
Foto: YONHAP News Ein Gericht in Seoul hat Vermögenswerte und Forderungen der JoongAng Group eingefroren, einem der größten Medienunterhaltungskonzerne Südkoreas, zu dem auch der Lokalsender JTBC gehört, nachdem dieser inmitten einer Liquiditätskrise eine gerichtliche Sanierung beantragt hatte. Quellen aus der Justizgemeinschaft zufolge hat das Insolvenzgericht Seoul am Vortag eine Sicherungsmaßnahme und eine allgemeine Verbotsanordnung gegen die Holdinggesellschaft der Gruppe, JoongAng Holdings, und vier ihrer Tochtergesellschaften erlassen. Die Tochtergesellschaften sind JTBC, das Unterhaltungs- und Medienunternehmen Contentree JoongAng, die Kinokette Megabox JoongAng und der Investmentarm JoongAng P&I. Mit der Sicherungsmaßnahme soll verhindert werden, dass die Gruppe bei der Rückzahlung vor dem Sanierungsverfahren ungerechtfertigterweise bestimmten Gläubigern den Vorrang einräumt, und mit der Verbotsanordnung sollen Gläubiger daran gehindert werden, sich die Vermögenswerte der Gruppe durch Zwangsvollstreckung oder vorläufige Beschlagnahme zu verschaffen. JTBC erklärte am Freitag einen Zahlungsverzug gegenüber seinen Schuldenverpflichtungen, nachdem es 20,6 Milliarden Won oder rund 13,6 Millionen US-Dollar an Asset-Backed-Darlehen bei Fälligkeit nicht zurückgezahlt hatte. JoongAng Holdings, Contentree JoongAng, Megabox JoongAng und JoongAng P&I beantragten am Sonntag eine gerichtliche Rehabilitierung, gefolgt von JTBC am Montag.