
Foto: YONHAP News / EPA US-Präsident Donald Trump hat Berichten zufolge einen geplanten groß angelegten Angriff auf den Iran aufgeschoben, nachdem Militärberater gewarnt hatten, dass die amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten mit einem Mangel an Luftverteidigungsmunition konfrontiert seien. Unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtete die New York Times am Samstag, dass Generalstabschef General Dan Caine Trump bei einem privaten Treffen am Vortag gesagt habe, dass das US-Militär größere Kampfhandlungen gegen den Iran wieder aufnehmen könne, warnte jedoch davor, dass dies den Vorrat an Abfangraketen, die den amerikanischen Streitkräften zur Verfügung stünden, gefährlich erschöpfen könnte. Die Warnung kam, als US-Beamte Bedenken äußerten, dass eine Eskalation die im Nahen Osten stationierten Patriot-Raketen und andere Luftverteidigungsressourcen weiter belasten könnte. Trump schien zuvor bereit zu sein, eine Bombenkampagne gegen den Iran zu starten, und teilte Axios am Donnerstag in einem Interview mit, dass die Vereinigten Staaten einen Großangriff erwägen und dass die Vorbereitungen abgeschlossen seien. Berichten zufolge warnten Militärführer jedoch davor, dass die US-Streitkräfte nur über begrenzte Munitionsreserven zur Verteidigung amerikanischer Stützpunkte in der Region verfügten, was Trump dazu veranlasste, die Angriffspläne zu verschieben. Die Zeitung berichtete, dass die Vereinigten Staaten seit Beginn des Konflikts im April bereits mehr als 1.200 Patriot-Raketen eingesetzt hätten, sodass ihre Waffenvorräte besorgniserregend seien.