> Darüber hinaus wies das Gericht darauf hin, dass ein Beamter im Vergleich zu Arbeitnehmern nicht nur Privilegien genieße, sondern ihn besondere Pflichten träfen. Dazu zähle, dass der Beamte dort seinen Dienst zu verrichten habe, wo es der Dienstherr wünscht.
> Die Schwierigkeiten der Klägerin, die Betreuung ihrer Kinder zu gewährleisten, seien nicht außergewöhnlich, sondern gelten laut Gerichtsmitteilung „für unzählige andere Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen gleichermaßen“. Die Distanz der Pendelstrecke sei mit 35 Kilometern zwar „nicht unerheblich, aber auch nicht so bedeutend überdurchschnittlich, dass sie für sich genommen unzumutbar wäre“. Eine Fahrzeit von über einer Stunde pro Tag treffe unzählige Pendler in Deutschland.
demotsusucku on
>Darüber hinaus wies das Gericht darauf hin, dass ein Beamter im Vergleich zu Arbeitnehmern nicht nur Privilegien genieße, sondern ihn besondere Pflichten träfen. Dazu zähle, dass der Beamte dort seinen Dienst zu verrichten habe, wo es der Dienstherr wünscht.
Ja, Beamte bekommen im Gegensatz zu normalen Angestellten ja auch einen enormen Zuschlag pro Kind. Da sollte die Betreuung der Kinder ja gar kein Problem sein.
Joj_Balle on
Das sind solche Personen, weswegen viele Menschen Lehrer als Heulsusen sehen. Auch mir fällt es schwer mich mit den bestehenden Problemen des Berufes zu solidarisieren, wenn in absoluter Regelmäßigkeit sowas rauskommt. Pendelt eine halbe Stunde pro Weg und hält das für unzumutbar. Junge.
TrickAdvisor on
Typisch Lehrer. Für das Gehalt + Pension + Jobsicherheit (gerade aktuell) würden viele 1h einfach pendeln.
Beamtentum bedeutet halt nunmal auch Pflichten und nicht nur Rechte.
Klausaufsendung on
Ja es ist meckern auf hohem Niveau. Aber wenn man es ganzheitlich verkehrstechnisch betrachtet, dann macht es schon Sinn die Pendelstrecken zu optimieren. Schulen gibt es überall und fast alle suchen Lehrkräfte. Warum sollte man jetzt jeden Tag an Dutzenden Schulen vorbei fahren an denen man theoretisch auch arbeiten könnte? Das würde auch die Straßen entlasten.
knoetzgroef on
Wahrscheinlich lässt sie sich erstmal 15 Jahre krankschreiben, bis es jemanden auffällt.
Beamte/Arbeitslose/Polizei/Arbeitnehmer/Selbstständige/Bauern/Ausländer/Angestellte/Gewerkschafter/Renter/Politiker/die Jugend sind alle Faul, verwöhnt, gehen nicht mit der Zeit, meckern nur und Leisten nicht genug.
Wenn wollen wir noch auf die Liste setzen, wie oft wollen wir uns den noch zerreißen lassen.
Ralleph on
Als AN meint das Jobcenter, dass 2,5h Wegzeit hin/zurück zumutbar sind.
EggEnvironmental1615 on
Ich würde ihr zugute halten, dass Bitten und im Zweifel klagen halt die einzige Möglichkeit für Beamte sind, den Arbeitsplatz zu wechseln.
Als normaler Angestellter würde man halt einen neuen Job suchen und dann kündigen. Diese Möglichkeit hat sie nicht.
Solange sie keine Demo auf Facebook organisiert, halte ich das Beamtenbashing hier irgendwie für unangebracht. Das man in einem solchen Antrag eher „unzumutbar“ als „es wäre nett wenn“ schreibt würde ich auch erstmal nicht zu hoch aufhängen.
Guenther_Dripjens on
Wie alle hier sich darüber echauffieren, anstatt einfach anzuerkennen, dass zwei Stunden Pendeln pro Tag einfach kompletter Abfuck sind.
Da wird aus deinem 8 Stunden Arbeitstag instant n 10 Stunden Arbeitstag.
TripActual on
Erinnert mich an die ehemalige Kollegin, die während der Elternzeit nach Österreich gezogen ist und erwartet hatte, dass die Firma ihr bei der Rückkehr eine 100% Remote-Stelle gibt, weil der Arbeitsweg ja jetzt viel zu weit sei.
chessclarinet on
„Ja also ich hätte gerne alle Vorteile des Beamtentums aber bitte keinen der Nachteile.“
Oh Süße, komm bloß nicht auf die Idee irgendwann mal in die Privatwirtschaft zu gehen, das wird ein böses Erwachen.
