>Die Welt, in der Jungen groß werden, ist paradox. Sie werden ermutigt, zu raufen, den Starken zu spielen. Aber in der Schule sollen sie dann doch still sitzen. Gute Männer, sagen manche, sollten patriotisch sein und dominant gegenüber Frauen. Andere sagen: Gute Männer sind feministisch, sensibel, und sie weinen auch mal. Was denn nun?
Das ist es, was junge Männer heute sehr umtreibt, und die Rechten nutzen es leider einfach für ihre Zwecke aus. Die Manosphere existiert nicht, weil Jungs böswillig sind, sondern weil ihnen in der Identitätskrise keine anderen Optionen aufgezeigt werden.
[deleted] on
[removed]
Baerstein on
Mobbing ist Zeitlos und ein Gesellschaftliches Problem.
Wie üblich kostet Prävention eine menge Geld und muss aktiv angegangen werden. Wir müssen hinschauen lernen.
STSchif on
Ich dachte der Grund seien brutale Killerspiele 🤨
Pixelated_Princess49 on
>Die zuständige Staatsanwaltschaft in Stuttgart bestätigt, dass in Maximilians Fall ermittelt, das Verfahren jedoch eingestellt wurde. Für die Erhebung einer Anklage könne der erforderliche hinreichende Tatverdacht nicht begründet werden, schreibt eine Sprecherin.
Hä?
>Maximilian entsperrt sein Handy und öffnet Snapchat. Er wischt auf dem Bildschirm von oben nach unten, von unten nach oben, bis er die Nachricht findet, die er zeigen will. Jemand droht ihm darin, ihn »behindert schlagen« zu wollen.
>Die Jugendlichen, vor denen er sich fürchtet, schmelzen zu einem anonymen »die« zusammen. Wenn Maximilian wiedergibt, was sie zu ihm gesagt haben, spricht er mit tieferer Stimme. Wir fahren ein Stück weiter. In einer Kurve zeigt er auf den Gehweg: »Wir sind dann zurück nach Hause gelaufen, und auf einmal ist da so ein Typ. Und er sagt so: Warum macht ihr keinen Platz? Später waren wir beim Bahnhof in der Nähe. Da kamen sie mit einem E-Roller an und sagen: Ihr habt keinen Platz gemacht, was geht bei euch? Und dann hat Jonas gelacht. Dann sagt einer: Hör auf zu lachen, sonst gebe ich dir einen Stich. Und das ist halt schon eine große Morddrohung, das Messer zu nehmen und auf jemanden einzuhacken.«
>An einem Tag Anfang März, Maximilian ist allein zu Hause, hört er die Klingel und ein Klopfen an der Haustür. Maximilian: »Und auf einmal sehe ich da acht Leute. Jonas hat sie zu mir geführt. Er hat gesagt, dass sie ihm am Bahnhof gedroht haben: Sag uns, wo Maximilian wohnt, oder wir verschlagen dich. Jonas hat dann einen Schlüssel gefunden unter der Fußmatte. Ich habe meinen Vater angerufen und habe gesagt: Da sind Leute, die wollen mich töten, komm bitte nach Hause. Dann schließt Jonas die Tür auf, und ich habe gesagt, dass ich die Polizei rufe. Dann sind die acht Leute weggerannt wie Lamborghinis.«
Also bitte! Erst wenn der Junge tot ist, darf ermittelt werden?!
feba_ on
Noch ein Beitrag zum Social-Media-Verbot für U16. Wenn sich daran auch gehalten werden müsste. Anscheinend ist es in den Ländern, wo es das schon gibt, nicht der Fall.
Nähme jedenfalls einen Haufen Druck von der Jugend, bis die Menschwerdung schon bisschen fortgeschrittener ist.
Dingsbums85 on
Als ob der Artikel aus meiner Schulzeit (Abijahrgang 2004) stammt, nur halt in modern. (Okay, mein bester Freund hat niemals meine Mobber zu mir geführt – Ehrenmann!)
Alien_Swimmer_1983 on
Eltern sollten schneller haftbar gemacht werden .
Bei einem Hund sorgst du ja auch in der Regel dafür dass von ihm keine Gefahr ausgehen!
Bin selbst Vater und hatte bereits Erfahrungen mit dem Thema.
