
Mobilfunkanbieter dürfen Vielsurfer drosseln // Viele Anbieter verkaufen zwar „unbegrenztes“ Datenvolumen, doch meist regelt eine Klausel, dass der Datenstrom gedrosselt wird, wenn ein Nutzer zu viel surft. Die Bundesnetzagentur geht gegen solche Klauseln vor, jetzt entschied das OVG.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/13b123225-ovg-nrw-heavy-user-duerfen-vorerst-gedrosselt-werden-bundesnetzagentur
7 Kommentare
Laut dem Artikel ist das nur vorläufig:
„Die Bundesnetzagentur wollte die Verwendung solcher Klauseln per Verbotsverfügung sofort stoppen. Damit ist die Behörde nun aber im Eilverfahren gescheitert: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster entschied, dass eine drosselnde Klausel in Handyverträgen bis zur endgültigen Klärung im Hauptsacheverfahren erst einmal weiterverwendet werden darf (Beschl. v. 12.06.2026, Az. 13 B 1232/25).“
Schlechter Titel. Sie dürfen es NOCH drosseln, BIS endgültig darüber entschieden wurde.
Finde ich ehrlich gesagt problematisch.
Ich habe 5G als Backup für den Kabelanschluss weil ich auf die Ausfallsicherheit angewiesen bin.
Wenn wir wirklich europäische Anbieter stärken wollen, müssen wir auch Alternativen haben, besonders in der Infrastruktur. So würde ich nach dieser Feststellung mein Starlink entstauben und wieder aufbauen, auch für meine sensiblen Daten.
Wenn mit „unbegrenzt“ geworben wird und nach 10gb „gedrosselt“ wird, ist es nicht unbegrenzt, erst vor paar tagen geschaut wegen schweiz urlaub, o2 kostet 3gb für einen monat als zusatzoption in meinem vertrag einfach 10€ und teilweise die anbieter für esims (simly zb) sagen dir zwar auch unbegrenztes datenvolumen aber nur bis 5gb danach wird auf 1mbit/s gedrosselt, bitte was soll die scheiße?
Früher hatte ich im Heim Fall Vertrag eine Drosselung bei 300 GB im Monat. Fand das fair, weil das keine wirklich „haushaltsübliche“ Menge war.
Jetzt habe ich das zum Glück nicht, weil durch 4k Netflix, Prime und YouTube komme ich jeden Monat darauf.
1&1 hat mich bei einem unlimited Vertrag gekündigt weil ich bei einem unlimited Vertrag zu viel datenvolumen verbraucht habe. Die wollen jetzt aber noch das Geld für die GESAMTE restliche Laufzeit obwohl ich von denen gar keine Leistungen mehr erhalte. Die haben meinen Account auch einfach so gelöscht.
Man könnte es ja hinnehmen, wenn sie denn wirklich nur drosseln würden und nicht de facto abschalten.
Meist geht es ja entweder auf 64 kbit/s oder gar 32 kbit/s runter, und selbst diese Werte erreicht man dann teilweise nicht. Und mit so einer gedrosselten Geschwindigkeit geht heutzutage nunmal fast gar nichts mehr, außer ggf. der Empfang von E-Mails ohne Anhang oder von WhatsApp-Text Nachrichten. Surfen ist halt schon sehr, sehr schwierig und von Videos brauchen wir gar nicht erst reden. Audio kann man mit 32 kbit/s bzw. 64 kbit/s ggf. noch hören, aber nur wenn die Geschwindigkeiten erreicht werden und der Audiocodec modern genug ist (64 kbit/s hört sich mit Opus noch recht gut an, AAC-LC kommt an Grenzen, AAC-HEv1 ist auch noch gut – bei 32 kbit/s wird hingegen schon dünner)
Warum schreiben wir also nicht z. B. vor, dass, wenn „Unbegrenztes Datenvoumen“ dasteht, dass auch in dem Sinne unbegrenzt ist, dass nach Verbrauch von Highspeed immer noch 1 Mbit/s in beide Richtungen möglich ist. Damit kann man zwar keine Videos auf FHD schauen, wohl aber auf 240p/360p – und Surfen ist auch möglich, aber halt langsam.
Diese Drosseln waren schon vor 10 Jahren faktische Abschaltungen – im heutigen Zeitalter sind sie das noch umso mehr.
Wobei, nach Durchlesem des Artikels scheint es hier wohl eher um O2 Unlimited zu gehen, also die „echten“ Unlimited-Tarife. Da sollte Unlimited auch wirklich Unlimited sein. Und wenn es sowas wie Fairuse gibt, sollte man wenigstens eine „Pfahl-Geschwindigkeit“ nennen, die bei Überlastung wshl. erreichbar ist. Sonst könnten die ja auf 64 kbit/s drosseln und davon kommen.