
Eine heute im Astrophysical Journal veröffentlichte Studie könnte unsere Einstellung zum Sternkollaps verändern.
3D-Simulationen von Universität Kyoto zeigen, dass die endgültige Drehung eines Sterns vor dem Tod nicht durch seine Masse oder sein Alter, sondern durch die Geometrie seines inneren Magnetfelds bestimmt wird. Diese Geometrie kann den Kern sogar nach oben statt nach unten drehen, was das Team überraschte. "Wir waren überrascht, als wir herausfanden, dass einige Konfigurationen der Magnetfelder den Kern tatsächlich in die Höhe treiben," sagt Co-Autorin Lucy McNeill, "Dies deutet darauf hin, dass die endgültige Spinrate von den Eigenschaften des Sterns abhängt." In einigen Klassen massereicher Sterne könnte eine langsame Rotation sogar verboten sein."
Dies ist nicht das erste Mal, dass der Magnetismus in letzter Zeit das Regelwerk neu geschrieben hat. Im März nutzte die Universität Nagoya dafür den japanischen Supercomputer Fugaku eine 45 Jahre alte Theorie über die Sternrotation auf den Kopf stellenDies erwies sich als unvollständig, da ältere Simulationen nicht leistungsstark genug waren, um Magnetfelder genau zu modellieren.
Das Muster lässt sich langsam nicht mehr ignorieren. Der endgültige Spin bestimmt, was aus einem kollabierenden Stern wird, sei es ein Neutronenstern, ein Pulsar oder ein Schwarzes Loch. Wenn dieses Ergebnis für die magnetische Geometrie jedes Sterns einzigartig ist, haben wir den Friedhof der Sterne möglicherweise jahrzehntelang falsch interpretiert.
Quelle des Artikels: Universität Kyoto | Artikel: The Astrophysical Journal, Shimada et al. (2026)
Pressemitteilung: Universität Kyoto
Quellenberichterstattung: AUFSTIEG | Weltraumnachrichten
https://www.kyoto-u.ac.jp/en/research-news/2026-04-28-0