Ein Fünftel der Jugend will auswandern: „In Spanien habe ich mich viel freier gefühlt“

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26 Kommentare

  1. East-Profit-3754 on

    Ausreiseverbote einführen. Bekommen in Deutschland alles finanziert und hauen dann ab, das ist nicht solidarisch.

    /s

  2. Komme aus der Ukraine und lebe schon mehrere Jahre in Deutschland. Obwohl schon fast überall rumgereist und bin nicht ortsgebunden, in Deutschland ist es für mich am besten. Vor Corona war Spanien noch attraktiv aber aktuell deutlich teurer geworden.

  3. blue_highland_cow on

    Ich finde es verständlich und will auch nächstes Jahr mit meinem Freund in sein Heimatland ziehen. Er war dann ca. 8/9 Jahre hier und wir wollen einfach mal ausprobieren und schauen, wie es uns dort geht. (Wen es interessiert: Ebenfalls Spanien) Wir gründen dann mit seinem besten Freund eine WG 😀

    Mir ist das eher wichtig aus Gründen der „Selbstfindung“ beziehungsweise denke ich, dass ich aus der Situation viel für mich und mein Leben lernen kann, und wenn es nur die Sprache ist. Wir sagen uns immer, in Spanien ist die Politik bzw. Stimmung vielleicht nicht grundsätzlich besser (*ich kann es noch nicht fundiert beurteilen), aber selbst ich habe mittlerweile mehr Freunde dort als hier. Es gibt auch allgemein (in „unserer“ Stadt und Umgebung) bessere Freizeitangebote für junge Erwachsene. Liegt sicherlich auch dran, dass wir hier in DE sehr ländlich wohnen und es wirklich nichts für uns zu tun gibt. Insofern würden wir uns vielleicht auch in einer deutschen Grossstadt wohler fühlen. Aber ja; wie gesagt wollen wir auch mal eine Weile näher bei seiner Heimat verbringen. Wie lange wir dann bleiben, ist offen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

  4. Wonderful-Pause1048 on

    …und das junge Paar – im Bericht beschrieben – ist wieder zurück, in Deutschland; nicht alles ist Gold, was glänzt.

  5. eipotttatsch on

    Das ist sowas, was ich sicher in Betracht ziehen würde, wenn Geld kein Thema wäre.

    Gibt echt viele Orte, an denen ich (bei gleichem Lebensstandard) glücklicher wäre. Alleine das Klima macht das bei mir echt merkbar.

    Aber der Lebensstandard ist in Deutschland in vielen Jobs eben schon echt nicht schlecht

  6. RhineRiverLass on

    Hätte ich keine Kinder, wäre ich auch weg. Finnland, Norwegen… so was in die Richtung.

  7. Durchschnittsgehälter von 2300€ und Jugendarbeitslosigkeit von 25% fallen erst auf, wenn man dort lebt und nicht nur Urlaub macht.

  8. Absolut verständlich, ich ziehe im Sommer ebenfalls weg.

    Erstmal fürs Masterstudium, aber hoffentlich langfristig.

  9. KennartLaal on

    Ich schreibe es schon mal, bevor die Fraktion wieder selbst den Thread findet:

    aBeR Wo SoLL eS DeNn SoNsT BeSsEr SeiN?! gepaart mit ganz vielen anderem verletzten preußischem Stolz.

  10. Hot-Network2212 on

    Bis man merkt wie viel eine gute Wohnung in einer spanischen Großstadt kostet im Vergleich zum Gehalt..

  11. Technical-Bed3511 on

    Ich bin 25 und plane, nächstes Jahr nach Buenos Aires auszuwandern. Ich bin noch auf der Suche nach einem passenden Remote Job, aber ich freue mich schon sehr, der deutschen Negativität zu entkommen.

  12. Pläne in die Richtung habe ich auch. Ich hoffe zwar, die nie umsetzen zu müssen, aber ich habe lieber einen Plan, sollte es notwendig werden. Da muss ich leider auch etwas an meine Sicherrheit denken.

  13. modsuwakusoyarou on

    Wird vor allem schlimmer, wenn Klingbeil mit seinen Forderungen zur Rente durchkommt.

  14. RangerPeterF on

    Bei sowas bin ich immer zwischen Erheiterung und Ernüchterung hin und hergerissen. Zum einen ist es wirklich kein gutes Zeichen, wenn so viele junge Menschen unzufrieden sind, und angesichts der Politik hier ist das auch nicht verwunderlich.

    Zum anderen sind diese Leute oft ein wenig weltfremd. Man ist jung, sieht viel auf Social Media, im Fernsehen oder beim Urlaub und glaubt, so wäre das Leben dort. Man will den Standard aus Deutschland mit dem Wetter in Spanien. Wenig Sprachkenntnisse, keine Ahnung von der dortigen Politik und co., das habe ich selbst schon im Freundeskreis mitbekommen. Wirklich gut vorbereitet sind da die wenigsten.

    Nichts desto trotz sollte die ganze Sache nicht zu sehr abgetan werden. Irgendwo fußt es ja auf realen Problemen.