Ed_of_Maiden on
Bin selber Lehrer und jahrelang mehr als eine Stunde pro Weg gependelt. Mir war bewusst, dass ich mir das nicht aussuchen kann. Hätte ja Wohnort wechseln können.
Solche Leute haben es einfach nicht geschnallt, dass das Beamtentum Rechte und Pflichten gleichermaßen mit sich bringt.
Oder wie man sagt: „Das Mäntelchen des Beamten sitzt eng – aber wärmt ungemein.“
schnieg on
Und an der Wunschschule sitzt wahrscheinlich ne Lehrkraft die gern zu ihrer Schule würde. Auch mit abgelehntem Antrag.
An sich ist Pendeln schon verrückt. Jeden Morgen fahre ich mit massenhaft Leuten 1,5h von Stadt A zu Stadt B zur Arbeit, umgekehrt fährt mindestens die selbe Menge von Stadt B zu Stadt A um zu arbeiten. Wer weiß wie viele da potenziell tauschen könnten wenn es ein sinnvolles System zur Verteilung gäbe.
Im ÖD lässt sich sowas noch am realistischsten umsetzen.
_sivizius on
Der Trick ist es keinen Führerschein zu haben. Jedenfalls wurde mein Biologielehrer der quasi direkt neben der Schule wohnte nie an eine andere Schule versetzt.
* **Bei mehr als 6 Stunden täglicher Arbeitszeit:** insgesamt **bis zu 2,5 Stunden** Pendelzeit.
* **Bei bis zu 6 Stunden täglicher Arbeitszeit:** insgesamt **bis zu 2 Stunden** Pendelzeit.
Warum muss ein Arbeitssuchender diese Zeiten bei der suche nach einem zukünftigen Job hinnehmen.
Hinzu kommt das diese Richtwerte in regionen mit längeren Wegen sogar ausgeweitet werden können.
Die gute Frau beschwert sich über 30 Minuten pro Weg. 30 Minuten haben sogar die meisten, die in der Stadt mit den Öffis zur Arbeit müssen
chestnutman on
Schön, wie sich in den Kommentaren wieder alle gegenseitig zerreißen. Deutschland hat Merz wirklich verdient
Commercial_Spray4279 on
„Unter 1 Kind pro Frau“ – speedrun any%
Relative_Bird484 on
Um das mal ins Verhältnis zu setzen:
In NRW gilt laut der entsprechenden Gesetze **für Schülerinnen und Schüler ein Schulweg von drei Stunden!** (hin und zurück) **als zumutbar.**
Vielleicht wollte sie einfach nur die Schule wechseln und das war der beste Grund den sie finden konnte.
Eine Freundin von mir ist Lehrerin und will seit Ewigkeiten weg von ihrer Schule aber sie wird nicht gelassen.
Es ist halt nicht nur Gold als Beamter
lomion_ on
Können wir darüber reden warum man für 35km eine Stunde braucht? Ist sie mit dem Fahrrad unterwegs?
3DPopel on
Man kann die Klage überzogen finden und das Urteil nachvollziehen, ohne gleich ins Lehrer- oder Beamtenbashing abzurutschen.
2 Stunden Pendeln am Tag sind für fast jeden belastend, erst recht mit zwei gesundheitlich vorbelasteten Kindern. Gleichzeitig entsteht aus einem selbst gewählten Umzug nicht automatisch ein Anspruch auf wohnortnahe Versetzung… besonders wenn die bisherige Schule unterbesetzt ist.
Pendeln ist für viele ein massives Lebenszeitproblem, aber „anderen geht’s auch schlecht“ ist kein gutes Argument für ein gutes System. Sinnvoller wäre ein besseres Versetzungs-/Tauschsystem, statt Einzelfälle gegeneinander auszuspielen.
Tom030- on
Als Beamtin kann sie sich doch krank schreiben lassen und das Leben bei vollen Bezügen zu Hause genießen?
Oder ist das nur ein böses Vorurteil?
#Sarkasmus #sorry
revolucionario on
Unabhängig davon ob die Kollegin sich in dem Fall angemessen beschwert… es ist schon ein komisches System mit den verbeamteten Lehrern in Deutschland.
Ich arbeite in England. Hier würde man sich einfach an einer anderen Schule bewerben wenn die einen Lehrer im entsprechenden Fach suchen.
Ganz ehrlich – was bringt das der Gesellschaft?
ShitJustGotRealAgain on
Überliest hier jeder die Sache mit den **“gesundheitlich beeinträchtigen“** Kindern? Das bedeutet erheblichen zeitlichen Aufwand, den man alleinerziehend nicht stemmen kann. Wöchentliche Physio -, Ergo- Logptherapie, ob alles oder einzelnes davon, und Fachärzte. Warum sollte man sonst umziehen? Weil umziehen so witzig ist und man alles auch alleine schafft?
