5 Kommentare

  1. Unglaublich, dass alle Lehrer pauschal A13 verdienen sollen. Als Einstiegsgehalt!
    Wir reden hier von ca. 95.000 Euro Jahres-Bruttoäquivalent zur freien Wirtschaft, einer Pension und privater Krankenversicherung. 

    Lehrer sind der weitaus größte Personalkörper bei den Beamten. Kein Wunder, dass das perspektivisch kaum finanzierbar ist. 

    Edit: Typos.

  2. Feisty-Reception-704 on

    Bachelor + 12 Monate Ref sollte ausreichend sein von 1. bis 10. Klasse unterrichten 🙂

  3. Separate_Ad4150 on

    Bin ich A13, verbeamtet und PKV-versichert? JA. Das sage ich ganz offen als Disclaimer.

    Aber, und das sind einige Argumente, die für das hohe GEHALT und sogar das Beamtentum sprechen:

    # Der Stundenlohn-Mythos: Warum 50 Stunden die A13 relativieren

    Reden wir Tacheles über die Arbeitszeit, denn hier liegt der größte Denkfehler der Kritiker. Wer von einer 40-Stunden-Woche träumt, hat den Anschluss an die Realität im Lehrerzimmer verloren. Wir sprechen hier – jenseits von irgendwelchen fragwürdigen Studien (Sachsen *HUST HUST*), die die Realität hinten und vorne nicht abbilden – von einer ganz normalen Belastung von 45 bis 50 Stunden pro Woche. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Wenn man das A13-Gehalt mal ganz nüchtern auf diese tatsächliche Arbeitszeit runterrechnet, dann schrumpft der vermeintlich „hohe“ Stundenlohn massiv zusammen. Rechnet man das auf eine echte 40-Stunden-Woche runter, bleibt von dem „Privileg“ finanziell gar nicht mehr so viel übrig, wie alle immer denken. Ich sage es ganz ehrlich: Ich würde sofort für A12 unterschreiben, wenn ich dafür eine ECHTE 40-Stunden-Woche bekäme, in der Überstunden bezahlt oder ausgeglichen werden ODER – und das ist ja wohl die höhe – meine Arbeitsaufgaben mal klar DEFINIERT und ERFASST würden ……. Aber das ist unter den aktuellen Gegebenheiten schlicht keine Option. Viele Kollegen arbeiten heute schon nur noch auf „Sparflamme“, und das nicht aus Faulheit, sondern als reiner Selbstschutz, um nicht direkt im Burnout zu landen. Die empirischen Zahlen zur psychischen Belastung lügen nicht – wer hier noch weniger Geld bietet, sorgt nur dafür, dass die Motivation endgültig flöten geht und das System, das ohnehin schon wackelt, komplett kollabiert. Wer denkt, dass die hohe psychische Belastung doch bei allen Jobs vorliege und es uns „allen doch so schlecht geht“ der ist einfach nur noch lost…. sorry.

    # Ein Marathon der Ausbildung: 7 Jahre bis zur „Front“

    Man darf nicht vergessen, was hinter einer Lehrkraft steckt: Wir reden von 6 bis 7 Jahren hochspezialisierter Ausbildung. Ja, andere studieren auch, aber gerade das Referendariat ist eine ganz andere Hausnummer – das ist psychischer Stress und ein Leistungsdruck, den man erst mal durchstehen muss. Dieses jahrelange Investment muss am Ende auch honoriert werden. Es ist absolut sinnbefreit zu behaupten, A12 sei ja auch „genug“. Das spart dem Staat am Ende kaum etwas, bringt aber keine Entlastung und vertreibt die Leute nur noch schneller aus dem Beruf. Wir sehen doch jetzt schon, was passiert: Die PISA-Ergebnisse sinken immer weiter ab. Wenn wir den Beruf finanziell noch unattraktiver machen, wird dieser Abwärtstrend zur unaufhaltsamen Spirale (auch wenn er das eigentlich schon ist …. sind wir mal ehrlich). Ein faires Gehalt ist kein „Geschenk“, sondern die Grundvoraussetzung, damit überhaupt noch jemand bereit ist, dieses System für unsere Kinder und die Zukunft dieses Landes am Laufen zu halten. –> und bevor hier schon ein Harro schreibt: MIMIMI, aber mein Job ist auch so hart (was ich nicht leugne! Lest bitte den nächsten Punkt!)