Am besten dokumentieren anzeigen und verklagen!
Selbstverständlich das Jugendamt informieren.
Nichts erinnert so gut an den Erzieherischen Auftrag als eine hohe Geldsumme die zu zahlen ist .
SlNN6R on
Wer ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann, weiss GENAU was dort abgeht…
kragenstein on
Ich will eigentlich nicht normalisieren, das sei früher auch schon so gewesen, nervt mich beim Klima brutal, aber ich komm nicht umhin den Artikel mit meiner Zeit aus den 90ern zu vergleichen und zu sehen, das viele Faktoren andere waren und nur zwei Gemeinsamkeiten existieren: Gewaltbereitschaft einiger Jungs und Versagen der Polizei und Justiz. Früher gabs (quasi) kein Internet, keine Handys, sodass man einfach auf dem Heimweg von der Schule verfolgt wurde, um zu wissen, wo man wohnt. Mobbing fand immer und überall statt, nur früher ohne Social Media, was es nicht weniger scheiße macht. Migration gabs auch, nur war das damals der Ostblock, der in den Westen kam und entsprechend gabs keinen Islam, die Russlanddeutschen Kinder haben einen auch einfach so verhauen. Selbst Nazis gab es damals, die haben auch Flüchtlingsheime angezündet.
Männer wollen Gewalt und das System nimmt Opfer nicht ernst. Das ist genau wie früher
EatShitAndDieKnow on
Wie so viel Leute nur über die rechten hier labern. Wir haben verstanden nazis sind böse aber über die geht es doch gar nicht. „Es werden die falschen profitieren“ ach du kacke halt doch einfach das Gaul das passiert doch zurecht. Guckt euch an was mit der rechten Partei in Norwegen passiert ist nachdem man die migrationsprobleme angegangen ist. Genau wegen solchen Leuten ist die AFD überhaupt so groß. Schön muss problem rum Schiffen und sich dann wundern. Das AFD Wahlprogramm ist Schrott und am Ende sind die an der Spitze wegen irgendwelchen woken Islamimus fetischisten den die Wahrheit egal und Opfer unwichtig sind. Wir haben hier ein Problem und das einzige was ihr tut ist an eure Agenda zu denken.
Chance-Reception-983 on
Ein Artikel der Angst macht. Aber keine Lösungen anbietet dann noch schön verklausuliert den Elefanten im Raum im siebten Absatz einmal ansprechen. Was für ein Müllartikel in einer immer schlechter werdenden Zeitung.
hunter1BadPassword on
War vor 2 Jahren bei uns im Ort auf der Bezirksbeiratssitzung. Da war auch die Polizei eingeladen und hat über Gewalt an Schulen gesprochen.
Die Polizistin sagte sehr deutlich: Bei Gewalt oder Androhung von Gewalt unter Schülern sollte IMMER die Polizei gerufen werden. Das sei nicht anders als unter Erwachsenen.
Und sie hat daran erinnert, dass Gewalt unter Kindern und Jugendlichen häufig abgetan wird, weil man als Erwachsener sich meistens als Erwachsener in die Schuhe der Kinder begibt – doppelt so groß, vier mal so schwer und zehn mal so kräftig. Würde man sich als Erwachsener aber vorstellen, dass man selbst von einem anderen Erwachsenen bedroht würde, dann fällt es leichter auch die Polizei ru rufen.
ByGoneByron on
Abseits der offensichtlichen Probleme zeigt sich für mich auch wieder, dass es absolut notwendig ist, seinen Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie außerhalb von Schule und privater Freizeit positive Bestätigung und Anerkennung erfahren. Sei es ein Sport-, Musik-, oder Sonstwasverein, der einen geschützten Raum unter der Aufsicht von Erwachsenen zur Verfügung stellt und in dem man von äußeren Einflüssen samt Gewaltandrohung sicher ist.
Er scheint zwar auf die Unterstützung seiner Eltern bauen zu können, wirkt aber trotzdem isoliert und alleingelassen. Bei Androhungen dieser Qualität müssen die Eltern auch aktiv werden und Optionen auf den Tisch kommen, damit man aus diesem Umfeld herauskommt. Sei es ein Umzug zu Verwandten oder auch ein Internat, die Situation ist insgesamt untragbar.
