
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
Laut Untersuchung der Arbeiterkammer gibt es bei den PVA-Begutachtungen Unterschiede bei den Geschlechtern und Frauen werden häufiger eingeschüchtert:
"Frauen, die einen Antrag auf Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension gestellt haben, erlebten den Prozess der Begutachtung zum Teil signifikant anders als Männer. So berichtet etwas mehr als die Hälfte aller Antragsteller:innen (54 Prozent), dass sie sich bei der Untersuchung in ihrer Würde verletzt gefühlt haben. Bei den Frauen sind es jedoch zwei Drittel (66 Prozent).
Fast die Hälfte der Frauen (47 Prozent) berichten, dass sie bei der Untersuchung eingeschüchtert wurden oder ihnen Angst gemacht wurde. Bei den Männern sind es 31 Prozent. Zusätzlich wird Frauen öfter als Männern unterstellt, sie würden ihre Erkrankung nur simulieren (48 Prozent vs. 33 Prozent).
Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Zuerkennungsquoten für die Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension ab: So wurden im Jahr 2024 zwar 25,2 Prozent aller von Männern gestellten Anträge positiv beschieden. Bei Frauen waren es jedoch nur 17,5 Prozent."
Wie waren eure Erfahrungen als Frau bzw. als Mann (positive wie negative)? Es geht mir nicht um das Ergebnis der Begutachtung, sondern nur um den Prozess der Begutachtung? Habt ihr euch eingeschüchtert gefühlt?
https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/PVA-Gutachten-Unterschiede-bei-Geschlechtern.html
Von Fantastic-Comb7493
4 Kommentare
Ich hab mir das damals angeschaut wegen depressionen und in den google bewertungen der pva stelle legit anleitungen gefunden. Dass es normal ist abgelehnt zu werden und man dann klagen muss um es zu bekommen.
Edit: Zusatz, die ÖGK Cheferztin der Mödlinger ÖGK Stelle ist der größte Unmensch mit dem ich je zu tun hatte. Das kann man auch an den Google Maps Bewertungen der ÖGK Mödling sehen. Wurde nich nie so herabwürdigend und entmenschlichend behandelt.
also wenn die psychische krankheiten generell so ernst nehmen, wie sie es bei mir gemacht haben, dann gute nacht. ich will da jetzt ned zu sehr ins detail gehen, da das internet nicht vergisst, aber eine interaktion muss ich loswerden, da sie mmn. die pva recht gut beschreibt.
ich hab ihnen belege vorgelegt, dass ich potentiell eine gefahr für menschen sein könnte und die antwort der gutachterin/arztin dort war, dass sie ja auch oft beim überholen auf der autobahn denkt sie würd dem andren autofahrer jetzt gern eine pfeffern. ich hab gedacht die verarscht mich.
De Studie würd i nit so ernst nehmen. Das war eine Onlineumfrage und auf sowas stoßen halt eher Leute, deren Antrag abgelehnt wurde (sonst googlest sowas ja eher nicht). Und mit einem negativen Bescheid bist halt eher unzufrieden mit der Untersuchung als wenn da in Pension geschickt worden bist.
>Die Datenerhebung der standardisierten Befragung erfolgte mittels Onlinebefragung. Die finale Stichprobe umfasst 817 Fälle, wobei 589 Befragte in den vergangenen zehn Jahren einen Antrag auf Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension und 396 einen Antrag auf Pflegegeld gestellt haben. Zudem wurden noch elf qualitative Telefoninterviews mit Antragsteller:innen geführt.
818 Fälle insgesamt und fast alle davon online. Is jetzt nit wirklich a wissenschaftliche Studie und der AK wirklich nit würdig.
Und das mit den wenigeren zuerkannten Pensionen bei Frauen lässt sich auch leicht erklären. Die meisten BU/IP Anträge werden halt wegen körperlichen Gebrechen gestellt. Bei so Abnutzungserscheinungen bzw degenerativen Einschränkungen is die Grenzziehung halt oft schwer und da wird dann auch viel abgelehnt. Jetzt arbeiten Frauen (vorallem in den relevanten Altersklassen) halt eher in weniger körperlich anstrengenden Berufen und haben dann halt auch eher weniger degenerative Erscheinungen. Is ja auch irgendwie logisch, dass ein Tischler (ein mehrheitlich männlicher Beruf) eher grobe Wirbelsäulenprobleme haben wird als a Kassierin (ein mehrheitlich weiblicher Beruf).
Wenn du einen Antrag stellen willst, dann stell einfach einen. Bei der PVA arbeiten auch nur normale Leute. De können nett, böse, kompetent, inkompetent oder halt einfach irgendwas zwischendrin sein. Aussuchen kannst es dir eh nicht, also lass es einfach auf dich zukommen.
Habe ne Zeit bei nem Sozialverein gearbeitet, wo wir bzgl. BU-Pension, Behindertenpass etc. beraten haben. Das ist schon hart was man für Geschichten täglich hört, wo offensichtlich Arbeitsunfähige einfach willkürlich beurteilt werden. Unfassbar wie unprofessionell viele Gutachter agieren, und das ohne Konsequenzen