
Foto: YONHAP News Südkorea hat ein Notfallszenario für den schlimmsten Fall entworfen, bei dem die Flüssigerdgasimporte aus Katar vollständig eingestellt werden, nachdem iranische Angriffe 17 Prozent der LNG-Kapazität des Golfstaats für bis zu fünf Jahre lahmgelegt haben. Beamte des Industrieministeriums sagen, dass Seoul im Rahmen seiner Gegenmaßnahmen wahrscheinlich größere Versorgungsunterbrechungen im Falle einer Erklärung höherer Gewalt durch Katar vermeiden kann. Der Notfallplan, der kurz nach Ausbruch der Feindseligkeiten erstellt wurde, geht von einem „Null-Import“-Szenario für katarisches LNG aus und beschreibt Reaktionsmaßnahmen, einschließlich Lagerbewirtschaftung und alternativer Beschaffung. Dennoch entwickelt die Regierung zusätzliche Gegenmaßnahmen, um negative Auswirkungen auf die Wirtschaft zu minimieren, da ein anhaltender Konflikt in der Region unweigerlich zu Preiserhöhungen für LNG führen wird. Nach Angaben der Korea International Trade Agency war Katar nach Australien und Malaysia der drittgrößte LNG-Lieferant Südkoreas und verschiffte im vergangenen Jahr fast 15 Prozent der südkoreanischen Importe.