nur KKW.
Aus ökologischen Gründen legt man Grenzwerte fest, wie viel die Temperatur des Flusswassers maximal erhöht werden darf. (Zu) hohe Wassertemperaturen können zu Fischsterben und anderen ungewollten Ökosystemauswirkungen führen. Die Grenzwerte sind an das jeweilige Ökosystem angepasst. Mediterrane Flüsse tolerieren bspw. höhere Wassertemperaturen als Alpenflüsse.
Man kann die Kühlung auf zwei Arten realisieren: Entweder pumpt man einfach Wasser durch den Kondensator und leitet das erwärmte Wasser in den Fluss zurück, oder man entnimmt deutlich weniger Wasser als in der ersten Variante, verdunstet es in einem Kühlturm und gibt damit die Wärme nicht an das Gewässer, sondern in die Atmosphäre ab. Die zweite Variante ist deutlich „hitzeperiodenfester“, aber auch teurer in Bau und Unterhalt. Die Wasserentnahme ist bei Trocken- und Hitzestress i. d. R. deutlich weniger belastend für das Gewässer.
Viele Kraftwerke an großen Flüssen haben (bisher) keine Kühltürme – wie z. B. auch Paks. Vermutlich werden einige Kraftwerke noch welche nachgerüstet bekommen. In der Tendenz dürfte außerdem kontinentales (trockenes) Klima wie im Sommer in Ungarn der Leistungsfähigkeit eines Kühlturms eher entgegenkommen.
Die zweite Variante, mit Hitze umzugehen, ist, das Meer als Wärmesenke zu verwenden. An großen Flussmündungen oder direkt am Meer ist der Wärmeeintrag mehr oder weniger irrelevant. Deshalb stehen in sehr warmen und gleichzeitig feuchten Regionen oder solchen mit wenigen geeigneten Flüssen viele KKW an der Küste.
Edit: typo
PaulMuadDib-Usul on
> Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt 100 Kilometer südlich von Budapest und trägt fast zur Hälfte der Stromversorgung in Ungarn bei.
Klingt wie ein Single Point of Failure wenn das AKW mal nicht läuft…
Oats_Are_Good on
Keine Sorge. Nächsten Monat ist es nicht mehr beispiellos.
Major_Village3873 on
Beim Begriff beispiellos fehlt mir der Vergleichspegel, denn 2022 lag die Donau streckenweise schon auf Rekordtiefstand.
herbstens on
An alle ahnungslosen Atomkraftgegner hier: Kernkraftwerke (KKW) brauchen, im Verhältnis zum verfügbaren Wasser grosser europäischen Flüsse wie Rhein, Donau oder Loire nur eine sehr geringe Wassermenge zur Kühlung. Im Vergleich zur Wasserkraft, der einzigen *anderen* CO2-neutralen Form der stabilen & flexiblen Stromerzeugung, sind KKW viel weniger vom Wasserpegel abhängig.
Entscheidend ist aber — je nach physischen Gegebenheiten und regulatorischen Grenzen wie z.B. Flusstemperatur — die Art der Kühlung. Deutlich vorteilhafter für Paks wäre ein Kühlturm statt Flusskühlung. Ein Kühltum führt zwar zu geringem Wasserverlust (ca. 2%) durch Verdunstung, hat aber deutlich geringeren Bruttowasserbedarf und hat keine Auswirkungen auf die Flusstemperatur. Problem gelöst, auch bei Niedrigwasser.
Exotic-Draft8802 on
Ich hoffe, dass sich das bald wieder besser.
Aber: mit erneuerbaren wäre das nicht passiert (weil viele kleine erzeuger + starke Vernetzung ist resilienter)
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14 Kommentare
Haben wir statt hocheffizienter Verbrenner noch hocheffizientes Wasser?
AtOmkrAFT iSt dIE ZuKUNft 🥴
Gut, dass Ungarn die völlig problemlose und saubere und sichere Zukunftstechnologie Atomkraft nutzt.
Und womit kühlen wir jetzt unsere KI-Datenzentren?
Sicher sind die erneuerbaren wieder schuld. /s
Jetzt drehen die Grünen den Atomkraftwerken das Wasser ab, um vom Scheitern der Energiewende abzulenken
Immer dieser atomare Flatterstrom
Windräder haben das ganze wasser weg gepustet /s
Einmal vorneweg: In Deutschland noch einmal Atomkraftwerke an’s Netz zu nehmen oder gar zu bauen ist technisch fragwürdig und ökonomisch großer Unsinn.
