
https://steiermark.orf.at/stories/3351553/
Und wieder Männergewalt nach der Zurückweisung durch seine Partnerin, weil sie die Scheidung angekündigt hat. 4 Menschenleben zerstört weil ein Mann seine Emotionen nicht regulieren kann.
Trauriger Fakt: Statistisch gesehen ist eine Trennung für eine Frau eine der gefährlichsten Phasen in ihrem Leben.
Von adcap1
20 Kommentare
Kaum etwas berührt mich so, wie solche Fälle „Zwei Buben wurden zu Vollwaisen.“
Dieser Moment. Die Welt zerbricht. Ausgelöscht. Ich würde die zwei Burschen so gerne halten.
Ich dachte femizid bedeutet es, wenn eine Frau dafür ermordet wird, weil sie eine Frau ist
EDIT: Ich möchte das ganze nicht verharmlosen, nicht schlecht verstehen. Ich möchte das Thema besser verstehen
Das ist natürlich tragisch. Gewalt durch Männer ist tatsächlich ein Problem, wo sich schon viel zu lange viel zu wenig ändert – keine Frage.
Nur: Ich hab heute auch eine Aussage gelesen (ich glaub auf ORF), dass Frauen sich überlegen sollten ob sie Beziehungen mit Männern eingehen, weil sie in Beziehungen mit Frauen viel sicherer sind. Da gehts mir dann echt zu weit, weil zur Wahrheit gehört schon auch, dass es viel mehr heterosexuelle Beziehungen gibt ohne Gewalt als mit Gewalt.
Ich kann dieses wort nicht mehr hören.
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Femizid ist wohl wirklich das dämlichste Buzzword, das die politische Linke je in der Gesellschaft verbreitet hat. Dennoch ein tragischer und abstoßender Fall.
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Ich frage mich ob es die Möglichkeit geben sollte trennungen unter polizeischutz zu machen…
Immerhin habens ned „Beziehungsdrama“ geschrieben.
Was fast noch erschütternder ist, als diese Tat selbst, sind die ganzen Kommentare hier von Leuten, die versuchen das zu relativieren oder meinen, sich am Begriff „Femizid“ aufhängen zu müssen.
Ernsthafte Frage: was triggert euch so dermaßen, dass ihr euch genötigt seht, im Angesicht einer so gräßlichen Tat solchen Bullshit von euch zu geben?
Schade, dass OP versucht, mit Krampf eine Sexismusdebate samt Kampfbegriffen auf Metaebene anzuzünden.
Tatsächlich beobachte ich: „Klassische“ Femizide kommen vor allem in Milieus mit Migrationshintergrund vor. Da werden Töchter, Schwestern oder Ehefrauen etwa aus Ehrgefühl getötet, eben weil sie Frauen sind.
Wenn Österreicher eine Frau ermorden, ist es fast immer eine Beziehungstat. Ich finde tatsächlich wichtig, auch (!) darüber zu sprechen:
– Wie kann man diese eifersuchtsbedingten Taten weiter verringern?
Weil hier ja immer wieder gemeint wird, dass der Begriff auf einmal falsch verwendet wird und früher ganz viel besser war, bevor ihn die Feministinnen oder wer auch immer zerstört haben: Diana Russell, die ihn selbst geprägt hat, sagt Folgendes.
„After making minor changes in my definition of femicide over the years, I finally defined it very simply as „the killing of females by males because they are female.“ I’ll repeat this definition: „the killing of females by males because they are female.“ I use the term „female“ instead of „women“ to emphasize that my definition includes baby girls and older girls. However, the term femicide does not include the increasingly widespread practice of aborting female fetuses, particularly in India and China. The correct term for this sexist practice is female feticide.
Examples of femicide include the stoning to death of females (which I consider a form of torture-femicide); murders of females for so-called „honor;“ rape murders; murders of women and girls by their husbands, boyfriends, and dates, for having an affair, or being rebellious, or any number of other excuses;(…)
There is a continuum of femicides ranging from one-on-one sexist murders, e.g., a man strangling his wife because she plans to leave him; to one or more males killing a group of women for, say, refusing to wear the correct attire in public; to the other end of the continuum, for example, mass femicides such as when preference for male children results in the killing, or death from neglect, of millions of female babies and girls, as in India and China.“
Morde an Frauen, weil Sie es wagen, sich trennen zu wollen, waren schon immer Bestandteil des Begriffs. Weil, während natürlich jeder Mensch gegenüber jedem anderen Kontrolle in einer Beziehung ausüben wollen kann, scheint das gegenüber Frauen einfach viel öfter zum Mord zu führen.
Und jeder der wie anfangs beschrieben argumentiert zeigt nur, dass er absolut kein ernstes Interesse an dem Thema hat und dementsprechend auch absolut nichts über die Geschichte des Begriffs weiß. Sondern nur Punkte gegen Gegner (seien es Feministinnen, Linke, whatever) erzielen will.
