Anstieg der Ölpreise im Zuge des Iran-Krieges, Zinsstopp der Fed beeinträchtigt südkoreanische Währung und Aktien

Foto: YONHAP Nachrichtensprecher: Die weltweiten Ölpreise stiegen erneut, nachdem ein israelischer Angriff auf die großen iranischen Gasfelder Teheran zu Vergeltungsmaßnahmen veranlasste, was Auswirkungen auf die Finanzmärkte Seouls hatte. Zusätzlich belastet durch den Zinsstopp der US-Notenbank fiel der Won gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Wert seit 17 Jahren und die Aktien stürzten ab. Koo Heejin hat die Details. Bericht: Wenn es regnet, schüttet es. Südkoreas Finanzmärkte gaben nach, als die Ölpreise nach dem Angriff Israels auf das iranische Gasfeld South Pars am Mittwoch in die Höhe schoss, was iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Folge hatte. Die Nachricht, dass iranische Angriffe „erheblichen Schaden“ an den Gasanlagen Katars angerichtet hätten, die 20 Prozent der weltweiten Flüssigerdgasversorgung abwickeln, ließ den Rohölpreis der Sorte Brent am Donnerstag auf über 110 US-Dollar pro Barrel steigen und knüpfte damit an den Anstieg um drei, acht Prozent vom Mittwoch an. Südkorea, das mehr als 70 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten importiert, erlebte unmittelbare Auswirkungen: Die lokale Währung brach um 17,9 Komma auf den Schlusskurs am Donnerstag um 15:30 Uhr von 1.000.501 Won pro Dollar ein, den schwächsten seit der globalen Finanzkrise 2009. Die südkoreanische Wirtschaft wurde dadurch zusätzlich belastet, dass die US-Notenbank am Mittwoch auch ein Einfrieren ihres Leitzinses ankündigte, was nach Angaben der Bank of Korea zu Unsicherheit über den Kurs der US-Geldpolitik führte. Die Leitzinsen in Südkorea und den USA liegen derzeit um einen Punkt 25 Prozentpunkte auseinander, nachdem die Fed die Leitzinsen im Bereich von drei Komma fünf bis drei Komma 75 Prozent eingefroren hat. Auch die Aktien stürzten auf breiter Front ab. Der Benchmark Korea Composite Stock Price Index brach um zwei Prozentpunkte (73 Prozent) ein, während der technologielastige KOSDAQ einen Punkt (79 Prozent) verlor. Es bestehen weiterhin Bedenken, dass Südkorea weiteren Abwärtsrisiken ausgesetzt sein wird. Analysten sind sich weitgehend einig, dass die Ölpreise noch weiter steigen könnten, wenn die Straße von Hormus, die normalerweise als Durchgangsstraße für etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung dient, geschlossen bleibt. Koo Heejin, KBS World Radio News.

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