Dieter_Claessens on
Die Stadt Winnenden hat trotz geringer Einwohnerzahl von unter 30.000 Menschen 21 % Nichtdeutsche.
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16 Kommentare
Paywallumgehung: http://archive.today/g9EWi
>Die Welt, in der Jungen groß werden, ist paradox. Sie werden ermutigt, zu raufen, den Starken zu spielen. Aber in der Schule sollen sie dann doch still sitzen. Gute Männer, sagen manche, sollten patriotisch sein und dominant gegenüber Frauen. Andere sagen: Gute Männer sind feministisch, sensibel, und sie weinen auch mal. Was denn nun?
Das ist es, was junge Männer heute sehr umtreibt, und die Rechten nutzen es leider einfach für ihre Zwecke aus. Die Manosphere existiert nicht, weil Jungs böswillig sind, sondern weil ihnen in der Identitätskrise keine anderen Optionen aufgezeigt werden.
[removed]
Mobbing ist Zeitlos und ein Gesellschaftliches Problem.
Wie üblich kostet Prävention eine menge Geld und muss aktiv angegangen werden. Wir müssen hinschauen lernen.
Ich dachte der Grund seien brutale Killerspiele 🤨
>Die zuständige Staatsanwaltschaft in Stuttgart bestätigt, dass in Maximilians Fall ermittelt, das Verfahren jedoch eingestellt wurde. Für die Erhebung einer Anklage könne der erforderliche hinreichende Tatverdacht nicht begründet werden, schreibt eine Sprecherin.
Hä?
>Maximilian entsperrt sein Handy und öffnet Snapchat. Er wischt auf dem Bildschirm von oben nach unten, von unten nach oben, bis er die Nachricht findet, die er zeigen will. Jemand droht ihm darin, ihn »behindert schlagen« zu wollen.
>Die Jugendlichen, vor denen er sich fürchtet, schmelzen zu einem anonymen »die« zusammen. Wenn Maximilian wiedergibt, was sie zu ihm gesagt haben, spricht er mit tieferer Stimme. Wir fahren ein Stück weiter. In einer Kurve zeigt er auf den Gehweg: »Wir sind dann zurück nach Hause gelaufen, und auf einmal ist da so ein Typ. Und er sagt so: Warum macht ihr keinen Platz? Später waren wir beim Bahnhof in der Nähe. Da kamen sie mit einem E-Roller an und sagen: Ihr habt keinen Platz gemacht, was geht bei euch? Und dann hat Jonas gelacht. Dann sagt einer: Hör auf zu lachen, sonst gebe ich dir einen Stich. Und das ist halt schon eine große Morddrohung, das Messer zu nehmen und auf jemanden einzuhacken.«
>An einem Tag Anfang März, Maximilian ist allein zu Hause, hört er die Klingel und ein Klopfen an der Haustür. Maximilian: »Und auf einmal sehe ich da acht Leute. Jonas hat sie zu mir geführt. Er hat gesagt, dass sie ihm am Bahnhof gedroht haben: Sag uns, wo Maximilian wohnt, oder wir verschlagen dich. Jonas hat dann einen Schlüssel gefunden unter der Fußmatte. Ich habe meinen Vater angerufen und habe gesagt: Da sind Leute, die wollen mich töten, komm bitte nach Hause. Dann schließt Jonas die Tür auf, und ich habe gesagt, dass ich die Polizei rufe. Dann sind die acht Leute weggerannt wie Lamborghinis.«
Also bitte! Erst wenn der Junge tot ist, darf ermittelt werden?!
Noch ein Beitrag zum Social-Media-Verbot für U16. Wenn sich daran auch gehalten werden müsste. Anscheinend ist es in den Ländern, wo es das schon gibt, nicht der Fall.
Nähme jedenfalls einen Haufen Druck von der Jugend, bis die Menschwerdung schon bisschen fortgeschrittener ist.
Als ob der Artikel aus meiner Schulzeit (Abijahrgang 2004) stammt, nur halt in modern. (Okay, mein bester Freund hat niemals meine Mobber zu mir geführt – Ehrenmann!)
Eltern sollten schneller haftbar gemacht werden .
Bei einem Hund sorgst du ja auch in der Regel dafür dass von ihm keine Gefahr ausgehen!
Bin selbst Vater und hatte bereits Erfahrungen mit dem Thema.
