Hallo zusammen, unsere Nachbarn haben seit ca. 3/4 Jahren Probleme mit einigen Quadratmetern im Vorgarten.

    Aufgefallen ist, dass die Pflanzen dort eingegangen sind.

    Beim Ausgraben ist dann aufgefallen, dass es extrem gammelig/muffig/… stinkt. Außerdem ist die Erde sehr warm (Handwarm, ideal als Taschenwärmer um die Temperatur einzuschätzen.) und durchzogen von einem weißen Zeug. Die obersten 20 cm sind sehr trocken und hart. Danach wird die Erde feucht. Foto 4 zeigt das ganz gut, das ist die Unterseite eines eingegangenen Ministrauches.

    Dass die Erde feucht wird, obwohl es seit Wochen nicht ordentlich geregnet hat und nur wenig gewässert wurde, lässt für mich darauf schließen, dass die Feuchtigkeit nicht mehr weg kann? Grundsätzlich haben wir hier Lehmboden. In den Gärten ist natürlich Mutterboden obenauf.

    Aber warum nur ein paar qm? Und warum so plötzlich. Der Vorgarten wurde vor ~40 Jahren neu gestaltet. Und auch da ist eigentlich nur der Weg neu gelegt worden.

    Die Nachbarn haben schon mal versucht, durch Einbringen von Erde und Kompost alles zu lockern und zu belüften. Das hat offenbar nicht geholfen.

    Selbst die Wildblumen sind an der Stelle nicht angegangen.

    Hat einer den ultimativen Hack oder eine Idee?

    Meine Überlegung war, wenn man nicht den ganzen Garten 1 Meter auskoffern möchte, mit einem Handbohrer so 1,5 Meter tiefe Löcher bohren und die mit Sand füllen, um eine Art Drainage zu bauen. Aber ich will auch nix vorschlagen, was viel Arbeit ist und von vorherhein nix bringt.

    Vielen Dank schon mal!

    Von Mstrlnd

    Share.

    9 Kommentare

    1. Plastic_Detective919 on

      Tiefer graben und den Abfall der darunter entsorgt wurde fachgerecht entsorgen 

    2. MyLittleDreadnought on

      Kann es manchmal sein das dort eine Abwasserleitung längs geht und die in irgendeiner Weise defekt ist?

    3. SuspectNode on

      Das weiße könnte ein Pilz-Myzel sein und ist eigentlich ein gutes Zeichen für den Boden. Den Geruch kann ich nun nicht beurteilen aber ein Myzel riecht eigen, wenn man das nicht kennt, kann man es verwechseln.

      Da ein Myzel lebt kann es auch Wärme erzeugen und Feuchtigkeit halten. Kennt jeder der mal einen Komposthaufen gesehen hat, die sind innen drin extrem warm. Das Myzel kann aber auch erst durch den Kompost gekommen sein.  Da wird aber die Wärme her kommen. 

      Es wurde ja schon angemerkt, dass tiefer ggf. irgendwann mal was vergraben wurde. Es kann au h sein, dass du nun einen unterirdischen Komposthaufen hast, bzw deine Nachbarn. Darauf wächst nicht zwangsläufig was.

      Boden kann genau so belastet sein. 

      Wirkliche Klarheit wird nur eine professionelle Bodenprobe bringen können. Alternativ müsste man alles ausheben, entsorgen und mit neuer Erde füllen lassen 

    4. Bei richtigem Lehmboden staut sich meist Wasser in lokalen Senken, evtl hast du hier eine. Das führt dann unter der Oberfläche zu Fäulnis und anaeroben Zonen. In denen wachsen anaerobe Bakterien und Archaean. Die sind oft giftig, das führt dann zum Absterben von empfindlichen Pflanzen. Manche (Wild)Pflanzem kommen damit bestens zurecht, aber eben nicht alle.

      Ich hatte eine ähnliche Stelle im Garten und habe dort mit einem Hand-Erdbohrer alle paar cm Löcher von ca. 5 cm Durchmesser gebohrt. Mit meinem Spaten oder der Spitzhacke war ich vorher an dem Boden gescheitert. Der Lehm roch im oberen Bereich faulig, darunter war es einfach nur Lehm, praktisch ohne Erdanteile. Da kann auch der beste Wurm nicht mehr viel ausrichten, egal, wieviel Mulch und Mutterboden du obendrauf legst.

      Also: Nachdem ich die Löcher gebohrt hatte, habe ich sie mit lockerem Material gefüllt (ich habe genutzt, was noch da war: 2/5 Kalksplit, groben Sand, feiner Blähton aus dem Baustoffhandel,…). Die Idee war, dass so noch tiefere Senken entstehen sollten, in die das überschüssige Wasser abfließen kann. Teils ist der Bohrer scheinbar durch die Lehmschicht durchgegangen, zumindest war der Aushub an einzelnen Stellen ganz unten wieder dunkler. Aber ich war ziemlich geduldig, bin mehrfach mit dem Bohrer reingegangen, bis er vollständig im Boden war und ich nicht mehr drehen konnte.

      Ergebnis war jedenfalls eindeutig: Diese simple Drainage hat gewirkt.

      , …

    5. Das weiße Zeug sieht mMn aus wie Myzel. Wurden dort je Fruchtkörper von Pilzen gesehen? Das könnte aufschlussreich sein, denn bestimmte Pilze ernähren sich von bestimmtem Material. Weiß man, welcher Pilz das wirklich ist, kann man ggbfs. eingrenzen, was da am Sterben/Verrotten ist.
      Auch die Wärme sagt noch nicht viel aus. Das Myzel könnte dafür verantwortlich sein (Wärme entsteht hier durch den Stoffwechsel des Pilzes).

      Möglich ist, dass das Myzel für das Pflanzensterben direkt oder indirekt verantwortlich ist. Das lässt sich bekämpfen, indem man die betroffenen Stellen z.B. austrocknen lässt oder spezielle Anti-Pilz-Mittel verwendet.

      Unter Umständen ist das Myzel aber nicht die primäre Ursache. Und zwar dann, wenn weiter unten irgendwas am Zersetzen ist. Dann ist es sinnvoller, die Ursache zu finden. Fehlt die Nahrungsquelle, verschwindet der Pilz von selbst.

    6. Oh wow, that dirt looks intense! Maybe its some kind of mold or fungus? Tbh, Im not super knowledgeable about gardening, but it reminds me of when our soil got all weird after a really wet spell. Might be worth checking out some soil amendment ideas or local gardening forums!

    7. Impossible_Effort878 on

      Sieht nach einer Fäulnisschicht aus. Organisches Material, was nicht ordentlich rottet. Nie was geändert worden?

    Leave A Reply