
Bonjour,
Ich komme kurz nach der Schlacht an, aber diese Woche habe ich mir den Dokumentarfilm „Weder Gott noch Meister, eine Geschichte des Anarchismus“ aus dem Jahr 2016 angesehen. Und ich bin… verärgert.
Meine Erfahrung in der Politik ist wahrscheinlich die gleiche wie die vieler Menschen: Da meine Eltern damals nicht wirklich politisiert waren, baute ich meine „Meinungen“ auf einer Reihe von Ereignissen auf, die Schlagzeilen machten und mich direkt beeinflussten (LePen in der zweiten Runde von 2002, Unruhen von 2005, missachtetes Referendum von 2005, CPE im Jahr 2006 usw.). Dann natürlich meine Beziehungen, die mir sehr geholfen haben, das alles in einen Kontext zu bringen. Kurz gesagt, ich erwache langsam zur Dekonstruktion dieser „Gewissheiten“, die mich umgeben, und lerne, vor dem allgemeinen Denken vorsichtig zu sein und gleichzeitig einen kritischen Geist (dank Universität) gegenüber verlockenden alternativen Bewegungen zu bewahren.
Ich bin kein großer Leser, daher hängen die Entdeckungen, die ich über unsere Geschichte mache, (vielleicht zu sehr?) von meinen Begegnungen und den YouTube-Kanälen ab, die ich anschaue. Einige bemerkenswerte Beispiele für mich waren:
– Die Französische Revolution wurde als vom Volk und für das Volk unternommen verkauft: Letztlich stellte sich heraus, dass sie vom Kleinbürgertum der damaligen Zeit inszeniert wurde, das darin ein Mittel zur Aneignung von Eigentumsakten sah und uns so von einer Gesellschaft der „Bluterbschaft“ zu einer Gesellschaft der sozialen Reproduktion führte (siehe Monique Pinçon Charlot).
→ auch wenn es vielleicht umstritten
– Die Kolonialisierung wird als das Aufkommen großer Entdeckungen und die Bereitstellung von Fortschritt für die Eingeborenen verkauft: letztendlich eine Massenenteignung, die durch rassistische Theorien gerechtfertigt wird, deren ideologisches Erbe noch sehr präsent ist (vgl Versaute Geschichten).
– Die großen Schauspieler unserer Geschichte, fast alle große, brillante Männer: Letztendlich ist fast keiner völlig „verantwortlich“ für das mit seinem Namen verbundene Ereignis (Erfindungen, militärische Heldentaten, Beiträge zur kollektiven Reflexion usw.), weil sie alle einer ununterbrochenen Reihe von Fortschritten folgen, die auf die Arbeit vieler unsichtbarer Frauen und Männer zurückzuführen sind.
Ich höre hier auf, denn das ist nicht der Punkt, aber Aus Neugier würde ich gerne Ihre Beispiele haben.
Nur dort, in „ Weder Gott noch Meister „, ist für mich wirklich ein Schlag ins Gesicht. Eine Bewegung, die mir bis vor ein paar Tagen in dem wenigen (sehr wenigen), was ich darüber wusste, so marginal und naiv vorkam. Die Kluft zwischen den Auswirkungen der anarchistischen Bewegung in Gesellschaften auf der ganzen Welt (wie hier dargestellt) und dem Platz dieser Bewegung in unserem kollektiven Gedächtnis ist katastrophal.
Natürlich lässt sich vieles davon durch die bewusste Unterlassung der herrschenden Klasse erklären. Aber Was ist mit aktivistischen Sphären? ? Warum bezeichnen sich nicht alle Gewerkschaften und Verbände, die sich (zumindest teilweise) für den Klassenkampf einsetzen, als Anarchisten? Der Dokumentarfilm stoppt im Jahr 1945, daher gehe ich davon aus, dass ein Teil der Antwort irgendwo in den letzten 80 Jahren zu finden ist … Und in der Unterdrückung, die auch alle anarchistischen Bewegungen erlebt haben.
