
Foto: YONHAP News Südkorea hat nach internen Beratungen beschlossen, der diesjährigen Resolution des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten Nordkoreas als Co-Sponsor beizutreten. Ein Beamter des Außenministeriums sagte am Samstag, dass die Entscheidung in Absprache mit den zuständigen Behörden getroffen worden sei und Seouls Haltung widerspiegele, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um spürbare Verbesserungen der Menschenrechtssituation in Nordkorea zu erreichen. Zuvor hatte die Regierung über eine Nichtteilnahme nachgedacht und dabei die Bemühungen zur Wiederaufnahme des innerkoreanischen Dialogs gegen den starken Widerstand Pjöngjangs gegen die Resolution abgewogen. Wiedervereinigungsminister Chung Dong-young hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der Norden die Resolution als feindseligen Akt betrachte, und angedeutet, dass eine Nichtbeteiligung möglicherweise vorzuziehen sei. Trotz dieser Bedenken entschied sich Seoul letztendlich dafür, sich mit gleichgesinnten Ländern zu verbünden, die den Menschenrechten Priorität einräumen, und kam zu dem Schluss, dass die feindselige Haltung Nordkoreas unabhängig von seiner Beteiligung unverändert bleiben würde. Es wird auch davon ausgegangen, dass die Regierung die Bedeutung politischer Kohärenz berücksichtigt hat, da sie letztes Jahr eine ähnliche Resolution in der UN-Generalversammlung mitunterstützt hat.