Eine Frau wird vom Ehemann getötet, weil sie sich trennen will. Klarer kann ein Femizid eigentlich nicht sein. Da geht es um spezifisches Besitzdenken. „Wenn ich sie nicht habe, soll sie keiner haben.“
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Die Tat ist abscheulich ohne Frage! Jedoch wegen der Berichterstattung und anhand der neu adaptieren Begriffe entsteht der Eindruck, dass der Mord an einer Frau irgendwie „schlimmer“ wäre als an einem Mann.
Daher kann ich manche Kommentare nachvollziehen, auch wenn das „warum“ schlecht umschrieben ist.
Mord ist Mord und immer eine Tragödie, die viele unschuldige Menschen in Mitleidenschaft zieht. Vernünftige Berichterstattung sollte hier keinerlei Bewertung einführen, auch wenn sie nur impliziert ist.
Tragisch, die armen Burschen, die arme Familie.
PS: Nächstes mal nimmst du einfach den Original-Titel vom Beitrag.
Welche Volltrottln gehen hier noch auf die Ebene der Begriffsdefinition? Eine Frau wurde von ihrem Mann ermordet. Das ist einfach nicht hinnehmbar. Und ja, ein Femizid. Punkt. Wann immer so ein Schwammerl keinen anderen Weg als Mord- / Totschlag weiß, dann ist es genau das.
Hm wieder ein polarisierendes Thema aus der Forensik, welches aufgrund von gesellschaftlichen Spaltungen ausgebuddelt wird, um die eigene Ideologie zu untermauern oder der anderen Partei indirekt Schuld zuzuweisen – absolut hirnrissig die Diskussion. Fakten zusammengefasst:
– Intimizide (der fachlich aktuellere Begriff mit Bezug auf Partnerschaften in welcher Konstellation auch immer) passieren häufiger zugunsten der Männer (Täter; ca. 5:1). Das Motiv ist häufig Eifersucht bzw. territoriale Denkweise , Trennung und existenzielle Ängste, welche auch bei Frauen vorkommen können (siehe Punkt darunter). Frauen sind tatsächlich meist Opfer (ca. 4:1).
– Die Tötungsart hängt stark von der Persönlichkeit und den zum Tatzeitpunkt verfügbaren Mitteln ab. ( zB. ein Jäger/Polizeiangehöriger wird eher zu einer Waffe oder anderen Formen von gewaltsamer Tötung greifen, ein Arzt greift zB. zu stark dosierten Narkotika etc.).
– in 40% der Fälle verübt der Täter auch einen Suizid.
– Mord passiert wesentlich seltener, als es die Medien suggerieren. Grundsätzlich ist jeder von uns dazu fähig. Der eigene Partner ist grundsätzlich immer das gefährlichste Wesen in unserem Umfeld, forensisch gesprochen.
– Psychisch erkrankte Personen sind häufiger Opfer als Täter (allgemein).
So, nun zur Diskussion:
– nur weil das eine oder andere Geschlecht zu einer Verhaltensweise neigt, ist es nicht gleich über-/unterlegen (zB. Beziehungsaggressivität unter Frauen/Mädchen). Unsere Verhaltensweisen sind ein Produkt aus Psyche, Anlage, Umwelt, Spiritualität und Evolution. Mord konnte in stammesähnlichen Konstellationen durchaus vorteilhaft gewesen sein.
– unsere gegensätzlichen Unterschiede sollten als Ergänzungen innerhalb einer gesunden Partnerschaft verstanden werden
– die verpönte und Männern zugesprochene (körperliche!) Aggressivität ist unter den genannten Gesichtspunkten ein Werkzeug, wie es genutzt wird, hängt immer vom Anwender ab. Wie gesagt, selbiges ist auch bei Frauen vorhanden, nur versteckter und gesellschaftlich akzeptierter. (Denkaufgabe: Versucht euch mal vorzustellen, eine Fliege zu erschlagen ohne ein Fünkchen Aggressivität zu spüren. Ich wette, viele denken bei diesem Gedanken an das nervige Summen und eine genervte Stimmung.)
Zum Abschluss sollte noch folgender Artikel gelesen werden: [https://www.kleinezeitung.at/kaernten/20694441/kaerntner-pensionistin-toetet-schwiegersohn-im-schlaf-und-kommt-frei](https://www.kleinezeitung.at/kaernten/20694441/kaerntner-pensionistin-toetet-schwiegersohn-im-schlaf-und-kommt-frei)
Also lasst euch nicht auf gesellschaftliche Grabenkämpfe ein, die nur zu Stagnation führen.
Bei der Menge an menschlichem Abfall der sich in den Kommentaren hier eingefunden hat kommt einem ja das kotzen, aber war ja leider auch klar, dass der blaue Biomüll aus seinen braunen löchern gekrochen kommt.