  15. Vor 20 Jahren war der Arbeitsmarkt in meinem Feld sehr schlecht, und so bin ich nach dem Diplom als Praktikant nach Frankreich und dann über 10 Jahre da geblieben.

    Wäre meine Familie nicht in Deutschland, wäre ich wohl nicht zurückgekommen. Zwischendurch hatte ich auch ernsthaft überlegt, die französische Staatsangehörigkeit zu beantragen.

    Ich glaube aber nicht, dass es unbedingt am Land selber liegt.

    Man hat nur, wenn man auswandert, die Chance, das neue Land zu seinem eigenen zu machen, und gleichzeitig eine gewisse Distanz zu wahren.

    Es geht jeder anders damit um, denke ich. Aber für mich war es auch nach vielen Jahren sehr bequem, mich sowohl von der französischen Politik (konnte ja nicht wählen) und der deutschen (betraf mich ja kaum) zu distanzieren, mir aus beiden Kulturen herauszupicken, was mir gefiel, und mich von verinnerlichten gesellschaftlichen Erwartungen in gewissem Maß freizumachen. Ich habe mich zwischen den Kulturen sehr wohl gefühlt, weil ich Gelegenheit hatte, vieles zu hinterfragen und mich in gewissen Maß frei neu zu finden und zu erfinden.

    Von daher verstehe ich das mit dem „freier fühlen“ sehr gut. Auch als dauerhaft Ansässiger, nicht nur als Tourist.

    Frankreich hat sehr viel, was für es spricht, und einige Dinge, mit denen ich auch nach all den Jahren Probleme hatte. Und es war für mich eine sehr wertvolle Zeit, und ich bin glücklich, dass ich diese Möglichkeit hatte. Ich würde es allen jungen Menschen wünschen, mit Neugier in ein anderes Land gehen zu können und das Leben dort auf sich zukommen zu lassen.

  16. Actual_Document3333 on

    Also ich bin weg wenn die Faschos an die Macht kommen, habe nächste Woche tatsächlich auch deshalb ein Gespräch mit meinem Vater (Rentner) um genauer zu planen was wann wo

  17. GuyWhoSaysYouManiac on

    Auswanderer hier (USA). Das stellen sich glaube ich viele einfacher vor, als es in Wirklichkeit ist. Ich glaube einfach nicht, das ein fünftel „konkrete Pläne“ hat. Und das Paar im Artikel scheint mir typisch deutsch auf höchstem Niveau zu jammern… Man hat nicht genug Zeit für die Freunde? Mit weniger Arbeit als in Deutschland kommt man kaum irgendwo durchs Leben. Und von den Freunden wegziehen scheint mir da eher kontraproduktiv zu sein….

  18. Haben sehr viele sicherlich auch erlebt. Man geht in den Urlaub/länger ins Ausland zum Reisen und man findet in dieser Zeit vieles besser als „Zuhause“. Alles ist aufregender und neu. Am meisten fühlt man dieses „Fernweh“ in den ersten Tagen zurück in der Heimat, aber es normalisiert sich dann wieder schnell. Dieser Holiday Effect ist real.

  19. Th9RealMarcoPolo on

    Bin 27 und lebe jetzt schon seit 2 Jahren in SEA.
    Zwischen wollen und tun liegt ein großer Unterschied.

  20. Old_Scientist_2023 on

    Für mich ist es jedes Jahr das gleiche: immer mehr schlechte Prognosen über Deutschland -> ich informiere mich wo ich auswandern kann und such mir Länder raus -> seh die negativen Seiten des Landes -> merke wie zufrieden ich in Deutschland bin und will hierbleiben

  21. Previous_Maize2507 on

    Bedingt freier.
    Hab die 15 Monate dort sehr genossen und will die Zeit auch nicht missen.
    Leben am Meer, viel mehr warm pro Jahr, immer Party verfügbar, gechillte Wohnung zwischen Nachtclubs und Innenstadt im Wohngebiet, zweite Reihe am Hafen. War schon schön.

    Aber halt 1300 Brutto, das waren dann 1080 Netto und 500 Plus Strom Gas und Wasser für die Wohnung…. Man kann schon von 450€ leben. Aber halt nicht gut. Wenn ich mir die Zahlen so anschau, frag ich mich, wie ich das überhaupt gemacht hab. Telefon, Internet, Auto, Saufen gehen und normal Essen…. Wovon ¿? XD
    Das war 2011-2013, wenn ihr euch über die Zahlen wundert.

    Immerhin hab ich ne Sprache gelernt – nice to have.

  22. Spanien ist was seine Wirtschaft angeht die letzen Jahre sehr stark und die Zukunft sieht auch sehr gut aus, die Jugendarbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote Allgemein ist im Trend fallend. Spanien Zukunft sieht sehr gut aus während Deutschlands sehr schlecht aus sieht aber wie immer wollen deutsche nie sich eingestehen wie es wirklich aussieht (warum auch immer) kein Wunder das andere Europäer uns für arrogant halten.

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