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25 Kommentare
> Darüber hinaus wies das Gericht darauf hin, dass ein Beamter im Vergleich zu Arbeitnehmern nicht nur Privilegien genieße, sondern ihn besondere Pflichten träfen. Dazu zähle, dass der Beamte dort seinen Dienst zu verrichten habe, wo es der Dienstherr wünscht.
> Die Schwierigkeiten der Klägerin, die Betreuung ihrer Kinder zu gewährleisten, seien nicht außergewöhnlich, sondern gelten laut Gerichtsmitteilung „für unzählige andere Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen gleichermaßen“. Die Distanz der Pendelstrecke sei mit 35 Kilometern zwar „nicht unerheblich, aber auch nicht so bedeutend überdurchschnittlich, dass sie für sich genommen unzumutbar wäre“. Eine Fahrzeit von über einer Stunde pro Tag treffe unzählige Pendler in Deutschland.
>Darüber hinaus wies das Gericht darauf hin, dass ein Beamter im Vergleich zu Arbeitnehmern nicht nur Privilegien genieße, sondern ihn besondere Pflichten träfen. Dazu zähle, dass der Beamte dort seinen Dienst zu verrichten habe, wo es der Dienstherr wünscht.
Ja, Beamte bekommen im Gegensatz zu normalen Angestellten ja auch einen enormen Zuschlag pro Kind. Da sollte die Betreuung der Kinder ja gar kein Problem sein.
Das sind solche Personen, weswegen viele Menschen Lehrer als Heulsusen sehen. Auch mir fällt es schwer mich mit den bestehenden Problemen des Berufes zu solidarisieren, wenn in absoluter Regelmäßigkeit sowas rauskommt. Pendelt eine halbe Stunde pro Weg und hält das für unzumutbar. Junge.
Typisch Lehrer. Für das Gehalt + Pension + Jobsicherheit (gerade aktuell) würden viele 1h einfach pendeln.
Beamtentum bedeutet halt nunmal auch Pflichten und nicht nur Rechte.
Ja es ist meckern auf hohem Niveau. Aber wenn man es ganzheitlich verkehrstechnisch betrachtet, dann macht es schon Sinn die Pendelstrecken zu optimieren. Schulen gibt es überall und fast alle suchen Lehrkräfte. Warum sollte man jetzt jeden Tag an Dutzenden Schulen vorbei fahren an denen man theoretisch auch arbeiten könnte? Das würde auch die Straßen entlasten.
Wahrscheinlich lässt sie sich erstmal 15 Jahre krankschreiben, bis es jemanden auffällt.
[Damit hat man in NRW ja Erfahrung.](https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/lehrerin-krank-amtsarzt-jahre-100.html)
Beamte/Arbeitslose/Polizei/Arbeitnehmer/Selbstständige/Bauern/Ausländer/Angestellte/Gewerkschafter/Renter/Politiker/die Jugend sind alle Faul, verwöhnt, gehen nicht mit der Zeit, meckern nur und Leisten nicht genug.
Wenn wollen wir noch auf die Liste setzen, wie oft wollen wir uns den noch zerreißen lassen.
Als AN meint das Jobcenter, dass 2,5h Wegzeit hin/zurück zumutbar sind.
Ich würde ihr zugute halten, dass Bitten und im Zweifel klagen halt die einzige Möglichkeit für Beamte sind, den Arbeitsplatz zu wechseln.
Als normaler Angestellter würde man halt einen neuen Job suchen und dann kündigen. Diese Möglichkeit hat sie nicht.
Solange sie keine Demo auf Facebook organisiert, halte ich das Beamtenbashing hier irgendwie für unangebracht. Das man in einem solchen Antrag eher „unzumutbar“ als „es wäre nett wenn“ schreibt würde ich auch erstmal nicht zu hoch aufhängen.
Wie alle hier sich darüber echauffieren, anstatt einfach anzuerkennen, dass zwei Stunden Pendeln pro Tag einfach kompletter Abfuck sind.
Da wird aus deinem 8 Stunden Arbeitstag instant n 10 Stunden Arbeitstag.
Erinnert mich an die ehemalige Kollegin, die während der Elternzeit nach Österreich gezogen ist und erwartet hatte, dass die Firma ihr bei der Rückkehr eine 100% Remote-Stelle gibt, weil der Arbeitsweg ja jetzt viel zu weit sei.
„Ja also ich hätte gerne alle Vorteile des Beamtentums aber bitte keinen der Nachteile.“
Oh Süße, komm bloß nicht auf die Idee irgendwann mal in die Privatwirtschaft zu gehen, das wird ein böses Erwachen.
