
Foto: YONHAP News Die Regierung hat zum ersten Mal seit 36 Jahren die obligatorische Leberfunktionsuntersuchung für Blutspender abgeschafft, um Blutverschwendung vorzubeugen und den chronischen Blutversorgungsengpässen des Landes entgegenzuwirken. Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit und Soziales vom Samstag trat am Mittwoch eine entsprechende Änderung der Durchsetzungsbestimmungen im Rahmen des Blutmanagementgesetzes in Kraft, da der Nutzen des Leberfunktions-Screenings angesichts der Fortschritte bei Nukleinsäuretests abgenommen hat. Der Leberfunktionstest dient dem Nachweis von Hepatitis B- und C-Viren im Blut, die bis zur Einführung des Nukleinsäuretests, der die genetische Information der Viren kopiert, bislang nur schwer direkt zu bestimmen war. Nach Angaben der Nationalversammlung wurden in den letzten fünf Jahren im Land rund 200 Millionen Kubikzentimeter Blut entsorgt, von denen 190.000 Einheiten gespendetes Blut weggeworfen wurden, weil sie den Leberfunktionsteststandards nicht entsprachen. Das Ergebnis des Screenings könnte vorübergehend durch tägliche Müdigkeit oder Nahrungsaufnahme beeinträchtigt werden und zur Ausscheidung von gesundem Blut beigetragen haben.