    # Die Einladung an alle: Warum all der Hate?

    Es ist doch paradox: Einerseits wird über „zu viel Geld“ geschimpft, andererseits ist es heute leichter denn je, selbst in das System einzusteigen. Quereinsteiger werden – je nach Fach – mit Handkuss genommen und oft sogar direkt verbeamtet. Wenn der Job so ein überbezahltes „Pillepalle“ wäre, warum rennen uns die Leute dann nicht die Bude ein? Wer also über A13 wettert, den lade ich herzlich ein: „Hit me up“, ich stell euch mal eine Woche vor die Klasse (ich arbeite an einer Oberschule, sozialer Brennpunkt mit hoher Kriminalitätsrate). Moderiere 30 verschiedene Persönlichkeiten, kümmere dich um Inklusion, Differenzierung und Elternkommunikation, während du nebenbei noch Konferenzen und Korrekturen wuppst. Ich hacke ja auch nicht auf meinem Nachbarn herum, der als A10-Beamter bei der Bundespolizei einen unglaublich schweren und wichtigen Job macht – ich schätze ihn wert. Es wird Zeit, dass die Menschen in Deutschland begreifen, dass wir Lehrer diesen Job nicht „nebenher“ machen. Wir halten den Laden zusammen, und jeder, der meint, es sei zu viel Geld, hätte jederzeit die Chance, denselben Weg zu gehen. Dass es kaum jemand tut, sagt eigentlich schon alles über die wahre Belastung aus. Kurzum: Ich bashe eure Jobs auch nicht, denn ich weiß nicht um eure wirkliche Arbeitslast oder euer psychisches Wohlbefinden …. Lasst uns doch einfach mal alle dafür sorgen, dass es uns ALLEN gut geht und nicht nur „den wenigen“ und ganz klar den Lehrern unter keinem Umstand ….

    # Das „Sponsoring“ des Dienstherrn: Wo ist eigentlich mein Arbeitsplatz?

    Das ist ein Punkt, der mich immer wieder fassungslos macht: Zeig mir einen anderen A13-Job (zum Beispiel im Ministerium oder bei der Polizei), bei dem der Mitarbeiter seinen eigenen Schreibtisch, seinen eigenen PC, sein eigenes Papier, seinen Drucker und sein schnelles Internet komplett selbst bezahlen und in seinem privaten Wohnraum unterbringen muss. **Lehrkräfte sponsern das staatliche Bildungssystem jedes Jahr mit tausenden Euro aus eigener Tasche (wenn wir das realistisch runterrechnen gebe ich denke ich etwa 200 Euro monatlich nur für meine Arbeit aus ….).** Wir haben keinen „Dienstwagen“, wir haben nicht mal einen festen Arbeitsplatz im Lehrerzimmer, an dem man konzentriert arbeiten könnte. Das „Home Office“ ist für uns keine Option, sondern eine zwingende Voraussetzung, die wir privat finanzieren. Wenn man diese versteckten Kosten vom Netto abzieht, sieht die „üppige“ A13 plötzlich noch mal ganz anders aus.

    & zu guter Letzt:

    # Die „Eierlegende Wollmilchsau“: Aufgaben-Inflation ohne Ende

    Was viele vergessen: Das Berufsbild hat sich in den letzten zehn Jahren massiv gewandelt, ohne dass die Arbeitszeit angepasst wurde. Früher warst du Wissensvermittler. Heute bist du gleichzeitig **IT-Admin** (weil die Tablets nicht laufen – wenn deine Schule denn welche hat), **Sozialarbeiter** (weil die psychischen Probleme bei Schülern zunehmen & – so wie bei uns in Sachsen Anhalt – Die Stellen hierfür drastisch abgebaut werden, denn wir brauchen so nen Quatsch ja gar nicht ….. -.-), **Inklusionsbegleiter,** **Datenschutzbeauftragter, AG-Leiter, Klassenfahrts-Organisator** (im gleichen Zuge etwa auch dann in einer Woche mit etwa 70 Stunden Arbeit am Kind dabei …. & bekommst nur 25 „gutgeschrieben“ **und und und ….**. Wir fangen gesellschaftliche Probleme auf, für die es eigentlich spezialisiertes Personal bräuchte. In der freien Wirtschaft würde man für jede dieser Zusatzrollen eine eigene Stelle schaffen oder zumindest eine satte Gehaltserhöhung fordern. Wir sind quasi das „ungewollte“ Schweizer Taschenmesser, welches seid 20 Jahren nicht mehr geölt wurde….. In der Schule heißt es einfach: „Mach das mal nebenher mit, du hast ja noch Zeit.“ Diese enorme Breite an Verantwortung wird durch A13 gerade so eben abgebildet, aber sicher nicht überbezahlt. Wer A13 kürzen will, muss mir sagen, welche dieser fünf Rollen ich dann bitte streichen darf.
    Und wer nach diesen Puntken noch immer sagt, dass es kein Beamtentum (Angestellte mal außen vor, finde ich auch extrem unangebehm frech und unfair vom Dienstherren, ja…. (machen wir aber mal nicht auf, weil das wieder nur weiter ausuftert …), hohes Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen bräuchte, …. sorry, aber dem kann ich nicht mehr helfen und gleichsam kann ich diese Person nicht mehr ernst nehmen.

    **Ich mache mich bereit, hierfür einige Downvotes zu bekommen, aber ganz ehrlich … ich bin bereit und gewillt sie zu empfangen von Denjenigen, die nicht verstehen, was Lehrer den ganzen Tag über machen ….**

  4. Angesichts der Tatsache dass viele Schüler YouTube Videos oft als besser erklärend empfinden als viele Lehrer die das studiert haben, sollten wir viele Stunden deutschlandweiten inhaltsgleichen Frontalunterricht durch Videos ersetzen. Die Lehrkräfte sind sinnvoller eingesetzt für alles andere was so im Unterricht sowie davor und danach getan werden muss. Das spart massiv Stunden und Kosten ohne Qualitätsverlust.

  5. Warum leben Lehrer in so einer heftigen bubble und denken sie wären die einzigen die unbezahlte Überstunden machen ? Euer Gehalt ist einfach absurd hoch. Akzeptiert es und seid leise

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