
Ich hab da schon ein Szenario im Kopf:
Mitarbeiter klopft an:
MA: "Warum verdient A mehr als ich?"
Küchenchef: "Weil er mehr gefordert hat."
MA: "Ich will dasselbe!"
Küchenchef: "Nein."
MA: "Warum nicht?"
Küchenchef: "Weil ich weiß wie du arbeitest und eine Gehaltserhöhung deshalb nicht zur debatte steht."
MA: "Aber A hackelt auch nicht mehr?"
Küchenchef: "Eh nicht, aber ich kann sein Gehalt nicht reduzieren. Ist verboten"
MA: "Aber meines können sie erhöhen."
Küchenchef: "Nein."
MA: "Ich kündige!"
Küchenchef: "OK."
Das machen wir solange, bis alle gekündigt haben und neue Positionen nur noch zu Mindestkollektiv vergeben werden.
Das wird ein Desaster.
Lohntransparenzgesetz: Ein erster Entwurf ist da
byu/Paladin_of_Insomnia inAustria
Von Paladin_of_Insomnia
13 Kommentare
In den meisten Ländern ist das normal.
Und man kann es hier auch leicht herausfinden wer wieviel verdient.
Der Artikel erklärt eigentlich, warum das Gespräch so nicht stattfinden kann.
„Im Kern der Richtlinie steht das Auskunftsrecht über Gehälter, das Angestellte künftig haben werden. Gemeint ist damit nicht, dass man in Zukunft erfragen kann, wie viel individuelle Kolleginnen und Kollegen verdienen. Man hat aber sehr wohl ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie viel jene Menschen im Unternehmen verdienen, die gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten. “
Okay laut deiner Story kündigen immer nur die günstigen Mitarbeiter.
Ich hab ein anderes Szenario selbst erlebt:
MA: „Er verdient mehr und ich will das auch.“
Chef: „Nein.“
MA: „Dann kündige ich.“
Chef: „Ok, dann kriegst du mehr.“
*** Einen Tag später ***
Ich: „Ich sollte vorbeikommen?“
Chef: „Ich weiß, dass du mit deiner Kollegin über dein Gehalt gesprochen hast.“
Ich: „Stimmt. Wir verstehen uns gut und reden auch über sowas.“
Chef: „Man sollte eigentlich nicht über Geld sprechen.“
Ich: ¯\_ (ツ) _/¯
Dass das im Ausgangspost erwähnte Gespräch aufgrund dieser Richtlinie nicht stattfinden kann, wurde ja schon erklärt.
Gesetzt noch nicht da, aber wirkt schon!
Bewerber: ich möchte X.
HR: das ist mehr als üblich und dann müssen wir es begründen, falls Lohnransparenz kommt.
Wir sind in Österreich. Die meisten wollen das eh nicht wissen wollen, also werden wenige nach Auskunft fragen
Für mich zählt nicht ob jemand männlich oder weiblich ist. Die Arbeit gehört gemacht, egal von wenn. Wenn wer das ganze gut kann und die Arbeit schneller und besser als andere erledigt, dann gehört das honoriert. Es kann nicht sein, dass jetzt alle gleich viel verdienen wollen.
DAS IST ☭ KOMMUNISMUS WENN ALLE IMMER GLEICH VIEL VERDIENEN!
Die Bedrohung dieses Gesetzes hat mir bereits mehr Gehalt verschafft. Ich bin relativ schlecht bezahlt im Vergleich zu meinen Kollegen und das hat das Verhältnis jetzt ein wenig aufgebessert.
Allgemein, sehe ich immer wieder den Trend, dass seitdem mehr Frauen im Arbeitsleben sind, die Konditionen für ALLE besser werden. Also einen großen Dank an die Gleichberechtigung!
Der Klassiker von „gut gemeint“ – weil dann werden halt 79015 verschiedene Job-Kategorien definiert und schwuppdiwupp verdient auf wundersamer Weise jeder exakt so viel, wie man selber grad.
Gibts in andere Länder bereits, wird jetzt nicht viel ändern. Zumindest bei uns in der Firma reden die Leute miteinander und man weiß ohnehin was die anderen bezahlt bekommen.
[deleted]
Endlich:
**Die Änderungen betreffen auch die Jobsuche: In Stellenanzeigen ist die Angabe des tatsächlichen Einstiegsentgelts oder einer Gehaltsspanne verpflichtend**
‚Zur Kasse gebeten wird dabei die Managementebene, was wohl den Umsetzungsdruck in Unternehmen erhöhen soll.‘
Was soll des für eine aus der Luft gegriffene Aussage vom Standard sein? Die Unternehmen können ja wohl dezent selbst entscheiden, aus welchen internen Budgets etwaige Strafen gezahlt werden. Depperter als der Standard geht echt schwerlich.