Und dann ist da natürlich noch der Inhalt des Themas, der einen tiefgreifenden (und meiner Meinung nach nachhaltigen) Einfluss auf mich hatte.
Einerseits Hoffnung. Dieses Gesellschaftsmodell, das diese Bewegungen behaupten und das wir in diesen vier Jahren erblicken Brasilien (Ich muss die Gründe dafür kennen, das Projekt woanders aufzugeben) oder diese paar Wochen während der spanischen Revolution. Und die Geschwindigkeit, mit der dieses Modell umgesetzt werden kann, während unser aktuelles System mit seinen allgegenwärtigen Auswirkungen unantastbar scheint.
Auf der anderen Seite Frustration. DER Fiasko undenkbar an Mexiko, das Ergebnis der russischen oder spanischen Revolution, die Pariser Kommune … Es ist umso beunruhigender, als überall dort, wo die Revolutionäre vorbeikamen, eine neue Gesellschaft schnell und einstimmig von den Einwohnern gegründet zu werden schien (dies ist vielleicht ein Beispiel für eine parteiische Darstellung des Dokumentarfilms, könnte man sagen). Kurz gesagt, die Frustration über den Erfolg … nur für ein paar Wochen/Monate/Jahre, bevor er ausgerottet wird.
Und schließlich Wut. Hassen. Gegenüber den Bolschewiki, der Polizei, den spanischen „Republikanern“, den Yankees, den Francoisten … All diesen Leuten, die blind ein System verteidigt haben, das sie zermalmt, auch wenn das bedeutet, dabei Kinder zu ermorden.
Ein tiefer Hass, der durch die vergeblichen Versuche der Anarchisten, sich mit anderen Bewegungen auseinanderzusetzen, noch verstärkt wird. Aber das Ergebnis ist grundsätzlich dasselbe: Der sogenannte „vorübergehende“ Einsatz des Staates hat sich immer heftig gegen sie ausgewirkt.
Da kommen mir zwei Fragen in den Sinn: Habe ich jeglichen kritischen Sinn verloren, weil ich nach dem Anschauen zu diesen Schlussfolgerungen gelangt bin? Fehlt mir etwas? Oder ist dies eine echte Demonstration der Gewalt, die das kapitalistische System (und seine institutionellen Verteidiger) an den Tag legen, wenn es sich in Gefahr fühlt?
So unbefriedigend die Antworten auch sein mögen, der Dokumentarfilm hatte zumindest das Verdienst, mein Interesse für Pierre-Joseph Proudhon und Michail Bakunin zu wecken. Wenn Sie Bücher empfehlen können, die für den Normalbürger erschwinglich sind, bin ich interessiert.Wie und warum sollten wir angesichts einer solchen Beobachtung nicht zu einem gewaltsamen Aufstand als Reaktion auf die Gewalt der Bourgeoisie greifen? Aufgeheiztes Thema und schnell transgressiv, aber alles scheint zu glauben, dass es ohne vermeintliche Gewalt keinen echten „Bruch“ mit unserem System geben kann. Die Vorschläge von LFI und sogar der NPA scheinen heute nicht mehr zeitgemäß zu sein.
-> Ich möchte die 4. Regel des Subs hier nicht umgehen, ich möchte nur diskutieren.
Höhe sollte ich vielleicht nehmen? Ich lese das Buch „Alles für alle“ von ME O’Brien und Eman Abdelhadi (Präsentation von Margorito)… Vielleicht ist es das, was mich zu aufgeregt macht?
Danke fürs Lesen des Threads. Ich dränge nicht wirklich auf einen Aufstand (hätte ich selbst überhaupt den Mut?). Ich teile nur meine Gefühle und Fragen angesichts einer Realität, die mich im Moment beunruhigt.
Pensées sur le documentaire "Ni Dieu ni maître, une histoire de l'anarchisme"
byu/ScepticalFrench infrance
Von ScepticalFrench
15 Kommentare
Yo ! Si tu es intéressé par l’anarchisme et les différents courant anarchistes je peux te conseiller plusieurs orga différentes dans leurs actions, fonctionnement et point de vu.