Am besten dokumentieren anzeigen und verklagen!
Selbstverständlich das Jugendamt informieren.
Nichts erinnert so gut an den Erzieherischen Auftrag als eine hohe Geldsumme die zu zahlen ist .
Wer ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann, weiss GENAU was dort abgeht…
Ich will eigentlich nicht normalisieren, das sei früher auch schon so gewesen, nervt mich beim Klima brutal, aber ich komm nicht umhin den Artikel mit meiner Zeit aus den 90ern zu vergleichen und zu sehen, das viele Faktoren andere waren und nur zwei Gemeinsamkeiten existieren: Gewaltbereitschaft einiger Jungs und Versagen der Polizei und Justiz. Früher gabs (quasi) kein Internet, keine Handys, sodass man einfach auf dem Heimweg von der Schule verfolgt wurde, um zu wissen, wo man wohnt. Mobbing fand immer und überall statt, nur früher ohne Social Media, was es nicht weniger scheiße macht. Migration gabs auch, nur war das damals der Ostblock, der in den Westen kam und entsprechend gabs keinen Islam, die Russlanddeutschen Kinder haben einen auch einfach so verhauen. Selbst Nazis gab es damals, die haben auch Flüchtlingsheime angezündet.
Männer wollen Gewalt und das System nimmt Opfer nicht ernst. Das ist genau wie früher
Wie so viel Leute nur über die rechten hier labern. Wir haben verstanden nazis sind böse aber über die geht es doch gar nicht. „Es werden die falschen profitieren“ ach du kacke halt doch einfach das Gaul das passiert doch zurecht. Guckt euch an was mit der rechten Partei in Norwegen passiert ist nachdem man die migrationsprobleme angegangen ist. Genau wegen solchen Leuten ist die AFD überhaupt so groß. Schön muss problem rum Schiffen und sich dann wundern. Das AFD Wahlprogramm ist Schrott und am Ende sind die an der Spitze wegen irgendwelchen woken Islamimus fetischisten den die Wahrheit egal und Opfer unwichtig sind. Wir haben hier ein Problem und das einzige was ihr tut ist an eure Agenda zu denken.
Ein Artikel der Angst macht. Aber keine Lösungen anbietet dann noch schön verklausuliert den Elefanten im Raum im siebten Absatz einmal ansprechen. Was für ein Müllartikel in einer immer schlechter werdenden Zeitung.
War vor 2 Jahren bei uns im Ort auf der Bezirksbeiratssitzung. Da war auch die Polizei eingeladen und hat über Gewalt an Schulen gesprochen.
Die Polizistin sagte sehr deutlich: Bei Gewalt oder Androhung von Gewalt unter Schülern sollte IMMER die Polizei gerufen werden. Das sei nicht anders als unter Erwachsenen.
Und sie hat daran erinnert, dass Gewalt unter Kindern und Jugendlichen häufig abgetan wird, weil man als Erwachsener sich meistens als Erwachsener in die Schuhe der Kinder begibt – doppelt so groß, vier mal so schwer und zehn mal so kräftig. Würde man sich als Erwachsener aber vorstellen, dass man selbst von einem anderen Erwachsenen bedroht würde, dann fällt es leichter auch die Polizei ru rufen.
Abseits der offensichtlichen Probleme zeigt sich für mich auch wieder, dass es absolut notwendig ist, seinen Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie außerhalb von Schule und privater Freizeit positive Bestätigung und Anerkennung erfahren. Sei es ein Sport-, Musik-, oder Sonstwasverein, der einen geschützten Raum unter der Aufsicht von Erwachsenen zur Verfügung stellt und in dem man von äußeren Einflüssen samt Gewaltandrohung sicher ist.
Er scheint zwar auf die Unterstützung seiner Eltern bauen zu können, wirkt aber trotzdem isoliert und alleingelassen. Bei Androhungen dieser Qualität müssen die Eltern auch aktiv werden und Optionen auf den Tisch kommen, damit man aus diesem Umfeld herauskommt. Sei es ein Umzug zu Verwandten oder auch ein Internat, die Situation ist insgesamt untragbar.
Die Stadt Winnenden hat trotz geringer Einwohnerzahl von unter 30.000 Menschen 21 % Nichtdeutsche.