
Foto: YONHAP News Neue Daten deuten darauf hin, dass der Mangel an Stimmzetteln während der Kommunalwahlen am 3. Juni auf eine fehlerhafte Verteilung zurückzuführen war und nicht auf die Entscheidung, weniger Stimmzettel zu drucken. Das Büro des regierenden Abgeordneten der Demokratischen Partei, Youn Kun-young, gab am Mittwoch bekannt, dass es von der Nationalen Wahlkommission (NEC) die Stimmzetteldruckquoten der 256 regionalen Kommissionen des Landes für die Kommunalwahlen erhalten habe. Nach der Analyse der Daten stellte Youns Büro fest, dass in einer beträchtlichen Anzahl der Gebiete, in denen es am Wahltag zu Stimmzettelmangel kam, genügend Stimmzettel für mehr als 60 Prozent aller Wahlberechtigten vorhanden waren. Den Daten zufolge druckten 125 der 256 Regionalkommissionen genügend Stimmzettel für mehr als 60 Prozent aller Wahlberechtigten aus, obwohl der NEC seine Regeln dahingehend geändert hatte, dass jedes Wahllokal über genügend Stimmzettel für mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten verfügen muss. Nach Angaben des NEC kam es in insgesamt 35 Regionen zu Stimmzettelmangel, darunter 13, die über genügend Stimmzettel für mehr als 60 Prozent aller Wahlberechtigten verfügten. Die landesweiten Druckraten für Stimmzettel wurden der Öffentlichkeit erst am Mittwoch bekannt gegeben. Der Abgeordnete Youn sagte, die Hauptursache für den Mangel an Stimmzetteln sei die Inkompetenz des NEC und betonte die Notwendigkeit einer parlamentarischen Inspektion, um herauszufinden, warum er die Stimmzettel nicht ordnungsgemäß verteilt habe.