Bin selber Lehrer und jahrelang mehr als eine Stunde pro Weg gependelt. Mir war bewusst, dass ich mir das nicht aussuchen kann. Hätte ja Wohnort wechseln können.
Solche Leute haben es einfach nicht geschnallt, dass das Beamtentum Rechte und Pflichten gleichermaßen mit sich bringt.
Oder wie man sagt: „Das Mäntelchen des Beamten sitzt eng – aber wärmt ungemein.“
Und an der Wunschschule sitzt wahrscheinlich ne Lehrkraft die gern zu ihrer Schule würde. Auch mit abgelehntem Antrag.
An sich ist Pendeln schon verrückt. Jeden Morgen fahre ich mit massenhaft Leuten 1,5h von Stadt A zu Stadt B zur Arbeit, umgekehrt fährt mindestens die selbe Menge von Stadt B zu Stadt A um zu arbeiten. Wer weiß wie viele da potenziell tauschen könnten wenn es ein sinnvolles System zur Verteilung gäbe.
Im ÖD lässt sich sowas noch am realistischsten umsetzen.
Der Trick ist es keinen Führerschein zu haben. Jedenfalls wurde mein Biologielehrer der quasi direkt neben der Schule wohnte nie an eine andere Schule versetzt.
**Die gesetzlichen Richtwerte (nach § 140 SGB III):**
* **Bei mehr als 6 Stunden täglicher Arbeitszeit:** insgesamt **bis zu 2,5 Stunden** Pendelzeit.
* **Bei bis zu 6 Stunden täglicher Arbeitszeit:** insgesamt **bis zu 2 Stunden** Pendelzeit.
Warum muss ein Arbeitssuchender diese Zeiten bei der suche nach einem zukünftigen Job hinnehmen.
Hinzu kommt das diese Richtwerte in regionen mit längeren Wegen sogar ausgeweitet werden können.
Die gute Frau beschwert sich über 30 Minuten pro Weg. 30 Minuten haben sogar die meisten, die in der Stadt mit den Öffis zur Arbeit müssen
Schön, wie sich in den Kommentaren wieder alle gegenseitig zerreißen. Deutschland hat Merz wirklich verdient
„Unter 1 Kind pro Frau“ – speedrun any%
Um das mal ins Verhältnis zu setzen:
In NRW gilt laut der entsprechenden Gesetze **für Schülerinnen und Schüler ein Schulweg von drei Stunden!** (hin und zurück) **als zumutbar.**
https://www.citynews-koeln.de/schulnotstand-in-koeln-drei-stunden-schulweg-zumutbar-_id42758.html
Vielleicht wollte sie einfach nur die Schule wechseln und das war der beste Grund den sie finden konnte.
Eine Freundin von mir ist Lehrerin und will seit Ewigkeiten weg von ihrer Schule aber sie wird nicht gelassen.
Es ist halt nicht nur Gold als Beamter
Können wir darüber reden warum man für 35km eine Stunde braucht? Ist sie mit dem Fahrrad unterwegs?
Man kann die Klage überzogen finden und das Urteil nachvollziehen, ohne gleich ins Lehrer- oder Beamtenbashing abzurutschen.
2 Stunden Pendeln am Tag sind für fast jeden belastend, erst recht mit zwei gesundheitlich vorbelasteten Kindern. Gleichzeitig entsteht aus einem selbst gewählten Umzug nicht automatisch ein Anspruch auf wohnortnahe Versetzung… besonders wenn die bisherige Schule unterbesetzt ist.
Pendeln ist für viele ein massives Lebenszeitproblem, aber „anderen geht’s auch schlecht“ ist kein gutes Argument für ein gutes System. Sinnvoller wäre ein besseres Versetzungs-/Tauschsystem, statt Einzelfälle gegeneinander auszuspielen.
Als Beamtin kann sie sich doch krank schreiben lassen und das Leben bei vollen Bezügen zu Hause genießen?
Oder ist das nur ein böses Vorurteil?
#Sarkasmus #sorry
Unabhängig davon ob die Kollegin sich in dem Fall angemessen beschwert… es ist schon ein komisches System mit den verbeamteten Lehrern in Deutschland.
Ich arbeite in England. Hier würde man sich einfach an einer anderen Schule bewerben wenn die einen Lehrer im entsprechenden Fach suchen.
Ganz ehrlich – was bringt das der Gesellschaft?
Überliest hier jeder die Sache mit den **“gesundheitlich beeinträchtigen“** Kindern? Das bedeutet erheblichen zeitlichen Aufwand, den man alleinerziehend nicht stemmen kann. Wöchentliche Physio -, Ergo- Logptherapie, ob alles oder einzelnes davon, und Fachärzte. Warum sollte man sonst umziehen? Weil umziehen so witzig ist und man alles auch alleine schafft?