Si tu es encore étudiants : je te conseil le syndicat étudiants : solidaires étudiants (SESL) qui est un syndicat autogestionaire qui forme sur la thématique
Si tu veux rester dans la thématique du syndicalisme : la CNT (la confédération national du travail) qui est un syndicat anarchiste present la ou d’autres syndicat n’arrive pas a s’implanter
Sinon tu as les parti politiques : telle que la Fédération Anarchiste (FA) ou l’UCL (Union des communistes libertaire). Ils ne sont pas électoraliste mais ont un fonctionnement très intéressant et ils forment beaucoup les gens
Je peux aussi te conseiller les groupes militant utonome ou les petites organisations autogestionaires, les comité de quartier ect ect qui fonctionnement généralement avec un système autogestionaire
Voila !
Si tu cherches de la lecture je te conseille l’excellent bouquin de Bertrand Russel, Le monde qui pourrait être.
Il présente les différents système „de gauche“ (anarchisme, anarcho syndicalisme et socialisme) et discute de leur pertinence et de la faisabilité des projets de chacun.
Bonne lecture !
L’un des problèmes de l’anarchie c’est que beaucoup de gens la confonde avec l’anomie
> Pour quelles raisons l’ensemble des syndicats et des associations qui prônent (au moins partiellement) la lutte des classes ne se proclament pas anarchistes ?
Ça, je pense que j’ai une explication simple. Par ce qu’elles ne le sont pas (anarchiste). Pas mal de syndicats ont été pour l’autogestion (oui oui, aussi la CFDT), mais se sont perdus en route. À partir de la guerre d’Espagne, il y a eu beaucoup de pertes anarchistes. À la sortie de la seconde guerre mondiale, le communisme est pas mal contrôlé par le stalinisme. Le modèle ‚communiste‘ sert pas mal d’exemple de réussite de la lutte des classes et représente l’opposition au capitalisme. Moscou va pas mal soutenir les révolutions décoloniales, ce qui va aussi l’imposer comme modèle. Les trotskistes prennent aussi de l’espace politique dans ce modèle révolutionnaire. Les mao passent par la et prennent aussi un peu de place. Je pense que l’occupation de tout cet espace révolutionnaire a pas mal joué contre le renouvellement des rangs anarchistes. J’ai l’impression que la chute de l’URSS a participé à un renouveau de l’anarchisme en occident.
Edit : Édition terminée, désolé, j’ai très résumé mon point de vue, je ne dois pas tarder à partir.
Salut, c’est un sacré terrier de lapin que tu viens de débusquer.
Là je suis malade et de toutes manières je ne suis pas non plus un intello et je sais pas plus expliquer que résumer, mais pour balancer deux trois trucs qui me viennent là comme ça :
l’histoire de l’anarchisme s’inscrit sur plusieurs cadres, plusieurs temporalités. L’histoire de l’anarchisme de masse est „mort“ après la seconde guerre mondiale. Différents groupes communistes libertaires ont tenté de relancer des organisations mais ça ne prendra pas.
C’est un mélange de cause ; échec des révolutions (en particulier celle Espagnole de 1936), destructions des liens et des organisations par la seconde guerre mondiale, émergence de l’état-providence qui fait lier État et société et brouille le discours anti-étatique des anarchistes, et puis surtout hégémonie sans partage du stalinisme en Europe. Les partis communistes seront les chaperons de la classe ouvrière jusque très tard, ce sont dans les années 70/80 seulement en France que cette main-mise sera battue en brèche, mais pour aller de concert avec un nouvel ordre néolibéral.
L’anarchisme comme exigence de liberté et de justice sociale, lui reste vivace, et a pu avoir un regain d’intérêt après la chute des communismes. L’appel à l’auto-organisation, les exigences individuelles (boycott, végétarisme et illégalismes comme la vie en squat ou le vol) permettent toujours à celles et ceux qui se rebellent de trouver des armes théoriques et pratiques.
