
Foto: YONHAP News Ein Gericht in Seoul soll über den Fall des Verstoßes gegen das Wahlgesetz des ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol entscheiden. Wenn Yoon mit einer Geldstrafe von mindestens einer Million Won verurteilt wird und das Urteil rechtskräftig wird, müsste die größte Opposition 39,7 Milliarden Won oder etwa 27 Millionen US-Dollar an Wahlkosten erstatten. Das Seoul Central District Court wird sein Urteil ab Montag um 14 Uhr in einer Live-Übertragung verkünden. Yoon wird vorgeworfen, im Dezember 2021 während einer Presseveranstaltung vor der Präsidentschaftswahl 2022 fälschlicherweise behauptet zu haben, er habe einem ehemaligen Steuerbeamten, gegen den wegen angeblicher Bestechung im Jahr 2012 ermittelt wird, nie einen Anwalt vorgestellt. Der ehemalige Präsident wird außerdem verdächtigt, bei einem Interview im Januar 2022 gelogen zu haben, dass er durch einen Parteifunktionär einem Schamanen namens „Geon Jin“ vorgestellt worden sei und dass er ihn nicht zusammen mit seiner Frau Kim Keon-hee getroffen habe. Der Oberste Gerichtshof bestätigte zuvor eine fünfjährige Haftstrafe gegen Geon Jin, der mit bürgerlichem Namen Jeon Seong-bae heißt, weil er mit der ehemaligen First Lady zusammengearbeitet hatte, um Geld und Geschenke von der Vereinigungskirche zu erhalten. Ein Sonderermittlerteam, das sich mit dem Fall befasste, hatte eine zweijährige Haftstrafe für Yoon beantragt, da der Verdacht bestand, dass er den Anwalt tatsächlich dem ehemaligen Steuerbeamten vorgestellt hatte und dass er dem Schamanen erstmals vor mehr als einem Jahrzehnt von seiner Frau vorgestellt worden war.