
Foto: YONHAP News Die Regierung verbietet intensiven kognitiven Unterricht für Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren, um akademischen und gesellschaftlichen Druck einzudämmen, der als schädlich für eine gesunde Entwicklung angesehen wird. Das Bildungsministerium kündigte am Mittwoch das Verbot an, zusammen mit einer Begrenzung des fachbezogenen Auswendiglernens auf drei Stunden am Tag und 15 Stunden pro Woche für Vorschulkinder ab drei Jahren. Darüber hinaus sind Bewertungs- oder Rankingsysteme, die die Lernergebnisse von Säuglingen und Kleinkindern anzeigen, nicht zulässig. Die Regierung plant, in der zweiten Jahreshälfte durch eine Überarbeitung des Gesetzes über private Lehrinstitute, das private Akademien und Privatlehrer regelt, den langfristigen kognitiven Unterricht für Kinder bis zu 36 Monaten zu verbieten. Das Ministerium sagte, es sei „schädlich“, sehr kleinen Kindern zu erlauben, kognitiven Unterricht mit hohem Druck zu erhalten, der über die Standardarbeitsbelastung hinausgeht, bevor sie entwicklungsbereit sind. Private Akademien, die gegen die Vorschriften verstoßen, drohen mit höheren Geldstrafen von bis zu zehn Millionen Won (statt zuvor drei Millionen Won) sowie einer Strafe, die dazu führen könnte, dass ihnen die Hälfte ihrer Einnahmen zurückerstattet wird. Das Ministerium gab bekannt, dass es auch alle Formen von „Einstufungstests“ einschränken wird, die von privaten Akademien zur Bewertung junger Studenten verwendet werden, einschließlich mündlicher Interviews, Anträge auf Bildungsnachweise und Ergebnisse bei offiziellen Englischprüfungen wie dem TOEFL. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2024 zu den Ausgaben für private frühkindliche Bildung lag die Beteiligungsquote fünfjähriger Kinder an privater Bildung bei 81,2 Prozent. Die Zahl der Englischakademien für Kinder im Land stieg von 615 im Jahr 2019 auf 819 im letzten Jahr, während die durchschnittlichen monatlichen Kosten für den Besuch eines Kindes auf einer halbtägigen Englischakademie eins, fünf Millionen Won oder über tausend US-Dollar erreichten. Letztes Jahr definierte die Nationale Menschenrechtskommission Koreas extreme frühe private Bildung als Kindesmissbrauch und empfahl dem Ministerium, Vorschriften auszuarbeiten, um die Verbreitung prüfungsbasierter Akademien und fortgeschrittener Formen der Lese- und Schreiberziehung in Fremdsprachen zu begrenzen.