Il n’y a jamais eu un seul anarchisme, et aujourd’hui encore moins. C’est un ensemble de pratique et de convictions, dont l’une des plus marquantes est l’anti-autoritarisme et qui nous diffère de beaucoup d’autres groupes de gauche.
En lecture, je te conseillerai bien Repenser l’anarchisme de Tomas Ibanez chez les éditions Nada. Je ne suis pas d’accord avec tout ce qu’il dit, mais je trouve qu’il dépeint très bien les évolutions de l’anarchisme et ce qu’il signifie aujourd’hui, et pourquoi l’anarchisme est maintenant + liée à la révolte qu’à la révolution.
Les grands classiques sont toujours une bonne porte d’entrée, comme Kropotkine (la morale anarchisme, la conquête du pain) mais ce sont des ouvrages centenaires maintenant, c’est un socle et c’est tout. Tout comme Dieu et l’État de Bakounine qui reste une première étape aussi, et sur les questions du risque de l’autorité et de la bureaucratie dans les milieux révolutionnaires, on pourra toujours tristement remarquer qu’il avait eu du flair..
Si tu veux, envoie moi un MP, on pourra discuter un peu à l’occasion. là je crache mes poumons sur le clavier, donc je fais une pause. j’espère que c’est pas trop décousu
Si le sujet des histoires de la gauche vous intéresse, jetez un œil à la série de vidéos de La Minute Rouge sur Youtube. Simple, efficace et court.
>> C’est d’autant plus déroutant que partout où les révolutionnaires passaient, une nouvelle société semblait se mettre en place rapidement et à l’unanimité des habitants (là est peut-être un exemple d’une présentation partisane du documentaire vous me direz). Bref la frustration de réussir… uniquement pour quelques semaines / mois / années avant de se faire exterminer.
Oui, c’est tout le problème avec les utopies. En théorie c’est super, en pratique suffit de pas grand chose pour que ça s’effondre. Un système imparfait est globalement mieux, parce que les concessions faites permettent de le rendre plus stable. J’ai bien dit „plus stable“ et pas „stable“.
> Je m’arrête là car ce n’est pas le propos, mais j’aimerais bien avoir vos exemples à vous, par curiosité.
Y a trop d’exemples. Mais c’est pas forcément la faute de l’Histoire „qu’on nous vend“ à l’école ou en trucs d’histoire pop. Bon déjà, c’est pas mal la faute des historiens du 19ème et début 20ème. La moitié des mythes populaires en histoire, c’est un gars en 1850~90 qui invente un truc sans source. Mais bon, c’est aussi que les approches plus structurelles sont beaucoup plus dures à compresser dans un format accessible en moins de 600 pages de bouquin. Tu parler d’Einstein en 2 paragraphe, ou parler de Poincarré, Lorentz, Plank, Noether, Riemann, Maxwell, l’Académie Olympia, la façon dont une large partie de la science de l’époque se joue dans la correspondance entre scientifiques (et que c’est pour ça que la moitié des journaux scientifiques s’appelles „Lettres à l’Académie…“/“Transactions de la société des…“). C’est super intéressant (lit „Le République des Lettres“ pour une exploration de l’importance de ces correspondances dans les sociétés savantes, et la place des femmes dans ces cercles). Litéralement à chaque fois qu’on te dit X à fait Y, y a en fait une centaine de personne derrière X. Mais bon, personne ne retiendrait jamais 100 personnes, t’as besoin d’une star.
Je m’intéresse à l’Histoire des sciences beaucoup, un sujet traversé d’une question fondamentale qui est „Pourquoi c’est l’Europe de l’Ouest qui a conquis le monde?“ et qui a vu la revolution scientifique et industrielle, autrement dit la „[Grande Divergence](https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Divergence)“. Le nombre d’ouvrages écrit la dessus au début de la discipline, ou bien en pop-sci qui ne regardent même pas l’histoire des sciences ailleurs qu’en Europe. Jared Diamond et son Gun Germs and Steel étant un example assez parfait d’un espèce de nouveau vernis colonial basé sur 40 faux prémisses. C’est de mieux en mieux heureusement, y a des archéologues qui s’intéresse à la question, et toujours plus de traductions des archives chinoises, perses/arabes et indiennes.
