
Foto: YONHAP News / Marine der Republik Korea Die südkoreanische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsgüter geht davon aus, dass Kanada aufgrund seiner Beziehungen zur NATO im Rahmen des Canadian Patrol Submarine Project Deutschland gegenüber Südkorea gewählt hat. Ein Beamter der Defense Acquisition Program Administration (DAPA) teilte Reportern am Dienstag mit, dass Südkorea offenbar seinen Versuch, Kanada mit modernen Diesel-U-Booten zu beliefern, verloren habe, da Kanada und Deutschland als NATO-Verbündete in einer Vielzahl von Bereichen zusammenarbeiten könnten, darunter Ausbildung, Wartung, Ersatzteile und Besatzungen. Der Beamte schätzte ein, dass Südkorea, abgesehen vom Interoperabilitätsfaktor zwischen den Verbündeten, bei der U-Boot-Leistung, den Baukapazitäten, dem Lieferplan und dem Offset ähnlich oder sogar besser abgeschnitten habe als Deutschland. Am Montag zuvor wurde bekannt gegeben, dass der deutsche Schiffbauer ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) im kanadischen Patrouillen-U-Boot-Projekt die bevorzugte Wahl gegenüber der südkoreanischen Hanwha Ocean ist. Das Projekt hat einen geschätzten Wert von 60 Billionen Won oder rund 39 Milliarden US-Dollar und umfasst den Ersatz der veralteten kanadischen U-Boot-Flotte der Victoria-Klasse durch bis zu 12 moderne Diesel-U-Boote sowie 30 Jahre Wartungs-, Reparatur- und Betriebsarbeiten.