Ansonsten sind Phasen wie jetzt ingenieurtechnisch für KKWs zumindest weitgehend beherrschbar, es kostet „nur“ mehr Geld.
Ein KKW kann man prinzipiell auch mit 40°C warmen Wasser kühlen, und die Einbußen in der Leistung wären zwar spürbar, aber nicht übermäßig. Die Kühlung wird vor allem benötigt, weil zur Energiegewinnung in einer Dampfturbine eine Druck- und damit auch Temperaturdifferenz bestehen muss. D.h. man möchte vereinfacht gesagt eine Seite der Turbine möglichst heiß und eine möglichst kühl. Daher brauchen auch alle Kraftwerke mit Turbine eine Wärmesenke, und damit Kühlung. Nicht nur KKW.
Aus ökologischen Gründen legt man Grenzwerte fest, wie viel die Temperatur des Flusswassers maximal erhöht werden darf. (Zu) hohe Wassertemperaturen können zu Fischsterben und anderen ungewollten Ökosystemauswirkungen führen. Die Grenzwerte sind an das jeweilige Ökosystem angepasst. Mediterrane Flüsse tolerieren bspw. höhere Wassertemperaturen als Alpenflüsse.
Man kann die Kühlung auf zwei Arten realisieren: Entweder pumpt man einfach Wasser durch den Kondensator und leitet das erwärmte Wasser in den Fluss zurück, oder man entnimmt deutlich weniger Wasser als in der ersten Variante, verdunstet es in einem Kühlturm und gibt damit die Wärme nicht an das Gewässer, sondern in die Atmosphäre ab. Die zweite Variante ist deutlich „hitzeperiodenfester“, aber auch teurer in Bau und Unterhalt. Die Wasserentnahme ist bei Trocken- und Hitzestress i. d. R. deutlich weniger belastend für das Gewässer.
Viele Kraftwerke an großen Flüssen haben (bisher) keine Kühltürme – wie z. B. auch Paks. Vermutlich werden einige Kraftwerke noch welche nachgerüstet bekommen. In der Tendenz dürfte außerdem kontinentales (trockenes) Klima wie im Sommer in Ungarn der Leistungsfähigkeit eines Kühlturms eher entgegenkommen.
Die zweite Variante, mit Hitze umzugehen, ist, das Meer als Wärmesenke zu verwenden. An großen Flussmündungen oder direkt am Meer ist der Wärmeeintrag mehr oder weniger irrelevant. Deshalb stehen in sehr warmen und gleichzeitig feuchten Regionen oder solchen mit wenigen geeigneten Flüssen viele KKW an der Küste.
Edit: typo
> Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt 100 Kilometer südlich von Budapest und trägt fast zur Hälfte der Stromversorgung in Ungarn bei.
Klingt wie ein Single Point of Failure wenn das AKW mal nicht läuft…
Keine Sorge. Nächsten Monat ist es nicht mehr beispiellos.
Beim Begriff beispiellos fehlt mir der Vergleichspegel, denn 2022 lag die Donau streckenweise schon auf Rekordtiefstand.
An alle ahnungslosen Atomkraftgegner hier: Kernkraftwerke (KKW) brauchen, im Verhältnis zum verfügbaren Wasser grosser europäischen Flüsse wie Rhein, Donau oder Loire nur eine sehr geringe Wassermenge zur Kühlung. Im Vergleich zur Wasserkraft, der einzigen *anderen* CO2-neutralen Form der stabilen & flexiblen Stromerzeugung, sind KKW viel weniger vom Wasserpegel abhängig.
Entscheidend ist aber — je nach physischen Gegebenheiten und regulatorischen Grenzen wie z.B. Flusstemperatur — die Art der Kühlung. Deutlich vorteilhafter für Paks wäre ein Kühlturm statt Flusskühlung. Ein Kühltum führt zwar zu geringem Wasserverlust (ca. 2%) durch Verdunstung, hat aber deutlich geringeren Bruttowasserbedarf und hat keine Auswirkungen auf die Flusstemperatur. Problem gelöst, auch bei Niedrigwasser.
Ich hoffe, dass sich das bald wieder besser.
Aber: mit erneuerbaren wäre das nicht passiert (weil viele kleine erzeuger + starke Vernetzung ist resilienter)