Plus que l’insurrection, c’est instruction qu’il faut inciter.
Je recommande les nombreuses vidéos de Pacôme sur Blast, la série „L’empire n’a jamais pris fin“
De quoi largement étriquer la vision officielle de l’histoire de France.
[https://www.youtube.com/playlist?list=PLv1KZC6gJTFlbdBD_610rc3yAd5x3qu56](https://www.youtube.com/playlist?list=PLv1KZC6gJTFlbdBD_610rc3yAd5x3qu56)
Alors, oui la violence des États (capitalistes ou communistes) a été très néfaste au mouvement anarchiste ainsi que son absence voulu dans leurs modèles éducatifs.
Et si tu t’es arrêté au premier épisode du docu, il t’en reste 5 (ça couvre toute la période jusqu’au mouvement actuel). Et ça amènera des réponses à certaines de tes questions. Il y a quelques défauts dans les épisodes, mais globalement, ça reste un très bon travail historique, et en tout cas, une bonne introduction à l’anarchisme. Je le conseille donc souvent. Ensuite, pour aller plus loin sans être un gros lecteur, tu peux lire Baillargeon (L’ordre sans le pouvoir, à vérifier, je dis ça de mémoire) qui a l’avantage d’être précis, concis et didactique dans un style accessible et pas élitiste.
Si tu as d’autres questions n’hésite pas, parce que si tu as été touché par le docu de Tancred Ramonet, il y a de grandes chances que tu te retrouves dans beaucoup des idées de l’anarchisme. Et je serais ravi d’en discuter avec toi.
Bienvenue chez les „islamo gauchiste“ camarade 😉
Approfondi tes lectures et n’hésite pas a remettre en question tout et n’importe quoi .
Bonjour
Tu peux aller un peu plus loin et lire par exemple : La ponérologie politique de Andrew M. Lobaczewski
Psychologue qui a vécu le nazisme et le communisme en Pologne.
Tu pencheras peut-être vers une lecture plus psychologique que politique.
C’est à toi de voir.
Tu peux aussi faire des analyses sur le long terme, plus de 2000 ans et voir que le matérialisme a souvent été étouffé par des idéologies fumeuse. C’est par exemple, ce que Mozi en Chine, Charvaka en Inde et Démocrite en Grèce ont du affronter.
Leurs écrits ont parfois été sciemment détruits.
Bon courage dans ce monde.
Oh c’est génial, j’en étais au même point que toi autour de 2019. Ce qui m’a politisé/radicalisé, c’était les violences policières sur les gilets jaunes. A mon avis cela montrait que l’idée qu’on se fait d’un système qui fonctionne mal était erronée. A la place j’ai compris que la police fonctionne très bien et fait exactement ce que les classes dirigeantes attendent d’elle.
Je connais bien le sentiment de merveille lié à l’anarchisme et j’ai été moi-même anarchiste pendant plusieurs années. Je vais te dire ce que je dirais à mon moi du passé, et t’expliquer pourquoi je suis passé au marxisme-léninisme.
L’idée anarchiste d’avoir une société décentralisée, avec de l’organisation collective sans hiérarchie, etc, est excellente, mais ce qui fait défaut dans le logiciel anarchiste, c’est une idée claire de comment passer de notre société actuelle à la société communiste, et de comment surmonter la violence que la bourgeoisie déchaînera en face (idéologique, commerciale, militaire, culturelle, sanitaire, etc). C’est tout l’objet du matérialisme dialectique, qui est le vrai concept central du marxisme.
L’idée, c’est que la révolution se fait nécessairement par étapes. On ne passe pas d’aujourd’hui à demain à la société idéale. Il y aura à chaque moment des éléments de la nouvelle et de l’ancienne société qui coexistent, et la question c’est de savoir dans quelles proportions. Ce n’est pas un tour rhétorique pour légitimer des régimes répressifs, mais une clarté théorique sans laquelle toute action est condamnée à l’échec.
J’observe également qu’en pratique, les anarchistes comprennent rarement comment se structurent les grands clivages au sein du monde capitaliste, et cela conduit à des désaccords très importants. Je prends un exemple classique, géopolitique. Les USA sont la principale force impérialiste dans le monde, et l’un des héritages de la guerre froide c’est la diabolisation du communisme étatique dans les sociétés occidentales. On ne se rend pas compte à quel point on est matrixés par ça, à quel point c’est omniprésent et artificiel (je travaille avec pas mal de gens qui viennent de pays du tiers-monde, et qui sont totalement étrangers à cette propagande). En général la position anarchiste c’est qu’il faut s’opposer aux régimes répréssifs, même ceux qui se réclament du communisme. La position marxiste, c’est que dans le contexte de la lutte contre l’impérialisme, ils sont un progrès clair par rapport à l’impérialisme occidental, et qu’il faut les soutenir en tant que tels. La Corée du Nord a survécu à un génocide (1950-1953) et représente un régime infiniment moins violent que le nôtre (ils ne font la guerre nulle part, n’organisent aucun coup d’état militaire, ne sont pas en train de commettre un génocide, etc). Pareil pour le Vietnam. De même, dans le contexte du début du XXeme siècle, l’URSS de Staline est un régime très autoritaire mais infiniment meilleur que le Congo Belge, l’Indonésie néerlandaise, les colonies française, le régime d’apartheid américain, ou encore les régimes fascistes au Japon, en Allemagne, en Espagne, en Italie, etc. Ou pour prendre un exemple d’actualité, la position classique des anarchistes sur la guerre en Iran c’est de condamner à la fois le régime iranien et les régimes des USA et d’Israel, au lieu de la position marxiste correcte qui est de soutenir sans faille l’Iran et de souhaiter sa victoire militaire. Encore un exemple, après le 7 octobre beaucoup de mouvements anarchistes ont condamné à la fois le Hamas et le régime israélien, alors que la position marxiste est de soutenir tous les mouvements de libération nationale en Palestine et si c’est le Hamas alors on considère qu’ils sont préférables au régime génocidaire israélien.
Tu noteras que dans beaucoup de cas, la position anarchiste ne te permet pas de soutenir qui que ce soit et reste moralement pure, tandis que la position marxiste se salit les mains et soutient le moins pire en contexte, mais elle a l’avantage d’orienter l’action.
Je t’encourage très vivement à lire Lénine, c’est un écrivain absolument magnifique à lire et un homme d’état à l’intégrité sans faille. Je te recommande **L’état et la Révolution** parce que c’est le premier que j’ai lu, et c’est celui qui m’a intéressé au monde du marxisme.
Pour résumer, l’anarchisme est respecté mais pas ignoré, et la raison principale pour laquelle il semble quasi inexistant de nos jours, c’est parce qu’on a fait mieux depuis. Le marxisme est infiniment plus vaste et plus développé, et a conduit à bien plus de succès en pratique.
Je te passe aussi un texte de RedSails sur les „tankies“, dont le dernier paragraphe est le meilleur.
https://redsails.org/tankies/
Si tu veux approfondir un peu plus, et couvrir la période post 45, je te recommande très chaudement „L’anarchisme, une histoire des idées et mouvements libertaires“ de Georges Woodcock. Le livre a été écrit en 1960 mais révisé en 1989, donc ça couvre un peu plus large que jusqu’à 45.
Je ne connais pas très bien Bakounine, mais Proudhon était profondément antisémite et sexiste. C’est des choses très importantes a savoir pour contextualiser notre compréhension de l’anarchisme !
De manière générale, il ne faut surtout pas avoir d’idole ou d’icone. On peut apprécier les pensées de certaines personnes + que d’autres, mais ne surtout pas leur accorder trop de confiance ou trop de place théorique, c’est dangereux pour soi-même et pour le mouvement